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vom 07.11.2019, aktuelle Version,

Leopold Bernhard Bernstamm

Leopold Bernhard Adolfowitsch Bernstamm (russisch Леопольд Адольфович Бернштам; * 20. Apriljul./ 2. Mai 1859greg. in Riga; † 22. Januar 1939 in Paris) war ein russischer Bildhauer.[1][2][3]

Leben

Bernstamm stammte aus einer jüdischen deutschbaltischen Familie. Er besuchte in St. Petersburg die Zeichenschule der Kaiserlichen Gesellschaft zur Förderung der Künste. 1872 trat er in die Werkstatt David Jensens ein. 1874–1883 studierte er an der Kaiserlichen Akademie der Künste als Hospitant.[3] Er reiste nach Italien und verbrachte das Jahr 1884 in Rom, wo er für seinen Unterhalt Porträts nach Fotografien herstellte,[1] und Florenz, wo er bei Augusto Rivalta studierte.[4]

Ab 1885 lebte Bernstamm in Paris, wo er die Freundschaft Frédéric Labadie-Lagraves gewann.[1] Er studierte bei Antonin Mercié[4] und leitete den künstlerischen Teil des 1882 gegründeten Musée Grévin.[5] Nach Russland reiste er häufig zur Erledigung von Aufträgen.[3] Er schuf etwa 300 Porträtbüsten russischer und westeuropäischer Kulturschaffender, Wissenschaftler und Politiker und erstellte Denkmale. 1887 wurde er im Salon des artistes français ehrend erwähnt und erhielt 1887 die Silbermedaille. 1891 wurde er Ritter der Ehrenlegion und später Offizier und Kommandeur.[4] Bei der Weltausstellung Paris 1900 erhielt er die Goldmedaille, bevor er vom Wettbewerb freigestellt wurde. Als Ehrenpräsident der russischen Abteilung des Maison des arts nahm er an den Ausstellungen in Lüttich und Marseille teil.

Werke

Einzelnachweise

  1. 1 2 3 Herman Rosenthal, J. G. Lipman: BERNSTAMM, LEOPOLD BERNARD. In: Jewish Encyclopedia. 1906 ( abgerufen am 9. August 2018).
  2. Бернштам (Леопольд Адольфович). In: Brockhaus-Efron. IIIa, 1891, S. 576 (s:ru:ЭСБЕ/Бернштам, Леопольд Адольфович abgerufen am 9. August 2018).
  3. 1 2 3 Saint Petersburg Encyclopaedia: BERNSTAM Leopold-Bernhard (Leopold Adolfovich) (abgerufen am 9. August 2018).
  4. 1 2 3 Édouard-Joseph: Dictionnaire biographique des artistes contemporains, tome 1. Art & Édition, 1930, S. 122.
  5. Catalogue-almanach du Musée Grévin Musée (abgerufen am 9. August 2018).