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vom 17.09.2017, aktuelle Version,

Karl Schörghuber

Karl Schörghuber (2009)

Karl Peter Schörghuber (* 24. April 1949 in Wels, Oberösterreich) ist ein österreichischer Stadtentwickler.

Leben

Karl Peter Schörghuber wurde als Sohn von Zivilingenieur für Hoch- und Tiefbau des Diplomingenieurs Karl Alois Schörghuber aus Wien und Hildegard Schörghuber, geborene Starke aus Karlsruhe, geboren.

Im Juni 1968 maturierte er an der traditionellen "Realschule" - später umgewandelt in "Realgymnasium", in der Fadingerstraße in Linz. Anschließend studierte er von 1968 bis 1972 Sozial- und Wirtschaftswissenschaften, mit Abschluss Mag. rer. soc. oec. und promovierte 1975 zum Doktor rer. soc. oec. über Faktorenanalyse einsetzbar für die Berechnung von Kaufkraft in der Region. Neben seinem Studium war er seit Dezember 1968 Mitarbeiter der Handelskammer Oberösterreich in Linz; dann Leiter der Statistik in der wirtschaftspolitischen Abteilung von Albert Leibenfrost, dem späteren Wirtschaftslandesrat in Oberösterreichs Landesregierung. Parallel dazu Lektor an der Wirtschaftsuniversität in Linz.

Beruflich erfolgte nach dem Studienabschluss der Wechsel als Produktmanager in die Markenartikelindustrie, dann 1976 zur Raiffeisen-Zentralkasse (die spätere Raiffeisen-Zentralbank OÖ.) in Linz. Er stieg auf zum Marketingleiter, der neben dem Bankmarketing 10 zu Raiffeisen gehörende bzw. in deren Einfluss stehende Unternehmen der Industrie, Tourismus und Dienstleistungen, betreute.

Seit 1983/1984 war er gewerblich mit dem „Marketing-Service“ in Linz selbständig und seit 1998 bekannt als „Schörghuber & Partner Unternehmensberatung“. 1987 begann in Österreich die erste Beratung in Richtung Stadtmarketing und Citymanagement in Österreich in Vöcklabruck. 1994 wurde er als EU-Berater akkreditiert und gründete 1999 die gemeinnützigen Vereinigung „Infrapool“, ein „Netzwerk für Stadt- und Standortmarketing“.[1]

1999 erfolgte die Eintragung in die Liste als allgemein beeideter und gerichtlich zertifizierter Sachverständiger (für Betriebsberatung, Wirtschaftswerbung, Marktforschung und Marketing). Die jüngste Akkreditierung läuft bis 2021.

Im Jahr 2000 erfolgte erstmals national die Erhebung der Wochen-Fußgängerfrequenz in Innenstädten Österreichs als Kennzahlenerhebung. Ebenso gelang 2000 erstmals die Entwicklung einer der modernsten Erhebungen der Kaufkraftströme nicht nur – wie bis dahin üblich – des Handels, sondern auch der immer wichtiger werdenden Gastronomie und Dienstleistungen dar.

Schörghuber war ab 2002 Aufsichtsratsvorsitzender der Klagenfurt Marketing GesmbH um das Stadtmarketing für die Landeshauptstadt Klagenfurt aufzubauen. 2003 Lektor an der Universität Krems im Lehrgang „Real Estate“. Ebenso von 2003 an Lehrbeauftragter für die Standortlehre sowie Betreuer von Diplomarbeiten an der Fachhochschule Wien der Wiener Wirtschaftskammer; Master Immobilienmanagement.

Nach Studien in den USA entwickelte er 2002 das „BID-Modell“ (Business Improvement District)(R) als neuartige Entwicklungsform niedergehender Stadtviertel im deutschen Sprachraum. Die amerikanische BID-Methode einer auf öffentlichen und privaten Eigentümern basierenden wirtschaftlichen Viertelentwicklung wurde auf österreichische Verhältnisse gebracht. Innenstadtentwicklung mit mehrjähriger Betreuung nach dem BID-Modell wurde für die Städte Tulln in Niederösterreich, Völkermarkt in Kärnten, Vöcklabruck in Oberösterreich und Leibnitz in der Steiermark umgesetzt. BID und über 30 weitere Marken aus verschiedensten Fachgebieten der Stadtentwicklung wurden inzwischen beim öst. Patentamt als Marke angemeldet.

Privat

Karl Schörghuber war in der Jugend als Tennisspieler die Nummer Fünf in Oberösterreich, spielte in der Staatsliga beim Union Linzer Tennisverein in Linz und gewann mehrere Preise bei Jugend-Tennisturnieren. Er war 10 Jahre Vorstand beim Union Linzer Tennisverein (ULVT) und wurde mit der goldenen Ehrennadel dieses Vereins für besondere Verdienste um die Sanierung des Vereinsquartiers.ausgezeichnet.

Schörghuber ist seit 1969 verheiratet. Er wohnt mit seiner Frau seit 1980 im Zaubertal bei Linz, hat drei Töchter und sieben Enkelkinder.

Auszeichnungen und Ehrungen

Veröffentlichungen

  • Stadtmarketing. Baugesetze für die neue Attraktivität; Linz, im Eigenverlag, 1995, 752 S.
  • Standortmarketing. Erkennen und Nutzen von Standortchancen: Vom Einzelstandort bis zur ganzen Stadt; Linz, im Eigenverlag, 2000, 1008 S.
  • Stadterneuerung. Sex in die City statt tote Hose; Linz, im Eigenverlag, 2007, 452 S.
  • Der Macher in: E. Mandl & F. Sabo (Hrsg.): Wie Wien wohnt - gestern, heute, morgen, Wien: Verlag Brandstätter, 2015, S. 62ff.

Einzelnachweise

  1. http://www.infrapool.at/