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vom 30.03.2020, aktuelle Version,

Karl Rehberger

Karl Rehberger (* 5. Dezember 1934 in Linz; † 31. Jänner 2018) war ein österreichischer Priester, Historiker, Archivar, Bibliothekar und Hochschullehrer.

Leben

Rehberger ist in Feldkirchen an der Donau aufgewachsen, maturierte am Stiftsgymnasium Wilhering und trat am 27. August 1955 in das Augustiner Chorherrenstift Sankt Florian ein, wo er am 28. August 1959 das ewige Ordensgelübde ablegte. Am 29. Juni 1961 wurde er zum Priester geweiht.

Rehberger studierte zunächst von 1956 bis 1958 Philosophie an der Universität Salzburg und anschließend von 1958 bis 1961 Theologie an der Philosophisch-Theologischen Hauslehranstalt des Stiftes Sankt Florian. 1964 wurde er zum Doktor der Theologie und 1968 zum Doktor der Philosophie promoviert. Er legte 1965 die Staatsprüfung am Institut für Österreichische Geschichtsforschung ab und unterrichtete von 1965 bis 1969 Kirchenrecht, Kirchengeschichte, Patrologie und Liturgiewissenschaft in Sankt Florian.

Als Archivar, Bibliothekar und Kurator der Stiftssammlungen verwaltete er ab 1965 mehr als 150.000 Bände der Stiftsbibliothek und rund 800 Handschriften des Archivs. 1965 wurde er Mitglied des Institutes für österreichische Geschichtsforschung.[1]

Ab 1970 wirkte er bis zu seiner Emeritierung im Jahr 2000 als Professor für Patrologie und Kirchengeschichte des Altertums an der Katholischen Privat-Universität der Diözese Linz und ab 1973 auch an der Pädagogischen Akademie der Diözese Linz.[2][3] Ab 1979 lag der Schwerpunkt seiner Lehrveranstaltungen zur Österreichischen Kirchengeschichte bei der Geschichte der Diözese Linz. Von 1992 und bis 1995 nahm er auch Lehraufträge für Patrologie und Kirchengeschichte an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Passau wahr.[4] Rehberger war Vorstandsmitglied des Verbandes der Österreichischen Archivare und des Oberösterreichischen Musealvereines. Er gehörte der Österreichischen Subkommission der Internationalen Kommission für Vergleichende Kirchengeschichte an.[5]

Rehberger ist Autor zahlreicher Bücher und Schriften und war Referent bei diversen Ausstellungen.[6]

Publikationen (Auswahl)

  • Karl Rehberger: Die kirchliche Entwicklung des Mühlviertels. In: Kataloge des OÖ. Landesmuseums. MUE_88, Linz 1988, S. 283–288 (PDF auf ZOBODAT.at).

Auszeichnungen

Literatur

  • Monika Würthinger: Karl Rehberger, CanReg (1934–2018). In: Scrinium. 72, 2018, S. 261–262.
  • Siegfried Haider: Karl Rehberger †. In: Mitteilungen des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung. 126, 2018, S. 484–486.
  • Georg Heilingsetzer: Nachrufe. Univ. Prof. DDr. Karl Rehberger (1934–2018). In: Jahrbuch des Oberösterreichischen Musealvereines. Jahrgang 164, Linz 2019, S. 433–436.

Einzelnachweise

  1. Katharina Mader: Stiftsbibliothekar Karl Rehberger verstorben, in: Bezirksrundschau Enns vom 1. Februar 2018 abgefragt am 3. Februar 2018
  2. René Laglstorfer: Karl Rehberger: „Der Herr über 150.000 Bücher“. In: Oberösterreichische Nachrichten. 3. Februar 2018 (nachrichten.at [abgerufen am 30. März 2020]).
  3. Karl Rehberger, in: Webpräsenz der Diözese Linz abgefragt am 3. Februar 2018
  4. Karl Rehberger, in: Webpräsenz der Katholischen Privatuniversität der Diözese Linz (Memento vom 4. Februar 2018 im Internet Archive) abgefragt am 3. Februar 2018
  5. Karl Rehberger, in: Webpräsenz des Augustiner Chorherrenstiftes Sankt Florian abgefragt am 3. Februar 2018
  6. Geburtstagsfeier von KonsR. DDr. Karl Rehberger, in: Webpräsenz der Pfarre Feldkirchen an der Donau (Memento vom 4. Februar 2018 im Internet Archive) abgefragt am 3. Februar 2018