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vom 27.04.2017, aktuelle Version,

LKH-Universitätsklinikum Graz

Vorlage:Coordinate/Wartung/Krankenhaus

Landeskrankenhaus-Universitätsklinikum Graz
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Trägerschaft KAGes
Ort III. Geidorf, Graz
Bundesland Steiermark
Staat Österreich
Ärztlicher Direktor Univ.-Prof. Dr. Gernot Brunner
Versorgungsstufe Krankenhaus der Maximalversorgung
Betten 1.536 (159 Intensivstation)
Mitarbeiter ca. 7.700
davon Ärzte 1.444
Fachgebiete alle (Universitätsklinikum)
Jahresetat 455,5 Mio Euro (2012)
Zugehörigkeit Medizinische Universität Graz
Gründung 1788 bzw. 1912
Website
Luftaufnahme LKH Graz 2010
Univ. Klinik für Chirurgie – der „Chirurgieturm“
Anstaltskirche „Zum Heiligsten Erlöser“
Die Hauptachse des Klinikumgeländes, am Ende die Anstaltskirche
Notarzthubschrauber Christophorus 16 am Heliport vor der Kinderchirurgie des LKH Graz

Das LKH-Universitätsklinikum Graz oder Landeskrankenhaus-Universitätsklinikum Graz ist ein Klinikum der Maximalversorgung in Graz, Österreich, und Teil der Steiermärkischen Krankenanstaltengesellschaft (KAGes). Mit 1.444 Ärzten, rund 7.700 Angestellten und gut 1.536 Betten ist das Universitätsklinikum Graz eines der größten Krankenhäuser in Österreich, von der Fläche her ist es mit 60 Hektar und fast zehn Kilometer Straßen das größte Klinikum Europas.[1]

Geschichte

Kaiser Joseph II. ließ 1788 das allgemeine Krankenhaus in der Grazer Paulustorgasse gründen. Es war mit einem Gebär-, Toll- und Siechenhaus sowie einem Waisen- und Findelkinderinstitut ausgestattet und umfasste 288 Betten. Diese wurden im Laufe der Jahre weiter ausgebaut, ein Platzmangel durch die Innenstadtlage war aber evident.

Im Jahr 1890 wurden rund 60 Hektar Grund am damaligen Rand der Stadt angekauft und innerhalb von zehn Jahren das Landeskrankenhaus Graz als damals größtes Krankenhaus Europas gebaut, es wurde am 12. Mai 1912 eröffnet. Der Gebäudekomplex besaß eine eigene Wasser- und Stromversorgung sowie Wirtschaften, eine Gärtnerei und eine Wäscherei.

Im Jahr 1913 betrug der Bettenstand 1640, wobei die jährlich ca. 24.000 stationär aufgenommenen Patienten von 650 Mitarbeitern versorgt wurden.[2]

Ende des 20. Jahrhunderts wurde das LKH-Universitätsklinikum Graz im Rahmen des Projekts LKH 2000 entscheidend umgebaut. Die Zahl der Betten wurde insgesamt gesenkt, die Qualität der Unterbringung gesteigert. Mehrere nicht-universitäre Abteilungen wurden ins neugebaute LKH Graz-West ausgesiedelt. Die Arbeiten gingen weit über das Jahr 2000 hinaus, mit dem Projekt LKH 2020 gehen die Pläne auch weiter in die Zukunft.

Architektur

Das Klinikum besteht aus einem Ensemble von 29 im Secessionsstil errichteten Gebäuden, welche im Mai 1912 fertiggestellt wurden. Innerhalb von neun Jahren wurde an der damaligen östlichen Stadtgrenze von Graz eines der damals größten und modernsten Krankenhäuser Europas erbaut. Das LKH-Universitätsklinikum ist eine der wenigen Jugendstil-Großanlagen in Österreich. Obwohl der Komplex seit seiner Erbauung viele moderne Zubauten erhielt, beeindruckt die städtebauliche und architektonische Geschlossenheit bis heute.

Ein von Symmetrie gekennzeichnetes Straßensystem erschließt das Gelände der Anlage, wobei eine 25 Meter breite Hauptachse mit einer am Ende liegenden Anstaltskirche das Hauptmerkmal der Straßenführung darstellt.

Der Komplex wurde damals nach den Gesichtspunkten modernster Krankenhausarchitektur errichtet, was sich an den Ost-West-orientierten Pavillonkrankensälen, die für eine optimale natürliche Beleuchtung sorgen sollen, widerspiegelt. Einzelne Gebäude sind durch ein sechs Kilometer langes Tunnelsystem unterirdisch miteinander verbunden. Dieser Kompromiss aus Pavillon und Blockbauten hatte die neuesten Krankenhäuser der Metropolen Wien, Berlin und Hamburg als Vorbild.

Die Adresse des LKH-Universitätsklinikum Graz ist nach Leopold von Auenbrugger benannt, einem bedeutenden Mediziner und Begründer der Perkussion (ärztliche Untersuchung durch Abklopfen der Körperoberfläche), der in Graz geboren wurde und dort Medizin studiert hatte.

Patientenversorgung

Das LKH-Universitätsklinikum Graz ist ein Krankenhaus der Maximalversorgung, es umfasst 19 Universitätskliniken für verschiedene medizinische Fachgebiete sowie 38 Klinische Abteilungen, 1 Gemeinsame Einrichtung und 1 Institut (Stand 2017[3]).

Das Krankenhaus hat insgesamt 1.536 systemisierte Betten, darunter 159 auf verschiedenen Intensivstationen.

Ausbildung

Das LKH-Universitätsklinikum Graz ist das primäre Ausbildungsspital der Medizinischen Universität Graz. Studierende der Studienrichtungen Human- und Zahnmedizin sowie Pflegewissenschaft werden im Rahmen von Praktika und Famulaturen mit der klinischen Arbeit vertraut gemacht. Zahlreiche Verwaltungs- und Lehrräumlichkeiten sowie Hörsäle der MedUni Graz befinden sich am Gelände des Universitätsklinikum. Des Weiteren beherbergt das LKH-Universitätsklinikum Graz auf seinem Gelände eine Krankenpflege- und eine Kinderkrankenpflege- Schule.

Rettungsdienst

Am Gelände des Universitätsklinikums befindet sich ein Notarztstützpunkt. Rund um die Uhr ist ein Notarzteinsatzfahrzeug des Roten Kreuzes einsatzbereit, das bei Bedarf einen erfahrenen Notarzt des Klinikums zu Einsätzen bringt.

Weder am Klinikum selbst, noch in unmittelbarer Nähe, gibt es eine Rettungswache. Auf Grund der Tatsache, dass das Universitätsklinikum jedoch das Transportziel des Gros der Einsätze des Rettungs- und Krankentransportdienstes im gesamten Großraum Graz ist, befinden sich fast rund um die Uhr Fahrzeuge am Gelände – es wird somit als „informelle Rettungswache“ genützt. Für den Transport zwischen den einzelnen Kliniken gibt es einen eigenen Transportdienst der vom Grünen Kreuz Steiermark übernommen wurde; dieser ist nicht in den Rettungsdienst eingebunden.

Für Medizinstudenten besteht die Möglichkeit während ihres Studiums Praktika auf Rettungs- und Krankentransportmitteln des Roten Kreuzes zu absolvieren. Weiters gibt es mit dem Grazer Medizinercorps eine ins lokale Rote Kreuz eingegliederte Organisation von Medizinstudenten und Ärzten, die aktiv an der Gestaltung und Bereitstellung des Rettungsdienstes in Graz teilnehmen, zum Beispiel durch die Besetzung der verschiedenen Notfallrettungswägen („Jumbo“) im Stadtgebiet mit sogenannten Rettungsmedizinern (Medizinstudenten kurz vor Studienabschluss mit Zusatzausbildung).

Hauptartikel: Rettungsdienst in Graz

Daten und Fakten (Stand 2017)[4]

Mitarbeiter

  • Ärztliches Personal: 1.444
  • Pflegepersonal: 3.515
  • gesamt: 7.691

Leistungen

  • Ambulante Patienten: 406.100
  • Stationäre Patienten: 83.694
  • Verweildauer (2015): 5,04 Tage

Infrastruktur

Der Haupteingang zum Landeskrankenhaus-Universitätsklinikum Graz liegt direkt an der Holding Graz Linien-Station St. Leonhard/ Klinikum Mitte. Dort hat man Anschlüsse zur Straßenbahnlinie 7 in Richtung Wetzelsdorf und LKH Med Uni/Klinikum Nord, zu den Bussen 41, 64, 64E und 77 sowie regionalen Autobussen in die Grazer Peripherie und darüber hinaus.

Einzelnachweise

  1. LKH - Univ. Klinikum Graz | Kennzahlen 2016. LKH - Univ. Klinikum Graz, abgerufen am 29. Mai 2016 (PDF; 247 kB).
  2. Steiermärkische Krankenanstaltengesellschaft m.b.H.: LKH-Univ. Klinikum Graz - Geschichte. Abgerufen am 23. Februar 2010 (deutsch).
  3. LKH - Univ. Klinikum Graz: LKH - Univ. Klinikum Graz | Kennzahlen 2017. Abgerufen am 29. Mai 2016 (deutsch).
  4. LKH - Univ. Klinikum Graz: LKH - Univ. Klinikum Graz | Kennzahlen 2017. Abgerufen am 29. Mai 2016 (deutsch).