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vom 03.06.2017, aktuelle Version,

Kirchberg am Walde

Kirchberg am Walde
Wappen Österreichkarte
Wappen von Kirchberg am Walde
Kirchberg am Walde (Österreich)
Kirchberg am Walde
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Niederösterreich
Politischer Bezirk: Gmünd
Kfz-Kennzeichen: GD
Fläche: 37,8 km²
Koordinaten: 48° 43′ N, 15° 5′ O
Höhe: 575 m ü. A.
Einwohner: 1.321 (1. Jän. 2017)
Bevölkerungsdichte: 35 Einw. pro km²
Postleitzahl: 3932
Vorwahl: 02854
Gemeindekennziffer: 3 09 21
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Kirchberg am Walde 88
3932 Kirchberg am Walde
Website: www.kirchberg-walde.gv.at
Politik
Bürgermeister: Karl Schützenhofer (ÖVP)
Gemeinderat: (2015)
(19 Mitglieder)
1
11
6
1
1  11  6  1 
Von 19 Sitzen entfallen auf:

Lage der Marktgemeinde Kirchberg am Walde im Bezirk Gmünd
Amaliendorf-Aalfang Bad Großpertholz Brand-Nagelberg Eggern Eisgarn Gmünd Großdietmanns Großschönau Haugschlag Heidenreichstein Hirschbach Hoheneich Kirchberg am Walde Litschau Moorbad Harbach Reingers Schrems St. Martin Unserfrau-Altweitra Waldenstein Weitra Niederösterreich Lage der Gemeinde Kirchberg am Walde im Bezirk Gmünd (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Kirchberg am Walde ist eine Marktgemeinde mit 1321 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2017) im Bezirk Gmünd in Niederösterreich.

Kirchberg am Walde ist eine Mitgliedsgemeinde der Kleinregion Waldviertler StadtLand.

Geografie

Kirchberg am Walde liegt im Waldviertel in Niederösterreich. Die Fläche der Marktgemeinde umfasst 37,78 Quadratkilometer. 36,32 Prozent der Fläche sind bewaldet.

Gemeindegliederung

Das Gemeindegebiet umfasst folgende sechs Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2015[1]):

  • Fromberg (121)
  • Hollenstein (164)
  • Kirchberg am Walde (524)
  • Süßenbach (196)
  • Ullrichs (197)
  • Weißenalbern (142)

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Fromberg, Hollenstein, Kirchberg am Walde, Süssenbach, Ullrichs und Weißenalbern.

Nachbargemeinden

Hoheneich Schrems Hirschbach
Waldenstein Vitis
Schweiggers Zwettl

Geschichte

Kirchberg wurde im 12. Jahrhundert erstmals urkundlich erwähnt, es handelte sich ursprünglich um eine Burgkirchenanlage (Name!) mit westlich anschließendem Straßenplatz. Ab 1580 ist Kirchberg als Markt urkundlich belegt.

Einwohnerentwicklung

Nach dem Ergebnis der Volkszählung 2001 gab es 1473 Einwohner. 1991 hatte die Marktgemeinde 1520 Einwohner, 1981 1685 und im Jahr 1971 1859 Einwohner.

Politik

Bürgermeister der Marktgemeinde ist Karl Schützenhofer, Amtsleiter Thomas Steininger.

Im Marktgemeinderat gibt es nach der Gemeinderatswahl 2015 bei insgesamt 19 Sitzen folgende Mandatsverteilung: L.ÖVP 11, SPÖ 6, FPÖ 1, Wir Für Kirchberg 1.[2]

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Der ehemalige Galgen bei Kirchberg am Walde
  • Die barocke Pfarrkirche Kirchberg am Walde, dem hl. Johannes dem Täufer geweiht, wurde von 1709 bis 1713 errichtet.
  • Die barocke Pfarrkirche Süßenbach, 1840/1841 erbaut, integrierte mit zwei kurzen Querarmen Teile des Langhauses der Vorgängerkirche.
  • Die Pfarrkirche Weißenalbern steht neben der Feste Rauhenstein.
  • An der Straße nach Hirschbach befindet sich die sogenannte Rote Kapelle, die 1659 erbaut wurde.
  • Das barock-frühklassizistische, im Kern mittelalterliche Schloss befindet sich auf einer Geländestufe im Süden des Ortes.
  • Ehemaliges Allerheiligen-Hospital: Von 1715 bis 1719 wurde das ehemalige Allerheiligen-Hospital als Stiftung des Grafen Kuefstein erbaut. Es befindet sich westlich des Hauptplatzes und diente der Aufnahme von Pfründnern. Die kreuzförmige Anlage hat mittig den Chorturm der eingebundenen Spitalskirche. Bemerkenswert ist auch die spätgotische Zwillingswendeltreppe, welche vermutlich in einer mittelalterlichen Schlossanlage abgetragen und hierher übertragen wurde.
  • Am Stadtplatz befindet sich der ehemalige Pranger mit bekrönender Justitia-Figur, bezeichnet mit 1714.
  • Außerhalb von Kirchberg, auf halbem Weg an der Straße nach Ullrichs, befindet sich einer der am besten erhaltenen ehemaligen Galgen Österreichs (bezeichnet 1743).[3][4]

Wirtschaft und Infrastruktur

Nichtlandwirtschaftliche Arbeitsstätten gab es im Jahr 2001 44, land- und forstwirtschaftliche Betriebe nach der Erhebung 1999 106. Die Zahl der Erwerbstätigen am Wohnort betrug nach der Volkszählung 2001 630. Die Erwerbsquote lag 2001 bei 44,26 Prozent.

Persönlichkeiten

Einzelnachweise

  1. Statistik Austria, Bevölkerung am 1.1.2015 nach Ortschaften
  2. http://noe.gv.at/Politik-Verwaltung/Wahlen/NOe-Gemeinderatswahlen/Gemeinderatswahl2015IT.html
  3. Stefan Lefnaer: Erhaltene Galgen in Österreich, in: Jost Auler (Hrsg.): Richtstättenarchäologie 2. archaeotopos-Verlag, Dormagen 2010, ISBN 978-3-938473-12-2
  4. Detaillierte Beschreibung

Literatur

  • Evelyn Benesch, Bernd Euler-Rolle, Claudia Haas, Renate Holzschuh-Hofer, Wolfgang Huber, Katharina Packpfeifer, Eva Maria Vancsa-Tironiek, Wolfgang Vogg: Niederösterreich nördlich der Donau (= Dehio-Handbuch. Die Kunstdenkmäler Österreichs). Anton Schroll & Co, Wien u. a. 1990, ISBN 3-7031-0652-2, S. 501–506.
  • Franz Eppel: Das Waldviertel, seine Kunstwerke, historischen Lebens- und Siedlungsformen, Salzburg 1989, ISBN 3-900173-01-X
  Commons: Kirchberg am Walde  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien