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vom 21.10.2017, aktuelle Version,

Landkreis Bilin

Verwaltungskarte des Reichsgaus Sudetenland

Der deutsche Landkreis Bilin bestand in der Zeit zwischen 1939 und 1945. Er umfasste am 1. Januar 1945 die Stadt Bilin und 37 weitere Gemeinden.

Das Gebiet des Landkreises Bilin hatte am 1. Dezember 1930 39.965 Einwohner, am 17. Mai 1939 waren es 33.559 und am 17. Mai 1947 28.468 Bewohner.

Verwaltungsgeschichte

Am 1. Mai 1939 wurde im Rahmen einer Neugliederung der Kreise im neu geschaffenen Reichsgau Sudetenland der Landkreis Bilin gegründet.

Er entstand aus dem Gerichtsbezirk Bilin des bisherigen Landkreises Dux, gab die Gemeinde Patokrey an den Landkreis Brüx ab und erhielt vom Rest des Gerichtsbezirkes Laun die Gemeinde Rannay. Er gehörte zum neuen Regierungsbezirk Aussig.

Sitz der Kreisverwaltung wurde die Stadt Bilin. Bei diesem Zustand blieb es bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs.

Seit 1945 gehörte das Gebiet bis zu ihrer Auflösung zur Tschechoslowakei. Heute ist es ein Teil der tschechischen Republik.

Landräte

1938–1939: Wolfgang Geißler
1939–1945: Feiler

Kommunalverfassung

Bereits am Tag vor der förmlichen Eingliederung in das Deutsche Reich, nämlich am 20. November 1938, wurden alle Gemeinden der Deutschen Gemeindeordnung vom 30. Januar 1935 unterstellt, welche das Führerprinzip auf Gemeindeebene durchsah. Es galten fortan die im bisherigen Reichsgebiet üblichen Bezeichnungen, nämlich statt:

  • Ortsgemeinde: Gemeinde,
  • Marktgemeinde: Markt,
  • Stadtgemeinde: Stadt,
  • Politischer Bezirk: Landkreis.

Ortsnamen

Es galten die bisherigen Ortsnamen weiter, und zwar in der deutsch-österreichischen Fassung von 1918.