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vom 30.06.2017, aktuelle Version,

Kronprinz-Rudolf-Warte

Kronprinz-Rudolf-Warte (Rudolfswarte, Kronprinz Rudolph-Gloriette)

Die Kronprinz-Rudolf-Warte

Daten
Ort Graz, Steiermark
Baumeister J. G. Wolf
Bauherr Steirischer Gebirgsverein
Baujahr 1879
Höhe 11 m
Koordinaten 47° 2′ 17″ N, 15° 22′ 29″ O
Besonderheiten
Warte urspr. 1840 erbaut

Die Kronprinz-Rudolf-Warte – in Kurzform als Rudolfswarte bezeichnet – ist ein Aussichtsturm im südwestlichen Teil der steirischen Landeshauptstadt Graz. Sie steht auf dem Buchkogel, einem 656 m ü. A. hohen Nebenberg des Plabutsch.

Lage und Landschaft

w1

Buchkogel

f1

Höhe 656 m ü. A.
Lage Steiermark, Österreich
Gebirge Plabutsch-Buchkogel-Zug, Grazer Bergland, Lavanttaler Alpen
Koordinaten 47° 2′ 19″ N, 15° 22′ 28″ O
Besonderheiten Stadtberg von Graz, Kronprinz-Rudolf-Warte

Die Stadt Graz wird im Westen vom Plabutsch-Buchkogel-Höhenzug begrenzt. Der Buchkogel liegt im südlichen Teil dieses Höhenzugs. Er erhebt sich etwa 300 Meter über dem Stadtteil Webling. Südöstlich liegt Mantscha (Gemeinde Hitzendorf).

Die Kronprinz-Rudolf-Warte befindet sich direkt auf dem Buchkogel-Gipfel. Die Aussicht von der Plattform der Warte bietet einen Überblick über das Grazer Stadtgebiet, speziell über den südwestlichen Teil der Stadt mit den Bezirken Eggenberg, Straßgang und Wetzelsdorf.

Am Nordausläufer, mit dem Buchkogelsattel weniger als Sattel, als als Landmarke eines alten Höhenwegs, der den Kamm quert, liegen über Krottendorf der Kirchberg St. Johann und Paul (562 m ü. A.) und der Ölberg (559 m ü. A.) bei der Schießanlage Feliferhof. Am Ostsporn liegt das Schloss St. Martin. Südlich liegt nach der Einsattelung von Mantscha (Bildföhre, ca. 590 m) der Bockkogel (539 m).

Über den Berg mit seinen Kirchen verläuft der Mariazellerweg (Österreichischer Weitwanderweg 06). Unter dem Berg verläuft noch der Plabutschtunnel.

Geschichte und Gestaltung

Die Warte am Buchkogel wurde ursprünglich im Jahre 1840 aus Stein und Holz gebaut. Sie hatte eine achteckige Form und erinnerte an einen Pavillon mit 8 Säulen, der auf einem Sockel stand.

Im Jahre 1879 wurde die Warte vom steirischen Gebirgsverein zu Ehren von Kronprinz Rudolf, Sohn von Kaiser Franz Joseph I., neu errichtet und erhielt den Namen Kronprinz Rudolph-Gloriette.[1] Ausgeführt wurde der Bau von Stadtbaumeister J. G. Wolf.[1] Der Sockel des 11 m hohen Aussichtsturms ist aus Bruchsteinen gemauert und besitzt an drei Seiten Torbögen, die den Zugang zur Warte ermöglichen. Auf die runde Aussichtsplattform an der Spitze der Warte führt eine Wendeltreppe aus Eisen.

Seit 1956 gehört der Buchkogel zum Landschaftsschutzgebiet Westliches Berg- und Hügelland von Graz.

In den Siebzigerjahren drohte der Warte das Ende, da der damalige Grundbesitzer, das Stift Admont und die Stadt Graz, sich nicht einig waren, wer für die Renovierungskosten aufkommen solle. Die Stadt Graz stellte darauf hin einen Abbruchbescheid aus. 1975 gründete der Österreichische Alpenverein unter Präsident Hans Schnell eine Interessengemeinschaft und kam für die Instandsetzung der Warte durch die Sektion Graz des österreichischen Alpenvereins, dem FVV-Straßgang und der Berg- und Naturwacht Graz, auf.[2]

1995 wurde die Warte erneut nachgebessert.

Im März 2015 wurde die Warte wegen Sicherheitsmängeln gesperrt und war bis auf Weiteres nicht mehr zugänglich.[3] Ab Mai 2016 wurde der Aufgang zur Warte erneuert, im April 2017 fertiggestellt und wieder für die Öffentlichkeit freigegeben.

Literatur

  • Renate Kniely: Aussichtswarten um Graz. In: Historisches Jahrbuch der Stadt Graz. Band 38/39. Graz 2009. S. 425–429 (ganzer Artikel S. 413–457).

Einzelnachweise

  1. 1 2 Rudolfswarte, auf graz.at → Tourismus und Freizeit → Naherholung, abgerufen 20. September 2016.
  2. Die Rudolfswarte ist 130 Jahre alt. IN: ÖVP Graz: Bezirkstrommler 122 (ganzes Heft, pdf, auf grazervp.at).
  3. Rudolfswarte am Buchkogel gesperrt. In: Kleine Zeitung, 8. März 2015.