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vom 26.02.2016, aktuelle Version,

Kaspar von Logau

Wappen des Bischofs Kaspar von Logau

Kaspar von Logau (* 3. August 1524 in Neisse; † 4. Juni 1574 in Breslau) war Bischof von Wiener Neustadt und Fürstbischof von Breslau und Oberlandeshauptmann von Schlesien.

Leben

Kaspar stammte aus dem schlesischen Adelsgeschlecht von Logau. Seine Eltern waren Matthäus von Logau auf Schlaupitz und Bechau, bischöflicher Kanzler, und Susanne, Tochter des Bistumshauptmanns Iwan Ogigel. Kaspar besuchte die Pfarrschule in Neiße und wurde anschließend am Königshof in Innsbruck zusammen mit den Prinzen Maximilian und Ferdinand erzogen. Seit 1541 verfügte er über ein Altarbenefizium in der Neißer Pfarrkirche. 1542 wurde ihm ein Kanonikat in Breslau und später auch in Olmütz verliehen. Nach Studienjahren in Italien unterrichtete er den Erzherzog Karl, Sohn von Ferdinand I. 1551 wurde er Dompropst von Leitmeritz.

Bischof von Wiener Neustadt

Nach dem Tod des Bischofs Martin Durlacher von Wiener Neustadt wurde Kaspar von Logau 1560 mit Unterstützung des Kaisers Ferdinand I. zu dessen Nachfolger gewählt.

Bischof von Breslau

In der Nachfolge des verstorbenen Breslauer Bischofs Balthasar von Promnitz wählte das Domkapitel 1562 Kaspar von Logau. In dieser Position führte er 1563 und 1565 Diözesansynoden durch, die jedoch kaum Auswirkungen auf das religiöse Leben seiner Diözese hatten. Auch das 1565 eröffnete Priesterseminar konnte sich mangels finanzieller Unterstützung nicht entwickeln. Eine von ihm herausgegebene deutsche Übersetzung des römischen Katechismus wurde 1570 in Neisse gedruckt.

Kaspar von Logau starb am 4. Juni 1574 in Breslau und wurde in der Peter-und-Paul-Kapelle der Neißer Pfarrkirche bestattet. Sein Grabmal wird als ein Meisterwerk der Hochrenaissance bezeichnet.

Literatur

Vorgänger Amt Nachfolger
Martin Durlacher Bischof von Wiener Neustadt
1560–1562
Christian Napponäus
Balthasar von Promnitz Fürstbischof von Breslau
1562–1574
Martin von Gerstmann