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vom 09.05.2017, aktuelle Version,

Karl Atz

Plakette am Terlaner Benefiziatenhaus

Karl Atz (* 15. Oktober 1832 in Kaltern; † 1. Februar 1913 in Terlan) war ein Südtiroler Kunsthistoriker und katholischer Priester.

Karl Atz empfing 1857 die Priesterweihe, von 1857 bis 1868 und von 1869 bis 1910 war er als Seelsorger in Terlan tätig. Ab 1868 war er Benefiziat (Verantwortlicher für Pfründe) in Terlan.

Ab 1872 war er Vorstand des Bozener Kunst- und Museum-Vereins, ab 1875 Konservator für Kunst- und historische Denkmale und ab 1882 Gründungsobmann des Bozner Museumsvereins. Er gab 1866–69 den „Kirchenfreund“, 1870–73 und 1885–1901 den „Kunstfreund“ heraus.

Der Karl-Atz-Platz in Terlan ist nach ihm benannt worden.

Schriften

  • Chronik von Terlan, Bozen 1901 (Digitalisat online bei Teßmann)
  • Kirchengeschichte in Tirol und Vorarlberg, Innsbruck 1909
  • Karl Atz/Adelgott Schatz: Der deutsche Anteil des Bistums Trient. Topographisch-historisch-statistisch und archäologisch beschrieben, 5 Bände, 1903/10

Literatur

  • Atz Karl. In: Österreichisches Biographisches Lexikon 1815–1950 (ÖBL). Band 1, Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 1957, S. 34.
  • Leo Andergassen: Karl Atz als Kunsthistoriker. In: Der Schlern. Bd. 88 (2014), H. 2, S. 42–59.
  • Josef Nössing: Karl Atz und der Museumsverein Bozen. In: Der Schlern. Bd. 88 (2014), H. 2, S. 20–31.
  • Krista Profanter: Bibliografie der Veröffentlichungen von Karl Atz (1832–1913). In: Der Schlern. Bd. 88 (2014), H. 2, S. 60–79.
  • Helmut Stampfer: Karl Atz als Denkmalpfleger. In: Der Schlern. Bd. 88 (2014), H. 2, S. 32–41.