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vom 01.01.2020, aktuelle Version,

Karl Lubomirski

Karl Lubomirski (* 8. September 1939 Hall in Tirol) ist ein aus Österreich stammender Schriftsteller. Er veröffentlichte v. a. Lyrik, Reiseberichte, Erzählungen sowie Literatur- und Kunstkritiken.

Leben

Lubomirski wuchs in Innsbruck auf und wurde zum Kaufmann ausgebildet. Seit 1962 lebt er in Italien, heute in Brugherio bei Mailand. Von 1973 bis 2019 hat er 13 Gedichtbände in deutscher Sprache veröffentlicht. Seine poetische Sprache ist trotz des langen Aufenthalts in Italien die deutsche geblieben, seine eigenen Gedichte hat er gemeinsam mit Muttersprachlerinnen ins Italienische übersetzt. Er hingegen übersetzte Gedichte und Prosa aus dem Italienischen ins Deutsche (etwa von dem Maler und Lyriker Paolo Frosecchi sowie von Salvatore Fiume und Luca Vernizzi).[1]

Karl Lubomirski ist in zwei Ländern zuhause, sein Leben und seine Erfahrungen machten ihn zu einem überzeugten Europäer, Weltbürger und Brückenbauer.[2] Er las in allen Staaten Europas und u. a. in den USA, Russland, Japan, Südamerika aus seinen Gedichtbänden,[3] die in zahlreiche Sprachen übersetzt wurden.[4] Er ist Träger hoher Auszeichnungen und Mitglied der Accademia del Mediterraneo in Rom, des Österreichischen P.E.N.-Clubs und des Österreichischen Schriftstellerverbands sowie der Humboldt-Gesellschaft. Von 1987 bis 1997 war er Präsident des P.E.N.-Clubs Liechtenstein, in dem er sich u. a. als Juror des "Liechtenstein-Preises" um jüngere Kolleginnen und Kollegen bemühte

Sein Vorlass befindet sich seit 2014 im Forschungsinstitut Brenner-Archiv der Universität Innsbruck.[5] Eine Publikation von 2019 enthält eine Auswahl aus seiner Lyrik und Prosa, die zum Teil aus dem Vorlass stammen, weiters eine Einleitung zu seinen literarischen Arbeiten und Tätigkeiten, zu seiner Arbeitsweise und Poetologie sowie eine Bibliographie der literarischen Veröffentlichungen und der Sekundärliteratur in Auswahl, außerdem einen tabellarischen Lebenslauf.[6] Der Vorlass enthält umfangreiche Korrepondenzen und zeugt vom Kontakt u. a. zu bekannten und nennenswerten Persönlichkeiten aus Literatur und Kunst.[7]

Preise

  • 1990: Tiroler Adler-Orden in Gold
  • 1998: Österreichisches Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst erster Klasse
  • 2002: Ehrenzeichen für Kunst und Kultur der Stadt Innsbruck
  • 2007: Premio Internationale per la Poesia "Franceso Varcasia" di Castro Villari-Pollino
  • 2009: Verleihung des österreichischen Berufstitels Professor

Literatur

  • Werner Kraft: Österreichische Lyriker. Von Trakl zu Lubomirski. Aufsätze zur Literatur. Eisenstadt, Wien, 1984, S. 78–86
  • Annette Steinsiek (Hg.): Karl Lubomirski – Träumer, Dichter, Realist. Eine Auswahl aus Lyrik und Prosa (mit einer Einleitung der Herausgeberin). Innbruck, Wien, Bozen: StudienVerlag 2019
  • Herbert Zeman (Hg.): Geschichte der Literatur in Österreich. Von den Anfängen bis zur Gegenwart: Geschichte der Literatur in Österreich. Band 7: Das 20. Jahrhundert. Graz, 1999, S. 467, 727

Einzelnachweise

  1. "Was da alles noch zu lesen wäre ..." Karl Lubomirskis Blick auf die Welt. Abgerufen am 13. November 2015.
  2. Annette Steinsiek: "Es genügt, nichts falscher zu machen." Zu Karl Lubomirski. In: Annette Steinsiek (Hrsg.): Karl Lubomirski. Träumer, Dichter, Realist. Eine Auswahl aus Lyrik und Prosa. Studien Verlag, Innsbruck / Wien / Bozen 2019, ISBN 978-3-7065-5984-3, S. 1127.
  3. Verzeichnis Bestand Karl Lubomirski. In: Forschungsinstitut Brenner-Archiv. Abgerufen am 25. November 2019.
  4. Karl Lubomirski: Homepage Karl Lubomirski. Abgerufen am 25. November 2019.
  5. Verzeichnis Bestand Karl Lubomirski. In: Forschungsinstitut Brenner-Archiv. Abgerufen am 25. November 2019.
  6. Annette Steinsiek (Hrsg.): Karl Lubomirski – Träumer, Dichter, Realist. Eine Auswahl aus Lyrik und Prosa. Studien Verlag, Innsbruck / Wien / Bozen 2019, ISBN 978-3-7065-5984-3.
  7. Verzeichnis Bestand Karl Lubomirski. In: Forschungsinstitut Brenner-Archiv. Abgerufen am 25. November 2019.