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vom 16.01.2018, aktuelle Version,

Kuno Thassilo von Auer

Kuno Thassilo von Auer (* 28. Juli 1818 in Königsberg; † 24. Dezember 1895 ebenda) war ein preußischer Generalmajor.

Leben

Herkunft

Kuno Thassilo entstammte dem Adelsgeschlecht von Auer. Er war der Sohn des späteren preußischen Generalmajors Kasimir von Auer (1788–1837) und dessen Ehefrau Friederike Leopoldine Ferdinande von Kleist (* 16. Oktober 1792 in Perlin; † 17. November 1876 in Königsberg).

Militärkarriere

Auer besuchte das Gymnasium seiner Heimatstadt und trat am 1. September 1835 als Musketier in das 3. Infanterieregiment der Preußischen Armee ein. 1855 wurde er Hauptmann und im Jahr darauf Adjutant beim Chef des Generalstabes. Auer machte 1864 den Feldzug gegen Dänemark mit und wurde am 18. April 1865 als Oberstleutnant Kommandeur des I. Bataillons des Infanterieregiments Nr. 18. Im Krieg gegen Österreich kämpfte Auer bei Gitschin und Königgrätz. Nach Kriegsende wurde Auer am 31. Dezember 1866 mit Patent vom 30. Oktober 1866 zum Oberst befördert und mit diesem Datum zum Kommandeur des Grenadierregiments Nr. 1 ernannt. 1868 in das Preußische Kriegsministerium versetzt, wurde Auer am 18. August 1868 mit Pension zur Disposition gestellt, um das Majorat Goldschmiede im Kreis Samland zu bewirtschaften.

Bei der Mobilmachung anlässlich des Deutsch-Französischen Krieges wurde Auer am 18. Juli 1870 zum stellvertretenden Kommandeur der 1. Infanterie-Brigade ernannt. Von dieser Stellung wurde er am 27. Juli 1871 unter Verleihung des Roten Adlerordens III. Klasse mit Schleife entbunden. Auer erhielt am 10. Februar 1872 den Charakter als Generalmajor[1] und in Würdigung seiner langjährigen Verdienste am 9. September 1879 den Kronen-Orden II. Klasse mit Stern und Schwertern sowie am 17. September 1887 das Kreuz der Komture des Königlichen Hausordens von Hohenzollern.

Als Mitglied der Konservativen Partei nahm er an der Politik Anteil. Er engagierte sich in der Altertumsgesellschaft Prussia und war viele Jahre Obervorsteher der Königshalle.

Familie

Auer war seit dem 7. November 1849 mit Charlotte Viktoria Angela Agnes von Plocki aus dem Hause Scharnigk (* 24. Januar 1831 in Königsberg; † 22. April 1907 in Rudolstadt) verheiratet. Sie war die Tochter von Franz Felix Kajetan von Plocki (* 30. August 1795; † 7. Juni 1784) und dessen erster Frau Charlotte Philippine Maria von Hatten (* 24. April 1801; † 24. November 1831).[2] Das Paar hatte folgende Kinder:

  • Maria Magdalena (* 16. Juni 1851) ∞ 1874 Franz Adolph von Porembsky (* 1841; † 1907), preußischer Generalleutnant
  • Georg Kasimir (* 16. Mai 1855) ∞ 1884 Gertrude Dorothea Mathilde von Kalkstein (* 7. März 1854)
  • Antonius Dietrich (* 28. Oktober 1860; † 1923), Hauptmann im 3. Ostasiatischen Infanterie-Regiment, starb als Major, war um 1910 Gouverneur der Ritterakademie
  • Friedrich Wilhelm (* 18. Oktober 1864 in Berlin; † 3. Januar 1918 bei Origny), preußischer Generalmajor, zuletzt Kommandeur der 103. Division ∞ Anna Maria Charlotte von Werder (* 7. Mai 1869)

Literatur

Einzelnachweise

  1. Robert Albinus: Königsberg Lexikon. Würzburg 2002. ISBN 3-88189-441-1.
  2. Zeitschrift für die Geschichte und Altertumskunde Ermlands. Band 15. Teil 2. S. 766. Stammbaum der Familie Plocki