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vom 19.02.2018, aktuelle Version,

Leonhardt Holzapfel

Leonhardt Holzapfel (auch Holzäpfl genannt; † 19. März 1620 in Wiener Neustadt[1][2]) war ein italienischer Steinmetzmeister. Er war Hofsteinmetzmeister unter den Kaisern Matthias und Ferdinand II.

Leben

Im Meisterbuch des Wiener Neustädter Steinmetzhandwerkes des Jahres 1617 sind die Namen der Steinmetzen der Kaisersteinbrucher Viertellade dokumentiert:[3] Antonius Crivelli, Ulrich Payos: Leonhardt Holzäpfl. Pietro de Magistris, Nicola de Novo, Andre Ruffini und Antonius Bregno.

Im Bericht des Rentmeisters Johann Miller an die niederösterreichische Regierung vom 20. Februar 1618[4] beschreibt er auch die Arbeitsbedingungen im kaiserlichen Steinbruch und zählt die Namen der Meister auf (Auszug):

… das Gesinde, das sich in dem Steinbruch aufhält, lebt von der Arbeit bei diesen sechs Meistern. Ulrich Payos, Pietro de Magistris, Leonhardt Holzäpfl, Nicolae di Novo, Andre Ruffini und Antonius Bregno. Sie sind alle Welsche, darunter vier Meister Ihrer Kaiserlichen Majestät. Für den Fall dass Ihre Majestät ihrer bedürftig, sind sie schuldig, alle anderen Arbeiten beiseite zu legen und Ihrer Majestät Sachen zu befürdern. Wie sie anjetzt auf Ebersdorf ein Haupttor führen …[5]

Einzelnachweise

  1. Wiener Neustädter Totenbuch
  2. Josef Mayer: Geschichte von Wiener Neustadt. Kunst und Kunsthandwerk. S. 416, 4 Bände, 1924–1928.
  3. Stadtarchiv Wiener Neustadt: Beschreibung der ehrsamen Meister der beiden löblichen Handwerke Steinmetzen und Maurer Namen, welche sich in die von der Röm. Khay. Maj. befreiten Handwerksordnung und allhiesigen Neustädterischen Zeche eincorporiert haben. Angefangen Anno 1617.
  4. Bericht des Johann Miller 1618 In: Helmuth Furch: 400 Jahre Kaisersteinbruch 1590–1990. Festschrift. Kaisersteinbruch 1990, DNB 941654117, S. 22f.
  5. Leonhardt Holzäpfl. In: Helmuth Furch: Historisches Lexikon Kaisersteinbruch. Band 1: A–H. Kaisersteinbruch 2002, DNB 97711516X, S. 226; Johann Miller. In: Helmuth Furch: Historisches Lexikon Kaisersteinbruch. Band 2: I–Z. Kaisersteinbruch 2004, DNB 973330643, S. 473f.