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vom 26.06.2017, aktuelle Version,

Ladislav Rott

Eins der Rott-Häuser auf dem Kleinstädter Ring (Malé náměstí) in Prag, mit Fresken von Mikoláš Aleš.

Ladislav Rott (* 5. Juni 1851; † 27. Mai 1906 in Prag), einer der Söhne und acht Kindern von Vincenc Josef Rott, Gründer der Firma V. J. Rott auf dem Kleinstädter Ring (Malé náměstí) in Prag (1840).

Die Brüder Ladislav und Julius (1845–1876) übernahmen 1872 die Familienfirma. Die gemeinsam in Angriff genommene Erweiterung – vor allem der Tätigkeit, aber auch die der dazu notwendigen Bauten – lag nach Julius Tod voll beim Ladislav.

Die baulichen Erweiterungen führten 1896–97 auch zum Umbau des Hauses Nr. 142 auf dem Kleinstädter Ring, mit Fresken von Mikoláš Aleš, ausgeführt durch seine Mitarbeiter Arnošt Hofbauer und Ladislav Novák.

Mit seiner Frau Karolína, geb. Klecandová, hatte Ladislav sechs Kinder, unter ihnen auch Vladimír Jiří Rott, der – als letztes in der Tschechoslowakei unternehmerisch tätige Mitglied dieser bekannten Prager Familie[1] – nach kommunistischem Putsch im Februar 1948 mit seiner Frau flüchten müsste.

Nach der Wende im November 1989 haben tschechische Medien über Ladislavs Vorschlag berichtet, die Prager Untergrundbahn in Angriff zu nehmen, den er im Sommer 1898 dem Stadtrat der königlichen Hauptstadt Prag unterbreitete.

In einem der Rott-Häuser, deren zweiten "Raub" im Jahr 1993 Vladimir J. Rott (* 1950) beklagt,[2] dem V. J. Rott Haus (hier rechts abgebildet), wird zurzeit ein Hotel betrieben, das ein Kristallglasgeschäft ablöste.

Einzelnachweise

  1. Arnold Dreyblatt - Who is Who in Central & East Europe 1933. Abgerufen am 4. November 2014.
  2. Firmengeschichte – über Vladimír J. Rott. Abgerufen am 4. November 2014.