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vom 23.10.2017, aktuelle Version,

Lethal Records

Lethal Records

Logo des Labels
Aktive Jahre 1991–1997
Gründer Michael Piesch
Sitz Wien, Österreich
Genre(s) Extreme Metal

Lethal Records war ein österreichisches Independent-Label, das sich auf Extreme Metal spezialisiert hatte. Das Label wurde von Michael Piesch gegründet und hatte seinen Sitz in Wien.

Labelgeschichte

Lethal Records wurde von Michael Piesch gegründet und setzte seinen Schwerpunkt auf Extreme Metal, vorrangig Death- und Black Metal aus der finnischen und österreichischen Szene.[1] Piesch war selbst als Musiker aktiv, so für die Band Werwolf unter dem Pseudonym Hagen. Zudem produzierte er einige Alben von Bands auf seinem Label, so unter anderem Pervertums Creature of Ungod. Zu den bekanntesten Veröffentlichungen zählt das Album Thousand Swords von Graveland. Nach einem Interview von Rob Darken im deutschen Ablaze-Magazin, in dem Darken rechtsextreme Aussagen machte,[2] kündigte Piesch den Plattenvertrag mit Graveland.[3][4]

Lethal Records galt in der Szene als „Rip-off“. Piesch wurde vorgeworfen, die Bands nicht zu bezahlen, wobei aber zum Beispiel Cadaverous Condition dieser Aussage nicht zustimmten.[1] Die finnische Band Belial aus dem Umfeld von Impaled Nazarene veröffentlichte ein Demo auf dem Fantasielabel Bring Me the Head of Michael Piesch Records[5] Aufgrund von Geldproblemen stellte das Label ab 1997 den Betrieb ein; das für 1995 angekündigte[6] Funeral-Winds-Debütalbum Godslayer Xul erschien wegen des Bankrotts von Lethal Records als auch der Verhaftung des Funeral-Winds-Mitglieds Hellchrist Xul wegen versuchter Tötung erst 1998 über Daimonion[7]. Letzte Veröffentlichung war das Electro-Country-Projekt Wipeout von Wolfgang Fadi Dorninger.[8]

Veröffentlichungen (Auswahl)

  • 1992: Belial · Wisdom of Darkness
  • 1992: Unholy · From the Shadows (EP)
  • 1992: Hellwitch · Terrasymmetry (EP)
  • 1993: Alchemist · Jar of Kingdom
  • 1993: Cadaverous Condition · In Melancholy
  • 1993: Black Crucifixion · Promethean Gift
  • 1994: Disastrous Murmur · Folter
  • 1994: Acheron · Lex Talionis
  • 1994: Eminenz · Exorial
  • 1995: Cadaverous Condition · "For Love" I Said
  • 1995: Belphegor · The Last Supper
  • 1995: Pervertum · Creature of Ungod
  • 1995: Graveland · Thousand Swords
  • 1995: Werwolf · Zeitenwende – Only the Strong Survive... War/Inferno
  • 1997: Wipeout · Country & Western

Einzelnachweise

  1. 1 2 Interview mit Cadaverous Condition. Rusmetal.ru, abgerufen am 8. Dezember 2012.
  2. Schwerter des Hasses. Interview mit Rob Darken. Ablaze Nr. 6. September/Oktober 1996. S. 52f.
  3. Stellungnahme von Michael Piesch. Ablaze Nr. 6. September/Oktober 1995. S.6
  4. Christian Dornbusch, Hans-Peter Killguss: Unheilige Allianzen. Black Metal zwischen Satanismus, Heidentum und Neonazismus. Unrast Verlag, Münster 2005, ISBN 3-89771-817-0, S. 240.
  5. Bring Me the Head of Michael Piesch Records. Spirit of Metal, abgerufen am 29. Dezember 2012.
  6. Black Metal War. In: Ablaze, Nr. 5, Mai/Juni 1995, S. 7.
  7. Black Metal Cult (Memento vom 18. Februar 2009 im Internet Archive), abgerufen am 28. Februar 2013.
  8. Wipeout – Country & Western. Discogs, abgerufen am 29. Dezember 2012.