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vom 22.12.2018, aktuelle Version,

Kaiserlich-königlich

Die Bezeichnung kaiserlich-königlich (kurz k. k., k.k., K. K. oder K.K.; kaiserl.-königl. oder kaiserl. königl.) stand im Kaisertum Österreich bis zum Österreichisch-Ungarischen Ausgleich im Jahr 1867 für die Behörden und staatlichen Einrichtungen des gesamten Reiches. Danach, in der nunmehrigen Österreichisch-Ungarischen Monarchie, bezog sich die Abkürzung k. k. nur mehr auf die westliche Reichshälfte (Cisleithanien, Altösterreich) der ab 1867 als Doppelmonarchie bezeichneten Realunion.

Das erste k. (kaiserlich) stand für den Titel Kaiser von Österreich, das zweite k. (königlich) stand vor 1867 für den Titel König von Ungarn, ab 1867 hingegen für den Titel König von Böhmen, die der Kaiser jeweils in Personalunion führte.

Für die Abkürzung k. k. wird heute zuweilen die leichter auszusprechende Abkürzung k. u. k. („k und k“) gesetzt, ist aber historisch und staatsrechtlich klar von dieser zu unterscheiden: k. u. k. (kaiserlich und königlich) bezeichnete nur die gemeinsamen Behörden und staatlichen Einrichtungen beider Reichshälften nach dem Ausgleich 1867. Bei dem den entsprechenden Begriffen und Namen vorangestellten k. u. k. steht das zweite k. (königlich) wieder für den Titel König von Ungarn. Im Gemeinsamen Heer war das Kürzel k. k. auch zeitgenössisch regelwidrig bis 1889 im Einsatz.

Die Schreibungen K. K. und k. k. sind beide zeitgenössisch (ersteres förmlicher im Sinne einer Anrede), ebenso die Varianten k. k. oder k.k. (ohne Abstand).

Die etwa bei zentralen Ministerien häufig zu findende Abkürzung h. k. k. bedeutet »hohes kaiserlich-königliches« … , z. B. in »h. k. k. Ministerium für Kultus und Unterricht«, »h. k. k. Statthalterei für Tirol und Vorarlberg«[1], »h. k. k. Ministerium für Handel und Volkswirthschaft « etc.[2]

Die Bezeichnungen in den anderen Sprachen der Monarchie
deutsch ungarisch tschechisch slowenisch kroatisch polnisch italienisch
K. K. Cs. Kir. C. K. I. R.
császári-királyi císařsko-královský cesarsko-kraljevi carsko-kraljevski cesarsko-królewski Imperial Regio

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. Vincenz M Gredler, Vital Franzelin: VIII. Programm des k.k. Gymnasiums zu Bozen. 1858, OCLC 36715650, S. 54. Digitalisat
  2. A. Ozlberger, P. Riepl: Programm des kaiserl. königl. Gymnasium zu Linz für das Jahre 1859/60. Feichting, Linz 1860, S. 41. Digitalisat