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vom 01.01.2016, aktuelle Version,

Kloster Marienfeld (Österreich)

Kloster Marienfeld

Kloster Marienfeld (lat. Abbatia Sanctæ Mariæ in Campo) ist eine Zisterzienserinnen-Abtei der Mehrerauer Kongregation in der Katastralgemeinde Maria Roggendorf in der Gemeinde Wullersdorf in Niederösterreich.

Geschichte

Grabstätte von Hans Hermann Kardinal Groër

Der damalige Wallfahrtsdirektor von Maria Roggendorf und spätere Wiener Erzbischof Hans Hermann Groër OSB erreichte 1974 die Gründung des Klosters Marienfeld bei Hollabrunn mit Unterstützung der Abtei Mariastern-Gwiggen, das als Mutterkloster die ersten acht Schwestern nach Marienfeld entsandte. Am 12. Mai 1974 weihte der damalige Generalabt des Zisterzienserordens, Dr. Sighard Kleiner OCist das Gründungskreuz, das am 28. Mai auf dem Bauplatz aufgerichtet wurde. Der Grundstein wurde im September 1975 gelegt. Der damalige Wiener Erzbischof Franz Kardinal König weihte Kirche und Kloster am 14. November 1982 und die acht Gründungsschwestern aus Mariastern-Gwiggen nahmen das Leben in Marienfeld auf. Vor dem Kloster befindet sich das Grab des 2003 verstorbenen Gründers Hans Hermann Kardinal Groër.

Architektur

Den Bauplatz, ein vier Hektar großes Areal, auf freiem Feld etwas südwestlich von Maria Roggendorf stellte das Stift Melk zur Verfügung. 1979 wurde es mit einem quadratischen Windschutz aus Bäumen bepflanzt. Der Klosterbau wurde von 1976 bis 1982 nach Plänen des Architekten Walter Hildebrand aus Wien erbaut. Der Klosterbau ist ringförmig mit einem runden Innenhof und hat westlich und östlich zwei Flügelbauten. Der östliche Flügelbau ist die Klosterkirche.[1]

Konvent

Marienfeld wurde 1982 abhängiges Priorat der Abtei Mariastern-Gwiggen, 1991 selbständiges Konventualpriorat und konnte damit eigenständig Novizinnen aufnehmen. Im Jahre wurde das Kloster Marienfeld zur Abtei erhoben. Die Gründungspriorin, Sr. Benedicta Deninger OCist, wurde als Äbtissin benediziert. Am 21. Mai 2014 wurde Sr. Maria Hedwig Pauer zur zweiten Äbtissin von Marienfeld gewählt. Die Abtei gehört wie das Mutterkloster zur Mehrerauer Kongregation der Zisterzienser. Die Haupterwerbsquelle der Schwestern ist die Paramentenwerkstätte. Daneben arbeiten die Nonnen in der Gästebetreuung, dem Gemüse- und Obstanbau und der Kirchenwäscherei für einige Pfarrgemeinden der Umgebung. Mittlerweile besteht der Konvent aus achtzehn Schwestern.

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Einzelnachweise

  1. Marienfeld (Zisterzienserinnen) ORDEN online