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vom 28.09.2017, aktuelle Version,

Kurt Heller (Jurist)

Kurt Heller als Verfassungsrichter im Talar (2003)

Kurt Heller (* 16. August 1939) ist ein österreichischer Jurist und ehemaliger Verfassungsrichter. Er war von 1979 bis 2009 Mitglied des österreichischen Verfassungsgerichtshofs.

Werdegang

Kurt Heller absolvierte das Studium der Rechtswissenschaften an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Wien und wurde dort im Jahr 1961 zum Doktor der Rechte promoviert. 1962 schloss sich an das Studium das Absolvieren der Gerichtspraxis an, 1963 wurde Heller Rechtsanwaltsanwärter. Im Jahr 1968 legte Kurt Heller schließlich die Rechtsanwaltsprüfung ab und wurde in der Folge Strafverteidiger und selbständiger Rechtsanwalt.

Später gründete er gemeinsam mit Kollegen die Kanzlei Heller, Löber, Bahn und Partner in Wien, ehe diese 2002 durch eine Fusion mit einer deutschen und englischen Kanzlei zur Kanzlei Freshfields, Bruckhaus, Deringer wurde, an der Heller ebenfalls als Partner beteiligt war. Von 1984 bis 2004 war er weiters Präsidiumsmitglied des Internationalen Schiedsgerichts Wien. Ab 2001 war er daher auch als Honorarprofessor an der Universität Linz mit der Lehrbefugnis für vergleichendes öffentliches Recht und internationale Schiedsgerichtsbarkeit tätig.

Mit 23. Februar 1979 wurde Kurt Heller als Nachfolger von Wilhelm Rosenzweig vom Bundesrat vorgeschlagenes Mitglied des Verfassungsgerichtshof. Er gehörte dem Höchstgericht mehr als dreißig Jahre lang an und war in dieser Zeit von 2003 bis 2009 auch einer der ständigen Referenten des Gerichtshofs. Am 31. Dezember 2009 schied Kurt Heller mit Erreichen der verfassungsmäßig vorgesehenen Altersgrenze aus dem Verfassungsgerichtshof aus.[1]

Kulturell engagiert sich Kurt Heller besonders für die Erhaltung von Venedig. Er ist Gründer des österreichischen Komitees „Venedig lebt“, das sich zum Ziel gesetzt hat, „die Schaffung, Förderung und Vertiefung kultureller Beziehungen österreichischer Staatsbürger und österreichischer Institutionen zur Stadt Venedig, ihren Einwohnern und ihren Institutionen, im besonderen die Unterstützung bei der Erhaltung und Restaurierung der Kunstschätze Venedigs“ zu fördern.[2]

Literatur

  Commons: Kurt Heller  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Verjüngungskur für den VfGH. In: Wiener Zeitung. 21. September 2009, abgerufen am 15. Juli 2016.
  2. http://www.venedig-lebt.at/. Abgerufen am 15. Juli 2016.