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vom 21.01.2018, aktuelle Version,

Katrin Keller

Katrin Keller (* 14. April 1962 in Borna) ist eine deutsche Historikerin. Ihre Schwerpunkte sind die Geschichte Sachsens und des Handwerks sowie Adel und Frauen in der höfischen Gesellschaft.

Lehre und Forschung

Nach dem Studium war Keller als Diplom-Lehrerin für Geschichte und Deutsch tätig. Sie erhielt ein Forschungsstipendium an der Sektion Geschichte der Karl-Marx-Universität Leipzig. Bekannt wurde sie u. a. durch Forschungen zur Geschichte des älteren Handwerks und zur Frauengeschichte in Sachsen. Sie wurde mit einer Dissertation zum Handwerkeralltag in Leipzig im 15. bis 17. Jahrhundert promoviert. 2001 habilitierte sie sich an der Philosophischen Fakultät der Universität Wien und erhielt die Lehrbefugnis für das Gebiet Neuere Geschichte. Im Sommersemester 2008 war sie Gastprofessorin für Geschlechtergeschichte am Historischen Seminar der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz. Seit 2011 leitet sie am Institut für österreichische Geschichtsforschung Wien das Projekt Die Fuggerzeitungen. Ein frühneuzeitliches Informationsmedium und seine Erschließung. [1]

Katrin Keller war bei seiner Neugründung 1990 die erste weibliche Vorsitzende des Leipziger Geschichtsvereins. 1997 gab sie dieses Amt ab.

2017 wurde sie in die Österreichische Akademie der Wissenschaften gewählt.

Schriften (Auswahl)

  • "Mein Herr befindet sich gottlob gesund und wohl" Sächsische Prinzen auf Reisen (= Deutsch-Französische Kulturbibliothek 3), Leipzig 1994
  • Mit Hans-Dieter Schmid (Hrsg.): Vom Kult zur Kulisse. Das Völkerschlachtdenkmal als Gegenstand der Geschichtskultur. Leipzig 1995
  • Kurfürstin Anna von Sachsen. Von Möglichkeiten und Grenzen einer „Landesmutter“. In: Jan Hirschbiegel, Werner Paravicini (Hrsg.): Das Frauenzimmer. Die Frau bei Hofe in Spätmittelalter und Früher Neuzeit. Thorbecke, Stuttgart 2000, ISBN 3-7995-4511-5 (Residenzforschung Bd. 11).
  • Landesgeschichte Sachsen, Stuttgart 2002[2]
  • Hofdamen. Amtsträgerinnen im Wiener Hofstaat des 17. Jahrhunderts, Wien 2005[3]
  • Mit Gerald Diesener, Gabriele Viertel (Hrsg.): Stadt, Handwerk, Armut. Eine Kommentierte Quellensammlung zur Geschichte der Frühen Neuzeit. Helmut Bräuer zum 70. Geburtstag zugeeignet, Leipzig 2008
  • Mit Alessandro Catalano (Hrsg.): Die Diarien und Tagzettel des Kardinals Ernst Adalbert von Harrach. (Veröffentlichungen der Kommission für neuere Geschichte Österreichs 104, 1 bis 7), Wien-Köln-Weimar 2010
  • Erzherzogin Maria von Innerösterreich (1551-1608). Zwischen Habsburg und Wittelsbach, Wien-Köln-Weimar 2012
  • Mit Rainer Elkar und Helmuth Schneider: Handwerk. Von den Anfängen bis zur Gegenwart, Darmstadt 2014

Literatur

  • Keller, Katrin. In: Regionalgeschichtliche Beiträge aus dem Bezirk Karl-Marx-Stadt, H. 7, Karl-Marx-Stadt 1986, S. 98.

Einzelnachweise

  1. Homepage und Kurzbiographie beim Institut für Österreichische Geschichtsforschung der Universität Wien
  2. Rezension in: Sehepunkte, Ausgabe 4 (2004), Nr. 2
  3. Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 2. Dezember 2005, in: Perlentaucher.de