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vom 07.10.2018, aktuelle Version,

Kurt Junek

Kurt Junek (* 31. Juli 1934 in Wien; † um 1992[1]) war ein österreichischer Kameramann und Fernsehregisseur.

Leben und Werk

Der Sohn des Filmtechnikers Hans Junek hatte nach dem Abschluss des Realgymnasiums (Matura) eine fotografische Ausbildung an Wiens Graphischer Lehr- und Versuchsanstalt erhalten. Anschließend durchlief er mehrere untergeordnete Tätigkeiten bei diversen Filmgesellschaften und Kopieranstalten. Erste praktische Erfahrungen sammelte Junek ab 1955 als Kameraassistent, unter anderem von Bruno Mondi beim zweiten Sissi-Film Sissi – Die junge Kaiserin.

Junek blieb bis 1965 als Kameraassistent beim Kinofilm tätig, zuletzt überwiegend für die Sascha-Filmproduktions-GmbH. Sein Einstand als Chefkameramann für das Kino war 1968 der vielbeachtete Experimentalfilm Moos auf den Steinen, der als Erstlingswerk des Neuen Österreichischen Films gilt. Bereits mit Beginn der 1970er Jahre arbeitete Junek ausschließlich für das deutsche und österreichische Fernsehen. Nebenbei führte er auch regelmäßig TV-Regie, so in den 1980er Jahren bei einer Reihe von Kriminalfilmen der Reihe Tatort.

Junek war auch als Filmfunktionär tätig, 1980 wurde er Obmann der Austrian Association of Cinematographers (AAC), 1984 folgte ihm Kurt Brazda in dieser Funktion nach.[2][3] Junek war mit der Schauspielerin Ulli Fessl verheiratet.[1] Er sollte ursprünglich beim Kaisermühlen-Blues von Drehbuchautor Ernst Hinterberger Regie führen, starb allerdings vor der Realisierung.[4]

Filmografie

Als Kameramann
Als Regisseur

Einzelnachweise

  1. 1 2 Ulli Fessl: „Machen und genießen“. Artikel vom 14. April 2017, abgerufen am 5. August 2018.
  2. Chronik des AAC. Abgerufen am 5. August 2018.
  3. Austrian Association of Cinematographers: In Memoriam Kurt Junek. Abgerufen am 5. August 2018.
  4. Interview Ernst Hinterberger. Abgerufen am 5. August 2018.