Wir freuen uns über jede Rückmeldung. Ihre Botschaft geht nur an das Administrator Team. Danke fürs Mitmachen, das zur Verbesserung des Systems oder der Inhalte beitragen kann. Ihre Nachricht (optional mit Ihrer E-Mail):
unbekannter Gast
vom 28.02.2020, aktuelle Version,

Karl Eugen zu Erbach-Schönberg

Karl Eugen Graf zu Erbach-Schönberg
Ritterkreuz des Militär-Maria-Theresien-Ordens

Karl Eugen Graf zu Erbach-Schönberg (auch Carl) (* 10. Februar 1732 im Schloss Schönberg bei Bensheim; † 29. Juli 1816 Schloss Schönberg) war ein Offizier in österreichischen Diensten.

1732 bis 1783

Erbach-Schönberg wurde als fünftes Kind des Grafen Georg-August von Erbach-Schönberg und der Ferdinanda Henriette zu Stolberg-Gedern auf Schloss Schönberg geboren. Er trat früh in österreichische Dienste und nahm an den letzten Kampfhandlungen des Österreichischen Erbfolgekrieges (1740–1748) als 16-jähriger Fähnrich des Regiments Braunschweig-Wolfenbüttel teil. Er kämpfte, bereits als Offizier, im Siebenjährigen Krieg (1756–1763). Am 29. September 1762 gelang ihm, im Rang eines Majors stehend, die Einnahme der Schanzen bei Spechthausen. Für diese Tat wurde ihm das Ritterkreuz des Militär-Maria-Theresien-Ordens verliehen. 1773 wurde er zum Oberst ernannt und übernahm das Regiment Braunschweig-Wolfenbüttel selbst.

Generalsjahre

1783 erhielt Erbach-Schönberg seinen ersten Generalsrang, er wurde zum Generalmajor befördert. Im selben Jahr, am 1. Juli 1783, heiratete er die böhmische Adlige Maria Johanna Zadubsky von Schönthal (1757–1787). Das Paar hatte während der kurzen Ehe zwei Töchter:

Maria Johanna Zadubsky von Schönthal starb nur etwas über drei Wochen nach der Geburt der zweiten Tochter. Erbach-Schönberg verheiratete sich nicht mehr.

Während des Russisch-Österreichischen Türkenkrieges (1787–1792) erhielt er die Beförderung zum Feldmarschallleutnant. Er nahm danach am Ersten Koalitionskrieg (1792–1797) in verschiedenen Funktionen und Gefechten teil, so in den Niederlanden, am Rhein, bei Valenciennes, Thionville, Düsseldorf und Schifferstadt. Sein letztes Kommando hatte er über die Festung Mainz. Er verließ den Dienst unter abermaliger Beförderung zum Feldzeugmeister 1796. 1799 trat er die Regierung der Grafschaft Erbach-Schönberg als Graf Karl I. von Erbach-Schönberg an.

Regiment Erbach

1793 wurde Erbach-Schönberg Inhaber des Infanterieregiments Nr. 42. Dieses Regiment schlug sich später in der Schlacht bei Wagram im Fünften Koalitionskrieg gegen Napoleon Bonaparte unter eigenen hohen Verlusten so tapfer, dass ihm noch auf dem Schlachtfeld von Erzherzog Karl von Österreich das Vorrecht verliehen wurde, zum „Allgemeinen Grenadiermarsch“ in die Hofburg in Wien einziehen zu dürfen. Das Infanterieregiment Nr. 42 erhielt dazu noch den Ehrennamen „Regiment Erbach“ nach dem letzten Inhaber. Es war das dritte des Namens „Regiment Erbach“, auch „Erbach-Schönberg“ bzw. nach der späteren Garnisonsstadt „Erbach-Eger“ genannt. 1817 entstand der „Marsch des Österreichischen Infanterie-Regiments 42 Erbach Eger“ als eigener Regimentsmarsch.

Karl Eugen zu Erbach-Schönberg starb 85-jährig am 29. Juli 1816 auf Schloss Schönberg.

Literatur