unbekannter Gast
vom 23.02.2017, aktuelle Version,

Lajos Vajda

Selbstporträt 1925

Lajos Vajda (* 6. August 1908 in Zalaegerszeg, Österreich-Ungarn; † 7. September 1941 in Budakeszi) war ein ungarischer Maler des Surrealismus.

Leben

Lajos Vajda studierte Malerei von 1927 bis 1930 an der Ungarischen Akademie der bildenden Künste in Budapest bei István Csók. Danach studierte er von 1930 bis 1934 gemeinsam mit Dezső Korniss in Paris bei Fernand Léger. Dort wurde er mit dem Kubismus und Surrealismus bekannt.

Zurück in Ungarn ließ er sich in Szentendre nieder. Seit 1936 war er mit Endre Bálint befreundet. Folgend dem Beispiel der Komponisten Béla Bartók and Zoltán Kodály sammelte er Volkunstmotive aus der Umgebung von Szentendre und Szigetmonostor im nördlichen Gebiet Ungarns zur Verarbeitung in seinen künftigen Werken.

In seinen Bildern erschienen Andeutungen an religiöse (katholische, orthodoxe und mosaische) Symbole, Volkskunstmotive und abstrakte Elemente. Seine letzten abstrakten Werke zeigten die Vorausahnung der Gräuel des Zweiten Weltkrieges. Er starb an Tuberkulose im Alter von 33 Jahren.

Lajos Vajda hinterließ eine Sammlung von Werken, die die gesamte abstrakte Kunst Ungarns nach 1945 beeinflusste. 1972 wurde ein Vajda Lajos Studio gegründet. In Szentendre entstand ein ihm gewidmetes Museum.

2002 organisierte Axel Rohlfs in der Mü-Terem Galéria, Budapest die Ausstellung der Werke ungarischer Künstler Lajos Vajda und Endre Bálint mit dem Bezug zum Holocaust.

Literatur

  • Vajda, Lajos. In: Hans Vollmer: Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler des XX. Jahrhunderts. Band 4. E. A. Seemann, Leipzig 1958, S. 3–4