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vom 28.12.2018, aktuelle Version,

Kirchdorfer Gruppe

Kirchdorfer Industries

Kirchdorfer Gruppe
Rechtsform GmbH
Gründung 1888
Sitz Kirchdorf an der Krems
Leitung Erich Frommwald
Geschäftsführer der Gruppe
Mitarbeiterzahl ca. 1.800[1]
Umsatz über 250 Mio Euro (Jahr 2017)[2]
Branche Stein- und keramische Industrie
Website www.kirchdorfer.at
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Die Kirchdorfer Gruppe ist ein in privater Hand befindlicher internationaler Baustoffhersteller mit Sitz in Kirchdorf/OÖ, der in den Sparten Zement, Rohstoffe (Stein, Sand, Kies, Transportbeton) und Betonfertigteile tätig ist. Ausgehend vom Stammwerk in Kirchdorf, das bereits 1888 als Zementwerk gegründet wurde, erwirtschaftet die diversifizierte Gruppe heute einen Jahresumsatz von über 250 Millionen Euro in 13 Ländern.[3][4]

Geschichte

Kirchdorfer Zementwerk

Im Jahr 1888 nahm alles mit einem Zementwerk im oberösterreichischen Kirchdorf seinen Anfang. Heute ist die Kirchdorfer Gruppe eine internationale Unternehmensgruppe die mit eigenen Unternehmen und mehrheitlichen Beteiligungen in 13 Ländern in Europa, Asien und Afrika vertreten ist. Darüber hinaus bestehen durch Lizenzverträge Verbindungen in weitere 20 Nationen auf allen Kontinenten der Erde.

Die Kirchdorfer Industries geht auf das im Jahre 1888 von Adolf Hofmann und Emil Dierzer gegründete Zementwerk Kirchdorf zurück. Ein Grund für die dortige Ansiedlung war die bessere Auslastung der Flügelbahnlinie im oberösterreichischen Kremstal.

1983 wurde mit dem Erwerb der traditionsreichen “Brevillier-Urban Schreibwarenfabrik GmbH ”in Graz, einem Zweig der Firma Brevillier & Co. und A. Urban & Söhne, die Expansion der Firma begonnen. Die bekannte Marke Jolly erhielt wieder eine Zukunft. Treibende Kraft hinter dieser Investition war Max 1. Machanek. Um sich zukünftig auf ihre Kernkompetenz im Zement und Beton zu konzentrieren, trennte sich die “Kirchdorfer Gruppe” knapp ein Vierteljahrhundert nach dem Erwerb jedoch wieder von der Traditionsmarke.

1984 wurde die MABA übernommen, welche seitdem zu einem anerkannten Produzenten hochwertiger Betonfertigteile für den Bahn-, Hoch- und Tiefbau entwickelt wurde.

Mit dem Erwerb der südböhmischen Firma Kámen a písek, mitsamt deren Steinbrüche, begann 1992 die Expansion in Osteuropa. Nachdem 1996 im tschechischen Veselí nad Lužnicí das Betonfertigteilwerk übernommen wurde, wurde die Unternehmensgruppe auch der Marktführer im Bereich Betonfertigteile in Tschechien.

1998 stieg die Unternehmensgruppe in das Segment Fertigteilhäuser ein und gründete die MABA Fertighaus GmbH.

1999 wurde die Firma ČR Beton Bohemia gegründet, welche Transportbeton an zehn Standorten in Südböhmen produziert. Noch im gleichen Jahr wurde ein Kieswerk in Babót bei Sopron (Ungarn) übernommen, welches mittlerweile als Kő és Homok Kavicsfeldolgozó Kft. firmiert und hochwertige Zuschlagstoffe für die Märkte in Ungarn und Österreich erzeugt.

Im Jahr 2000 übernahm die Kirchdorfer Gruppe 50 % der steiermärkischen RAUTER Fertigteilbau GmbH, welche ihren Sitz in Niederwölz hat. Das Unternehmen befindet sich seit 2015 zu 100 % im Besitz der Kirchdorfer Gruppe und produziert, liefert und montiert österreichweit Betonfertigteile.

2004 erfolgte Übernahme von 75 % der Anteilen der Firma Eurobeton in Tschechien, welche seitdem Eurobeton MABA s.r.o. firmiert. Dieses Unternehmen produziert Betonrohre, Kanalbauteile, Schächten und weitere Produkte für die Straßen- sowie Flächenentwässerung. Derzeit hält die Kirchdorfer Gruppe 90 % an der MABA Eurobeton s.r.o.

Mit vollständigen Erwerb des Betonwerk Bauer in der Steiermark, bündelte die Unternehmensgruppe ihre Produktionssegmente und gründete die Tochterfirmen TIBA Holding GmbH in Lebring und TIBA AUSTRIA GmbH in St. Margarethen an der Raab–Kroisbach. Das 2005 gegründete Unternehmen (TIBA AUSTRIA GmbH) steht seit 2014 zu 74 % im Eigentum der Kirchdorfer Gruppe.

2006 gründete das Unternehmen die deutsche Vertriebsgesellschaft DELTA BLOC Deutschland GmbH mit Sitz in Neumarkt in der Oberpfalz und ergänzte diese in folgenden Jahren um die DELTA BLOC Nederland B.V. in den Niederlanden und DELTA BLOC France SAS in Frankreich.

Im Mai 2010 wurde die Firma H. Katzenberger Beton- und Fertigteilwerke GmbH in Gerasdorf bei Wien übernommen.[5]

Im Jänner 2011 wurde Firma Alfuma ein weiteres 100%iges Tochterunternehmen gegründet, welches sich mit dem Vertrieb von alternativen Roh- und Brennstoffen betätigt.

Verwaltungssitz in Wöllersdorf

Im Jahr 2012 wurde in Wöllersdorf bei Wiener Neustadt auf dem Gelände der historischen Feuerwerksanstalt der neue Verwaltungssitz eröffnet. Hinter der weißen Fassade wurden mehrere Geschossdecken 150 Arbeitsplätze eingezogen.[6]

Im Herbst 2017 übernahm Kirchdorfer Industries die Mehrheit an dem steirischen Fertigteilkellerspezialisten KAMMEL Austria GmbH.[7]

Bis heute ist die diversifizierte Gruppe mit 52 Unternehmen und rund 1.800 Mitarbeitern international tätig.

Geschäftsbereich und Unternehmungen

SPARTE Zement

SPARTE Rohstoffe

SPARTE Fertigteile

Sonstige

  • Jolly Arts & Craft Manufacturing Co Ltd., China
  • Tenis-Centrum Český Krumlov, Tschechien

Einzelnachweise

  1. Bericht zum 120-jährigen Jubeläum der Firma im Jahr 2008 (PDF-Datei; 112 kB)
  2. http://www.kirchdorfer.at
  3. Neueröffnung des Verwaltungsbaus im traditionsreichen Rundbau in der Feuerwerksanstalt in Wöllersdorf