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vom 26.06.2017, aktuelle Version,

Kommunalkredit Austria

  Kommunalkredit Austria AG
Staat Osterreich Österreich
Sitz Wien
Rechtsform Aktiengesellschaft
Bankleitzahl 19660[1]
BIC INVOATWWXXX[1]
Gründung 2015 (hervorgehend aus der 1958 gegründeten „Österreichische Kommunalkredit Aktiengesellschaft zur Aufschließung von Industriegelände“)
Website www.kommunalkredit.at
Geschäftsdaten 2016
Bilanzsumme per 31.12.2016: 3,8 Mrd. Euro
Mitarbeiter per 31.12.2015: 289
Geschäftsstellen Wien, Frankfurt
Leitung
Vorstand Alois Steinbichler (Vors.)
Jörn Engelmann
Wolfgang Meister
Bernd Fislage
Aufsichtsrat Patrick Bettscheider (Vors.)
ehemaliges Logo

Die Kommunalkredit Austria AG ist eine Spezialbank im Infrastrukturprojektgeschäft[2] mit Sitz in Wien, Österreich. Die Bank konzentriert sich auf Projekte in den Bereichen Soziale Infrastruktur (Pflegeheime, Gesundheits- und Bildungseinrichtungen, Verwaltungsgebäude), Verkehr (Nahverkehrskonzepte, Straße, Schiene) und Energie & Umwelt (nachhaltige Energieträger). Hauptzielmärkte sind Österreich und weitere Länder in Kerneuropa.

2016 arbeiteten rund 300 Mitarbeiter im Unternehmen. Der Hauptsitz ist Wien, eine Zweigstelle befindet sich in Frankfurt am Main, Deutschland. Die Kommunalkredit steht seit Herbst 2015 zu 99,78 % im Eigentum der Gesona Beteiligungsverwaltung GmbH; 0,22 % hält der Österreichische Gemeindebund.

Geschichte

1958 wurde die „Österreichische Kommunalkredit Aktiengesellschaft zur Aufschließung von Industriegelände“ von den Initiatoren Bruno Kreisky (Staatssekretär im Bundesministerium für auswärtige Angelegenheiten) und Hermann Withalm (Staatssekretär im Bundesministerium für Finanzen) gegründet. Ziel war die Unterstützung von Investitionsvorhaben mit besonders hohem arbeitsmarktpolitischem Effekt. 1984 erfolgte die Umbenennung in „Österreichische Kommunalkredit Aktiengesellschaft“ mit Fokus auf die Förderung von Umweltschutzinvestitionen. Mit Inkrafttreten des Umweltförderungsgesetzes im Jahr 1993 wurde die Kommunalkredit mit dem Management der Umweltförderungen der Republik Österreich und des Umwelt- und Wasserwirtschaftsfonds betraut. Über ihre Tochtergesellschaft Kommunalkredit Public Consulting GmbH betreute sie die Abwicklung öffentlicher Förderungsprogramme sowie die Durchführung nationaler und internationaler Beratungsprojekte in den Bereichen Umweltförderung, Siedlungswasserwirtschaft und Altlasten. Zudem wickelte die Fördertochter unter anderem das Österreichische JI/CDM-Programm ab (Ankauf von Emissionsreduktionseinheiten zur Erreichung des österreichischen Kyoto-Ziels). 1998 erfolgte die Änderung des Firmennamens auf „Kommunalkredit Austria AG“.

Durch den Zusammenbruch des Interbankengeschäftes im Zuge der Finanzkrise 2007/2008 drohte der Kommunalkredit im Herbst 2008 die Zahlungsunfähigkeit. Nachdem die zu diesem Zeitpunkt achtgrößte Bank Österreichs über keine Filialen und keine Privatkundeneinlagen verfügt, wurde im November 2008 Staatshilfe in Anspruch genommen. Die Republik Österreich unterzeichnetete am 3. November 2008 einen Kaufvertrag zum Erwerb der Anteile der Aktionäre Österreichische Volksbanken-AG, Wien, und Dexia Crédit Local, Paris. Im Herbst 2015 wurde die Kommunalkredit wieder privatisiert[3].

Beteiligungen

Die Kommunalkredit hält 90 % an der Kommunalkredit Public Consulting (KPC). Die KPC entwickelt, implementiert und managt Förderungsprogramme der öffentlichen Hand im Umwelt- und Energiebereich.

Die Kommunalnet E-Government Solutions GmbH (Kommunalnet), eine 45-%-Beteiligung der Kommunalkredit, ist elektronisches Arbeits- und Informationsportal sowie soziales Netzwerk der österreichischen Gemeinden. Per 31. Dezember 2016 hatte Kommunalnet 13.733 registrierte Nutzer, insbesondere Bürgermeister, Amtsleiter und Finanzdirektoren aus rund 2.000 österreichischen Gemeinden und Gemeindeverbänden.

Belege

  1. 1 2 Abfrage für BLZ 19660. In: SEPA-Zahlungsverkehrs-Verzeichnis der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB). (Neuladen des Browsers erforderlich.)
  2. Wiener Zeitung Online: Kommunalkredit will von Investitionsstau profitieren - Wiener Zeitung Online. In: Wirtschaft Österreich - Wiener Zeitung Online. (wienerzeitung.at [abgerufen am 14. Juni 2017]).
  3. Oberösterreichische Nachrichten: Neue Kommunalkredit fährt ihren Betrieb wieder hoch. (nachrichten.at [abgerufen am 14. Juni 2017]).