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vom 31.03.2020, aktuelle Version,

Kunsthandel Widder

Kunsthandel Widder in der Johannesgasse

Der Kunsthandel Widder ist eine Galerie in der Wiener Innenstadt, die auf österreichische und deutsche Kunst des 20. Jahrhunderts spezialisiert ist. Schwerpunkt ist die Kunst der Zwischenkriegszeit und der Klassischen Moderne.

Geschichte

Der Kunsthandel Widder wurde im Jahr 2000 von Roland Widder gemeinsam mit seiner Schwester gegründet. Die Leidenschaft für die Kunst wurde den Geschwistern in die Wiege gelegt. Bereits seit den 1970er Jahren beschäftigte sich ihre Mutter mit dem An- und Verkauf österreichischer Kunst der Klassischen Moderne. Die Neugründung der Firma brachte den Umzug nach Wien mit sich. Seit 2011 führt Roland Widder den Kunsthandel als alleiniger geschäftsführender Gesellschafter. Im Jahr 2014 wurde die Galerie um einen weiteren Verkaufs- und Ausstellungsraum in der Johannesgasse erweitert.

Galerieprogramm

Mit den ersten Ausstellungen und Publikationen kristallisierte sich der Fokus der Galerie auf „vergessene“ Künstler der 1920er und 1930er Jahre heraus. 1999 half Claudia Widder mit, eine Retrospektive in der neuen Galerie der Stadt Linz zu organisieren, in dem sie Leihgaben akquirierte und Katalogtexte schrieb. Im Jahr 2000 widmete der neu gegründete Kunsthandel Widder seine erste Veröffentlichung dem Tiroler Maler Herbert Gurschner, dessen Nachlass er in den Vereinigten Staaten und Großbritannien aufspürte und seither vertritt. Es folgten Aufarbeitungen des Werkes von Erich Schmid, Theodor Alescha, Georg Ehrlich und Hermann Serient.

Eine besondere Entdeckung des Kunsthandels Widder war der Nachlass des Künstlers Karl Hauk, der in mehreren Ausstellungen und Katalogen zum ersten Mal 2008 und ein weiteres Mal 2016 entsprechend gewürdigt wurde. Im Jahr 2010 veröffentlichte die Galerie eine Publikation mit Arbeiten von Willy Eisenschitz, der 1912 nach Frankreich zog. Im selben Jahr erschien ein Katalog mit Werken aus dem Nachlass der Malerin Trude Waehner, die 1938 nach New York emigrieren musste. Seit 2017 verwaltet der Kunsthandel Widder auch den Nachlass des Künstlers Carry Hauser, der 2018 in einem umfangreichen Katalog und einer Ausstellung präsentiert wurde. Den Publikationen und Ausstellungen gehen Recherchen, Reisen und eine Vertiefung in Leben und Werk der jeweiligen Künstler voraus. Dabei spielt der Kontakt zu Nachkommen und ehemaligen Freunden sowie Bekannten der Künstler eine große Rolle.

Neben der Klassischen Moderne widmet sich der Kunsthandel Widder auch zeitgenössischen Positionen. Im Jahr 2005 erschien eine Monografie über den österreichischen Künstler Hermann Serient, weitere Publikationen und Ausstellungen folgten. 2009 erfolgte eine Ausstellung mit Begleitkatalog über den Kärntner Künstler Giselbert Hoke. Seit 2012 erschienen auch zwei Kataloge mit Arbeiten des in Frankreich lebenden Künstlers Gottfried Salzmann. Im Jahr 2015 präsentierte der Kunsthandel Widder eine Ausstellung mit Werken von Manfred Jürschik, die ebenfalls von einer Publikation begleitet wurde.

Seit den 2000er Jahren beschäftigt sich der Kunsthandel Widder auch mit der deutschen Kunst der Zwischenkriegszeit. Im Jahr 2017 erschien die erste Publikation mit Werken deutscher Künstler, die im gleichen Jahr auf der Kunstmesse Art Karlsruhe präsentiert wurden. Dabei ist es der Galerie ein Anliegen, den Blick von der österreichischen Kunst der 1920er und 1930er Jahre auf das Nachbarland Deutschland zu werfen. Der erweiterte Blickwinkel auf Künstler wie Hans Spiegel, Josef Eberz, Gottfried Graf oder George Grosz ermöglicht es, die heimischen Positionen in ein größeres Umfeld einzubetten, Bezüge und Parallelen herzustellen.

Mit der Vertiefung des Schwerpunkts auf die österreichische Kunst der Zwischenkriegszeit und der Spezialisierung auf einzelne Künstler ist auch die Mitarbeiterzahl angewachsen. Jeweils m Herbst erscheint ein Verkaufskatalog mit Kunstwerken und Begleittexten. Die Tätigkeit der Galerie umfasst neben der Recherche und Herausgabe von Publikationen, der Organisation von Ausstellungen und der Teilnahme an Messen auch die Pflege und Betreuung einzelner Künstlernachlässe sowie die Präsentation der Künstler und der Künstlervereinigung Hagenbund im Internet.

Messeteilnahmen

Der Kunsthandel Widder nimmt an den Kunstmessen Art & Antique in der Wiener Hofburg, der Wikam im Palais Ferstel und im Palais Niederösterreich, der Wikam im Schloss Laxenburg, der Art Austria und der Art Karlsruhe teil.

Leihgaben an Museen

Der Kunsthandel Widder stellte Leihgaben für Museen zur Verfügung und arbeitet mit dem Belvedere, dem Leopold Museum, dem Wien Museum, dem Jüdischen Museum der Stadt Wien, dem Rupertinum in Salzburg, dem Oberösterreichischen Landesmuseum, dem Museum Schloss Bruck, dem Lentos Museum und dem Stadtmuseum Innsbruck zusammen.

Innenansicht der Galerie in der Johannesgasse

Publikationen