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vom 24.01.2017, aktuelle Version,

Karl von Portele

Karl von Portele (* 30. Juli 1856 in Mährisch-Neustadt; † 4. März 1922 in Krems an der Donau) war ein österreichischer Önologe.

Leben

Karl Portele studierte an der Technischen Hochschule Wien Chemie und war dort Assistent. Während seines Studiums wurde er 1874 Mitglied der Burschenschaft Libertas Wien.[1] 1877 trat er in die Landwirtschaftliche Schule und Chemische Versuchsanstalt in St. Michele ein, wo er von 1899 bis 1902 Direktor war.[2]

Als Weinbaureferent im Ackerbauministerium stand er in engster Verbindung mit den Weinbauern als deren Freund und Berater. Auf seinen Einsatz geht das Weingesetz von 1908 zurück. Karl von Portele setzte sich vehement für die Sicherstellung der Pflanzenschutzmittel Schwefel, Kupfervitriol und Schwefelkohlenstoff zur Erhaltung des Weinbaues im Ersten Weltkrieg ein. [2]

Portele veröffentlichte eingehende botanische Studien über die Entwicklung der Traubenbeere und über die Geschlechtsverhältnisse der Rebblüte. Sein Verdienst war auch die Einführung der Bordeauxbrühe in Österreich und die Bekämpfung der Weinzollklausel, der den Export behinderte.[2] Er war Direktor der Weinbauschule in San Michele all’Adige und rettete im Ersten Weltkrieg den Weinbau in Österreich durch die Bekämpfung der Peronospora.

Nach 42 Dienstjahren zog er sich nach Krems zurück. Er wurde danach zum Wanderlehrer, der die Interessen des österreichischen Weinbaus in Vorträgen und in der Presse des In- und Auslandes vertrat.[2]

Karl Alfons von Portele war ein Sohn.

Ehrungen

Literatur

Einzelnachweise

  1. Verzeichnis der Alten Herren der Deutschen Burschenschaft. Überlingen am Bodensee 1920, S. 249.
  2. 1 2 3 4 Hans Frühwirth: Ihre Liebe galt Krems. Kulturamt der Stadt Krems. Krems 1997, ISBN 3-901664-01-9