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vom 16.05.2018, aktuelle Version,

Langkampfen

Langkampfen
Wappen Österreichkarte
Wappen von Langkampfen
Langkampfen (Österreich)
Langkampfen
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Tirol
Politischer Bezirk: Kufstein
Kfz-Kennzeichen: KU
Hauptort: Unterlangkampfen
Fläche: 26,47 km²
Koordinaten: 47° 33′ N, 12° 6′ O
Höhe: 504 m ü. A.
Einwohner: 4.011 (1. Jän. 2017)
Postleitzahl: 6336
Vorwahl: 05332
Gemeindekennziffer: 7 05 15
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Sonnweg 1
6336 Langkampfen
Website: www.langkampfen.tirol.gv.at
Politik
Bürgermeister: Andreas Ehrenstrasser (ÖVP)
Gemeinderat: (2016)
(15 Mitglieder)
6
4
2
2
1
6  4  2  2  1 
Insgesamt 15 Sitze
  • ÖVP: 6
  • SPÖ: 4
  • 2000 plus: 2
  • Das Starke Team: 2
  • FPÖ: 1
Lage der Gemeinde Langkampfen im Bezirk Kufstein
AlpbachAngathAngerbergBad HäringBrandenbergBreitenbach am InnBrixleggEbbsEllmauErlKirchbichlKramsachKufsteinKundlLangkampfenMariasteinMünsterNiederndorfNiederndorferbergRadfeldRattenbergReith im AlpbachtalRettenschössScheffau am Wilden KaiserSchwoichSöllThierseeWalchseeWildschönauWörglTirol (Bundesland) Lage der Gemeinde Langkampfen im Bezirk Kufstein (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap

Unterlangkampfen von Südwesten mit dem Pendling
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Langkampfen ist eine Gemeinde mit 4011 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2017) im Bezirk Kufstein, Tirol (Österreich).

Geographie

Die Gemeinde liegt im Unterinntal auf der nördlichen Innseite zwischen Kirchbichl und Kufstein. Sie gehört zum Gerichtsbezirk Kufstein.

Gemeindegliederung

Nachbargemeinden

Thiersee Kufstein
Angerberg

Mariastein

Schwoich
Angath Kirchbichl

Geschichte

Die frühesten Besiedelungsspuren in der Gegend stammen aus der Römerzeit. Der Fund von Gräbern aus der Zeit der bajuwarischen Landnahme im Bereich der Kirche von Unterlangkampfen zeigt, dass sich hier ein zentraler Ort der bayrischen Besiedelung befand. Die erste urkundliche Erwähnung Langkampfens geht auf die karolingische Zeit des späten 8. Jahrhunderts zurück. In einer Traditionsnotiz des Klosters Mondsee von ca. 784–799 wird dem Konvent landwirtschaftlicher Besitz „in villa nuncupante Lantchampha“ übertragen.[1]

Im 14. Jahrhundert wurde erstmals ein Richter von Langkampfen urkundlich genannt, aber vermutlich bestand das Gericht schon früher und hat sich in Verbindung mit der Urpfarre entwickelt. Das Gericht wurde 1385 aufgehoben, die Schranne bestand jedoch als Verwaltungseinheit weiter.

1419 ließ Herzog Friedrich IV. eine Fähre über den Inn errichten und Langkampfen entwickelte sich zu einem wichtigen Stützpunkt der Innschifffahrt, wo sich zahlreiche Schopper (Schiffbauer) ansiedelten. Die Fähre bestand bis zur Errichtung der Brücke zwischen Kirchbichl und Langkampfen um 1900.

Wappen

Blasonierung: In Blau ein goldenes Innschiff mit schwarzen Streifen auf der Schiffswand und zwei schräginnen stehenden Rudern.[2]

Das 1973 verliehene Gemeindewappen zeigt das Zunftzeichen der in Langkampfen ansässigen Schopper und symbolisiert damit die historische Bedeutung der Innschifffahrt für die Gemeinde.[3]

Wirtschaft und Infrastruktur

Größere Produktionsbetriebe und Arbeitgeber sind:

  • Coveris Flexibles Austria GmbH (frühere Britton Unterland), Verpackungsmaterial
  • Heliotherm, Wärmepumpentechnik
  • Kurz, Fertigteilbau
  • Sandoz (Novartis), Medikamente
  • SPG Prints Austria, Maschinenbau
  • Viking Gartengeräte
  • Vita+ Naturprodukte, „Verival“ Bioprodukte

Ein beliebter Badesee ist der Stimmersee.

Die Gemeinde ist Mitglied des Tourismusverbandes Kufsteinerland.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

  • Das Schloss Schönwörth in Niederbreitenbach ist ein umgebauter Wohnturm aus dem 13. Jahrhundert.
  • In Oberlangkampfen an der Innschleife arbeiteten früher die Schopper (Schiffbauer) und Schifffahrer.
  • Thurnerhof, 14. Jahrhundert, Museum

Literatur

  • Harald Stadler: Zur Geschichte von Langkampfen im Spiegel der archäologischen Funde. Golf, Innsbruck 1993, ISBN 3-900773-06-8.
  Commons: Langkampfen  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Martin Bitschnau, Hannes Obermair: Tiroler Urkundenbuch, II. Abteilung: Die Urkunden zur Geschichte des Inn-, Eisack- und Pustertals. Band 1: Bis zum Jahr 1140. Universitätsverlag Wagner, Innsbruck 2009, ISBN 978-3-7030-0469-8, S. 36–37 Nr. 56.
  2. Landesgesetzblatt für Tirol, Nr. 42/1973. (Digitalisat)
  3. Eduard Widmoser: Tiroler Wappenfibel. Tyrolia-Verlag, Innsbruck 1978, ISBN 3-7022-1324-4, S. 40.


-- Maurer Hermann, Sonntag, 27. Dezember 2015, 12:43