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vom 07.09.2017, aktuelle Version,

Klaus Peter Rippe

Klaus Peter Rippe (* 1959 in Kassel) ist ein deutscher Philosoph und Hochschullehrer.

Klaus Peter Rippe

Leben

Rippe wuchs im nordhessischen Dorf Helsa auf, wo seine Eltern einen Tante-Emma-Laden betrieben.[1] Er studierte Philosophie, Geschichte und Ethnologie an der Georg-August-Universität Göttingen. Nach der Promotion 1989 mit einer Arbeit zum Thema „Grenzen und Geltung des ethischen Relativismus“ war er wissenschaftlicher Mitarbeiter an den Universitäten Saarbrücken, Mainz und Zürich. Er habilitierte sich 2002 an der Universität Zürich. Danach arbeitete er in der Schweiz bei einer Beratungsfirma, die ethische Gutachten erstellte.[2] 2008 nahm er einen Ruf auf eine Professur für Praktische Philosophie an der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe an. Mit seiner Frau lebt er weiterhin in Zürich.[3]

Klaus Peter Rippe ist Mitglied der „Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste“. Seit 2015 ist er Präsident der „Eidgenössischen Ethikkommission für die Biotechnologie im Ausserhumanbereich“. Dieses Amt hatte er bereits in den Jahren 2000–2011 inne. In seine Amtszeit fällt 2008 auch die Verleihung des Friedens-Ig-Nobelpreises an die Kommission für ihren Bericht «Würde der Kreatur bei Pflanzen – Die moralische Berücksichtigung von Pflanzen um ihrer selbst willen»

2016 wurde er zum Rektor der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe gewählt.[4][5]

Forschungsschwerpunkte

Rippe beschäftigt sich mit Fragen der Angewandten Ethik und veröffentlicht insbesondere zu Themen der Tier-, Wirtschafts-  und Risikoethik.[6]

Publikationen (Auswahl)

Monographien

  • Risiko und Ungewissheit bei der Entsorgung radioaktiver Materialien, Zürich: vdf Hochschulverlag, 2016. ISBN 978-3-7281-3750-0
  • Ethik in der Wirtschaft, Paderborn: mentis Verlag. 2010. ISBN 978-3-89785-686-8
  • Ethik im außerhumanen Bereich, Paderborn: mentis Verlag 2008. ISBN 978-3-89785-659-2
  • Gene patentieren. Eine ethische Analyse, Paderborn: mentis, 2002 (zus. mit Norbert Anwander, Andreas Bachmann & Peter Schaber). ISBN 978-3-89785-272-3
  • Menschenwürde vs. Würde der Kreatur. Begriffsklärung, Gentechnik, Ethikkommissionen, Freiburg: Alber, 1998, Zweite unveränderte Auflage 1999 (zus. mit Philipp Balzer & Peter Schaber). ISBN 978-3-495-47891-2
  • Ethischer Relativismus: Seine Grenzen, seine Geltung, Paderborn: Schöningh, 1993. ISBN 978-3-89785-021-7

Herausgeberschaft

  • Tierisch Menschlich. Beiträge zur Tierphilosophie und Tierethik, Erlangen: Harald Fischer Verlag, 2013 (Hrsg. zus. mit Urs Thurnherr). ISBN 978-3-89131-531-6
  • Ethik ohne Dogmen. Aufsätze für Günther Patzig, Paderborn: Mentis Verlag, 2001 (zus. mit Achim Stephan). ISBN 978-3-89785-195-5
  • Philosophie und Sex, München: Deutscher Taschenbuch Verlag, 2000 (zus. mit Philipp Balzer). ISBN 978-3-423-30728-4
  • Angewandte Ethik in der pluralistischen Gesellschaft, Fribourg: Freiburger Universitätsverlag, 1999. ISBN 978-3-7278-1175-3
  • Tugendethik, Stuttgart: Reclam, 1998, Reclam UB 9740 (Hrsg. zus. mit Peter Schaber). ISBN 978-3-15-009740-3.

Einzelnachweise

  1. Der Sonntag, 16. Juli 2017, S. 3.
  2. Der Sonntag, 16. Juli 2017, S. 3.
  3. Der Sonntag, 16. Juli 2017, S. 3.
  4. Kurzbiografie
  5. Pädagogische Hochschule Karlsruhe: Neue Hochschulleitung an der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe vollständig. Abgerufen am 5. Mai 2017.
  6. Entria