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vom 07.05.2018, aktuelle Version,

Kommunalkredit Austria

  Kommunalkredit Austria AG
Staat Osterreich  Österreich
Sitz Wien
Rechtsform Aktiengesellschaft
Bankleitzahl 19660[1]
BIC INVOATWWXXX[1]
Gründung 2015 (hervorgehend aus der 1958 gegründeten „Österreichische Kommunalkredit Aktiengesellschaft zur Aufschließung von Industriegelände“)
Website www.kommunalkredit.at
Geschäftsdaten 2017
Bilanzsumme per 31.12.2017: 3,7 Mrd. Euro
Mitarbeiter per 31.12.2017: 284
Geschäftsstellen Wien, Frankfurt
Leitung
Vorstand Alois Steinbichler (CEO)
Bernd Fislage (Co-CEO)
Jörn Engelmann (CRO)
Aufsichtsrat Patrick Bettscheider (Vors.)

Die Kommunalkredit Austria AG (Kommunalkredit) ist eine Spezialbank für Infrastrukturfinanzierungen in Europa. Sie bietet Beratung, Strukturierung und Finanzierung von Fremdkapital und Nachrangkapital über den gesamten Lebenszyklus eines Infrastrukturprojekts hinweg an. Dabei konzentriert sie sich vor allem auf die Segmente Energie & Umwelt, Soziale Infrastruktur & Kommunikationstechnologie sowie Verkehr. Die Kommunalkredit Gruppe beschäftigt rund 300 Mitarbeiter. Der Hauptsitz ist in Wien, Österreich. Eine Niederlassung befindet sich in Frankfurt am Main, Deutschland.

Im Geschäftsjahr 2017 erwirtschaftete die Kommunalkredit einen Jahresüberschuss nach Steuern von EUR 18,1 Mio. Sie war an 26 Infrastrukturprojekten in 13 Ländern mit einem Finanzierungsvolumen von insgesamt rund EUR 635 Mio. beteiligt. Dazu gehörten die Refinanzierung eines Bauabschnitts der Autobahn A2 in Polen, die Finanzierung der A21, einer Schattenmautstraße in Spanien, sowie die Transaktion für die Greenfield-Autobahn Superstrada Pedemontana Veneta in Italien. Überdies war die Bank auch bei der Finanzierung der Gipuzkoa Waste-to-Energy-Anlage in Spanien und der Cory Riverside Waste-to-Energy-Anlage in Großbritannien involviert. Zu den weiteren Transaktionen zählen unter anderem ein Krankenhaus in Großbritannien, Pflegeheime in Deutschland sowie Solaranlagen und Windparks in Frankreich, Deutschland, Italien, Spanien und Großbritannien.

Die Kommunalkredit steht zu 99,78 % im Eigentum der Gesona Beteiligungsverwaltung GmbH; 0,22 % hält der Österreichische Gemeindebund.

ehemaliges Logo

Geschichte

1958 wurde die „Österreichische Kommunalkredit Aktiengesellschaft zur Aufschließung von Industriegelände“ von den Initiatoren Bruno Kreisky (Staatssekretär im Bundesministerium für auswärtige Angelegenheiten) und Hermann Withalm (Staatssekretär im Bundesministerium für Finanzen) gegründet. Ziel war die Unterstützung von Investitionsvorhaben mit besonders hohem arbeitsmarktpolitischem Effekt. 1984 erfolgte die Umbenennung in „Österreichische Kommunalkredit Aktiengesellschaft“ mit Fokus auf die Förderung von Umweltschutzinvestitionen. Mit Inkrafttreten des Umweltförderungsgesetzes im Jahr 1993 wurde die Kommunalkredit mit dem Management der Umweltförderungen der Republik Österreich und des Umwelt- und Wasserwirtschaftsfonds betraut. Über ihre Tochtergesellschaft Kommunalkredit Public Consulting GmbH betreute sie die Abwicklung öffentlicher Förderungsprogramme sowie die Durchführung nationaler und internationaler Beratungsprojekte in den Bereichen Umweltförderung, Siedlungswasserwirtschaft und Altlasten. Zudem wickelte die Fördertochter unter anderem das Österreichische JI/CDM-Programm ab (Ankauf von Emissionsreduktionseinheiten zur Erreichung des österreichischen Kyoto-Ziels). 1998 erfolgte die Änderung des Firmennamens auf „Kommunalkredit Austria AG“.

Durch den Zusammenbruch des Interbankengeschäftes im Zuge der Finanzkrise 2007/2008 drohte der Kommunalkredit im Herbst 2008 die Zahlungsunfähigkeit und daher musste die Bank Staatshilfe in Anspruch nehmen. Die Republik Österreich unterzeichnete am 3. November 2008 einen Kaufvertrag zum Erwerb der Anteile der Aktionäre Österreichische Volksbanken-AG, Wien, und Dexia Crédit Local, Paris. Im Herbst 2015 wurde die Kommunalkredit wieder privatisiert[2].

Beteiligungen

Die Kommunalkredit hält 90 % an der Kommunalkredit Public Consulting (KPC). Die KPC entwickelt, implementiert und managt Förderungsprogramme der öffentlichen Hand im Umwelt- und Energiebereich. Im Geschäftsjahr 2017 beurteilte sie mehr als 88.000 Umwelt- und Klimaschutzprojekte, denen insgesamt ein Investitionsvolumen von fast EUR 2.227 Mio. zugrunde lag.

Die Kommunalnet E-Government Solutions GmbH (Kommunalnet), eine 45-%-Beteiligung der Kommunalkredit, ist elektronisches Arbeits- und Informationsportal sowie soziales Netzwerk der österreichischen Gemeinden. Mit Ende Dezember 2017 hatte Kommunalnet 13.422 registrierte Nutzer aus 2.052 österreichischen Gemeinden und Gemeindeverbänden. Damit verfügt Kommunalnet über einen außerordentlich hohen Marktanteil im Gemeindebereich von 95,8 % und somit über eine einzigartige Stellung im österreichischen Markt.

Belege

  1. 1 2 Abfrage für BLZ 19660. In: SEPA-Zahlungsverkehrs-Verzeichnis der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB). (Neuladen des Browsers erforderlich.)
  2. Oberösterreichische Nachrichten: Neue Kommunalkredit fährt ihren Betrieb wieder hoch. (nachrichten.at [abgerufen am 14. Juni 2017]).