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vom 30.11.2015, aktuelle Version,

Kumenberg

Kumenberg

f1

Höhe 285 m ü. A.
Lage Niederösterreich, Österreich
Gebirge Wienerwald
Koordinaten 48° 19′ 11″ N, 16° 12′ 42″ O
Kumenberg (Niederösterreich)
Kumenberg

Typ Ausläufer
Besonderheiten bronzezeitliche Siedlungsfunde

Der Kumenberg ist kein eigenständiger Berg, sondern ein (nordwestlicher) Felssporn des Wienerwald-Gebirges, der unmittelbar an den Osten der niederösterreichischen Marktgemeinde St. Andrä-Wördern angrenzt und damit wohl der nordwestlichste „Ausläufer“ des Wienerwald-Gebirges ist.

Der Kumenberg ist vom restlichen Gebirgszug durch einen Halsgraben getrennt, der in Nord-Süd-Richtung verläuft und ca. 40 Meter breit und 3–4 Meter tief ist. Auf dem Kumenberg befindet sich eine Anlage von unregelmäßiger viereckiger Form, die ca. 80 × 50 Meter misst[1] und wohl ein künstlich eingeebnetes Plateau darstellt. Hier finden sich Spuren einer Befestigung bzw. einer befestigten Höhensiedlung aus der Frühbronzezeit oder Mittleren Bronzezeit (vermutlich der Věteřov-Kultur (Böheimkirchner-Gruppe) zuzuordnen) und auch Funde aus der Urnenfelderkultur.[2]

Mutmaßlich 803 hat Karl der Große bei einer Schlacht am Kumenberg die Awaren „vernichtend geschlagen“.[3]

In unmittelbarer Nähe zum Kumenberg finden sich auch die Burgställe St. Andrä II und St. Andrä III.[4]

Einzelnachweise

  1. Gerhard Trnka. Frühbronzezeitliche Wehranlagen in Österreich (PDF-Datei; 526 kB)
  2. Österreich-Lexikon – Sankt Andrä-Wördern
  3. Awaren in Peter Schels Mittelalter-Lexikon
  4. Niederösterreich Atlas / 'Burgen und Schlösser'