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vom 01.06.2018, aktuelle Version,

Landesklinikum Melk

Westlicher Zubau (ab 2006 errichtet)

Das Landesklinikum Melk befindet sich in Melk in der Krankenhausstraße 11. Der ausgedehnte Komplex liegt erhöht im Osten der Stadt. Altgebäude mit Kapelle stehen unter Denkmalschutz. Erhalter ist die Niederösterreichische Landeskliniken-Holding.

Das Klinikum verfügt über etwa 170 Betten. 2007 gab es 10.179 Aufnahmen und etwa 47.000 Patienten wurden ambulant behandelt.[1]

Architektur

Der Ursprungsbau

Der Alttrakt als zweigeschoßiger Bau mit Mittelrisalit mit Attika und Zwerchgiebel unter einem Walmdach wurde von 1896 bis 1899 errichtet. Mittig trägt das Gebäude mit schlichter späthistoristischer Fassade ein Firsttürmchen mit Spitzhelm. Das Portal hat einen eingezogen Volutengiebel mit der Jahreszahl 1897.[2]

In den Jahren 1909 bis 1911 wurde weiters ein dreigeschoßiger kubischer Bau unter einem hohen Walmdach mit der Bezeichnung Zahlstock nach den Plänen der Architekten Siegfried Theiss und Hans Jaksch errichtet. Die Fassade zeigt doppelte große Lisenen, das Stiegenhaus hat eine vierläufige Vierpfeilertreppe. In den 1930er Jahren wurde dieser Trakt mit einem Verbindungstrakt mit dem Alttrakt baulich verbunden.[2]

Weitere Um- und Zubauten erfolgten mit einem Westtrakt von 1963 bis 1966 und mit einem Nordtrakt von 1980 bis 1986. Der letzte Zubau erfolgte ab 2006 im Westen und wurde nach den Plänen des Architektenbüros Maurer & Partner ZT GmbH errichtet.[3] Darin untergebracht sind zwei interdisziplinäre Bettenstationen, ein Schlaflabor, die Gynäkologie und Geburtshilfe samt Kreißsälen, Ambulanz- und Behandlungsräume. Der neue Westtrakt war ein wesentlicher Teil des Um- und Ausbaues des Klinikums, der von 2006 bis 2012 erfolgte und rund 54 Millionen Euro kostete.[1]

Kapelle Hl. Dreifaltigkeit

Die Kapelle wurde im Jahre 1903 im Alttrakt eingebaut. Der Saalraum mit Flachdecke hat einen kreuzgratgewölbten quadratischen Chor. Die Glasmalerei und die Einrichtung stammt aus der Bauzeit. Der Altartisch in historistisch-secessionistischem Stil hat auf der Staffel kniende Engelstatuen und ein Kruzifix. Darüber ist im Bogenfeld ein Relief Gottvater. Die Seitenaltäre tragen Nischenstatuen der Heiligen Josef und Maria. Es gibt Kreuzwegbilder in Stuckrahmung und Rundmedaillons mit Heiligen.[2]

Einzelnachweise

  1. 1 2 Der Standard: Neuer Spitalstrakt in Melk; abgerufen am 20. Aug. 2014
  2. 1 2 3 Dehio-Handbuch. Die Kunstdenkmäler Österreichs: Niederösterreich südlich der Donau. Teil 2. M – Z. Melk. Monumentalbauten. Krankenhaus. Bundesdenkmalamt (Hrsg.), Verlag Berger, Horn/Wien 2003, ISBN 3-85028-365-8, Seite 1419f.
  3. Architektenbüro Maurer & Partner: Landesklinikum Melk ; abgerufen am 19. Aug. 2014