unbekannter Gast
vom 08.09.2015, aktuelle Version,

Konrad von Rodank

Konrad von Rodank (* 1140; † 14. Oktober 1216 in Brixen) war Bischof von Brixen.

Konrad von Rodank entstammte einem Brixener Ministerialengeschlecht, dessen Stammburg in Rodeneck steht, der Vater war Dompropst in Brixen. Konrad studierte an der Brixner Domschule und wurde 1173 Kanoniker, 1178 Chorherr in Neustift und später Propst. Nach einem Brand ließ er Stift und Kirche wiederaufbauen und errichtete ein Hospiz für Kranke und Pilger. 1197 wurde er Propst in Gurk und als Nachfolger des nach Salzburg transferierten Eberhard von Regensberg zum Bischof von Brixen gewählt.

Er war zuerst Parteigänger Philipps von Schwaben, nach dessen Ermordung von Otto IV., mit dem er 1209 nach Rom zog. Von Graf Albert von Tirol erhielt er Schloss Summersberg.

Konrad von Rodank stiftete und weihte zahlreiche Kirchen in seinem Bistum, so 1201 die Stiftskirche in Wilten oder 1205 das Hospital in Klausen.

Am 14. Oktober 1216 verunglückte er tödlich in der Frauenkirche am Kreuzgang. Er zählte zu den bedeutendsten Brixner Bischöfen.

Literatur

  • Erwin Gatz: Die Bischöfe des Heiligen Römischen Reiches 1198 bis 1448. Berlin 2001
  Commons: Konrad von Rodank  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Vorgänger Amt Nachfolger
Eberhard von Regensberg Bischof von Brixen
1200–1216
Bertold von Neifen