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vom 18.03.2018, aktuelle Version,

Liste der Stadtteile von St. Pölten

Die St. Pöltner Stadtteile. Die Nummerierung erfolgte in alphabetischer Reihenfolge und hat keine besondere Bedeutung

St. Pölten ist die Landeshauptstadt des größten österreichischen Bundeslandes Niederösterreich. Das Stadtgebiet von St. Pölten ist in elf Stadtteile gegliedert, die im Gegensatz zu Graz oder Wien nicht nummeriert werden. Quer durch die Stadt verläuft von Norden nach Süden die Traisen, die oft auch Stadtteilgrenze ist.

Bis 1922, als mit Oberwagram, Spratzern, Teufelhof, Unterwagram und Viehofen die ersten Ortschaften eingemeindet wurden, bestand das Stadtgebiet aus der heutigen Katastralgemeinde St. Pölten.

Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich wurden weitere 19 Katastralgemeinden eingemeindet. Davon blieben nach 1955 nur Harland, Oberradlberg, Stattersdorf, Unterradlberg und Völtendorf bei der Stadt.

Nach der Abtretung von 0,67 km² von Harland an Pyhra 1957 wurden 1969 Ragelsdorf, Waitzendorf, Weitern und Witzendorf eingemeindet.

Die größte Anzahl an Eingemeindungen fand zum Jahreswechsel 1971/72 statt. Zum Teil gegen großen Widerstand der Bevölkerung wurden 37 Ortschaften in das Stadtgebiet aufgenommen. Darunter befanden sich die damals eigenständigen Gemeinden Gerersdorf, Pottenbrunn, Ratzersdorf und St. Georgen am Steinfelde. 1982 wurden neun Katastralgemeinden wieder ausgemeindet und die Gemeinde Gerersdorf neu errichtet.

Der größte Stadtteil sowohl nach Fläche, Einwohnern als auch Bevölkerungsdichte ist St. Pölten, der kleinste nach denselben Kennwerten ist Ochsenburg. Die nach Einwohnerzahlen und Bevölkerungsdichte kleinste Katastralgemeinde ist Reitzersdorf, nach der Fläche Wetzersdorf.

Legende

  • Name: Name des Stadtteils fett hervorgehoben, darunter die Katastralgemeinden. Bei Stadtteilen mit nur einer Katastralgemeinde ist diese nicht extra angeführt[1] Abweichende Schreibweisen der Ortschaftsnamen sind mitA markiert.
  • EW Gesamteinwohnerzahl des Stadtteils fett hervorgehoben, darunter die Einwohnerzahlen der Ortschaften jeweils mit Stand 31. Dezember 2015.[2]
  • Fl.: Gesamtfläche des Stadtteils in Quadratkilometern (km²) fett hervorgehoben, darunter Flächen der Katastralgemeinden[2]
  • BD: Gesamtbevölkerungsdichte des Stadtteils in Einwohner pro Quadratkilometern (1/km²) fett hervorgehoben, darunter Bevölkerungsdichten der Ortschaften
  • Eingem.: Jahr der Eingemeindung. Die Spalte wird nach der Eingemeindung der bevölkerungsreichsten Ortschaft, die fett hervorgehoben ist, sortiert.[3]
  • Lage: Karte der Lage des Stadtteils im Stadtgebiet
  • PLZ: Postleitzahlen des Stadtteils. Die häufigste Postleitzahl steht an erster Stelle.[4]
  • Bemerkung: Zusätzliche Informationen zum Stadtteil
  • Bild: Ein Bild aus dem Stadtteil

Übersicht

Name EW Fl. BD Eingem. Lage PLZ Bemerkung Bild
Harland
 Altmannsdorf
 Harland
 Windpassing
000000000001796.00000000001.796
000000000000119.0000000000119
000000000001616.00000000001.616
000000000000061.000000000061
4,75
1,33
2,01
1,41
000000000000378.0000000000378
000000000000089.000000000089
000000000000804.0000000000804
000000000000043.000000000043

(1939‑55) 1971
1939
(1939‑55) 1971
3104 3100 Ehemaliger Industrieort im Südosten der Stadt. Nach der Schließung der Harlander Coats vorwiegend Wohnbezirk. Die Katastralgemeinden sind zusammengewachsen.
Ochsenburg
 Dörfl bei OchsenburgA
 Ochsenburg
000000000000354.0000000000354
000000000000017.000000000017
000000000000337.0000000000337
3,72
0,68
3,04
000000000000095.000000000095
000000000000025.000000000025
000000000000111.0000000000111

1971
1971
3151 Ehemals bäuerlich geprägter Stadtteil im Südosten der Stadt. Um 1900 starker Bevölkerungs­anstieg durch ein Zweigwerk der Harlander Coats. Über dem Stadtteil steht das Schloss Ochsenburg. Dörfl besteht im Wesentlichen aus einer Wohnstraße hinter dem Schloss.
Pottenbrunn
 Pengersdorf
 Pottenbrunn
 Wasserburg
 Zwerndorf
000000000002493.00000000002.493
000000000000057.000000000057
000000000002318.00000000002.318
000000000000061.000000000061
000000000000057.000000000057
17,94
2,45
8,28
6,21
1,00
000000000000139.0000000000139
000000000000023.000000000023
000000000000280.0000000000280
000000000000010.000000000010
000000000000057.000000000057

1971
1971
1971
1971
3140 3100 Bis 1971 eigenständige Gemeinde im Norden der Stadt. Markanteste Gebäude sind das Schloss Pottenbrunn und das Schloss Wasserburg. Während Pengersdorf, Wasserburg und Zwerndorf eigenständige Dörfer sind, ist Pottenbrunn nur durch die S 33 von Ratzersdorf getrennt.
Radlberg
 Oberradlberg
 Unterradlberg
000000000001223.00000000001.223
000000000000392.0000000000392
000000000000831.0000000000831
5,28
2,13
3,15
000000000000232.0000000000232
000000000000184.0000000000184
000000000000264.0000000000264

1939
1939
3105 Ehemals bäuerlich geprägter Stadtteil im Nordwesten der Stadt. Großes Industriegebiet an der S 33 mit einem Werk der Egger-Gruppe, wo neben Holzprodukten auch „Radlberger“ Getränke und „Egger-Bier“ erzeugt werden. Radlberg ist durch einen Berg und die Traisen vom Rest der Stadt getrennt.
Ratzersdorf 000000000001514.00000000001.514 5,58 000000000000271.0000000000271 (1939‑55) 1971 3100 Ehemals bäuerlich geprägter Stadtteil im Nordosten der Stadt. Heute, unter anderem durch gezielte Förderung der Stadt, beliebter Wohnstadtteil. Im Bereich der Anschlussstelle St. Pölten-Nord der S 33 umfangreiches Gewerbegebiet. Ratzersdorf ist im Norden mit Pottenbrunn und im Süden mit Wagram de facto zusammengewachsen.
Spratzern
 Matzersdorf
 Pummersdorf
 Schwadorf
 Spratzern
 Völtendorf
000000000006540.00000000006.540
000000000000028.000000000028
000000000000098.000000000098
000000000000031.000000000031
000000000006257.00000000006.257
000000000000126.0000000000126
14,43
1,15
3,23
1,11
6,94
2,00
000000000000453.0000000000453
000000000000024.000000000024
000000000000030.000000000030
000000000000028.000000000028
000000000000902.0000000000902
000000000000063.000000000063

1971
(1939‑55) 1971
(1939‑55) 1971
1922
1939
3106 3385 3100 Der Stadtteil im Südwesten beherbergt neben großen Wohnsiedlungen einige der größten Betriebe der Stadt, vor allem durch die gute Anbindung an die quer durch den Stadtteil verlaufende A1. So befindet sich die Zentralen von Kika und Leiner hier. Auch die Privatuniversität der Kreativwirtschaft findet hier ihren Platz. Während Matzersdorf, Pummersdorf, Schwadorf und Völtendorf eigenständige Dörfer sind, ist Spratzern mit St. Pölten verwachsen.
St. Georgen am Steinfelde
 Eggendorf
 Ganzendorf
 Hart
 Kreisberg
 Mühlgang
 Reitzersdorf
 St. Georgen am SteinfeldeA
 Steinfeld
 Wetzersdorf
 Wolfenberg
 Wörth
000000000003458.00000000003.458
000000000001199.00000000001.199
000000000000082.000000000082
000000000001085.00000000001.085
000000000000026.000000000026
000000000000525.0000000000525
000000000000004.00000000004
000000000000335.0000000000335
000000000000114.0000000000114
000000000000010.000000000010
000000000000016.000000000016
000000000000062.000000000062
12,42
1,02
0,78
3,12
0,91
0,96
0,91
0,67
1,72
0,55
0,74
1,04
000000000000278.0000000000278
000000000001175.00000000001.175
000000000000105.0000000000105
000000000000348.0000000000348
000000000000029.000000000029
000000000000547.0000000000547
000000000000004.00000000004
000000000000500.0000000000500
000000000000066.000000000066
000000000000018.000000000018
000000000000022.000000000022
000000000000060.000000000060

1971
1971
(1939‑55) 1971
1971
1971
1971
1971
1971
1971
(1939‑55) 1971
(1939‑55) 1971
3151 3100 Bis 1971 eigenständige Gemeinde im Süden der Stadt. Hier befinden sich neben Wohnsiedlungen die Werke Wörth, einer der größten Weichen­produzenten des Landes. Viele der Katastral­gemeinden sind Weiler mit oft nur wenigen Häusern, die Ortschaften Eggendorf, Hart, Mühlgang, St. Georgen und Wörth sind zu einem gemeinsamen Siedlungsgebiet mit Spratzern verwachsen.
St. Pölten
 Hafing
 Nadelbach
 St. PöltenA
 Teufelhof
 Waitzendorf
 Witzendorf
000000000022414.000000000022.414
000000000000036.000000000036
000000000000083.000000000083
000000000021324.000000000021.324
000000000000551.0000000000551
000000000000341.0000000000341
000000000000079.000000000079
20,95
1,53
1,64
11,79
0,84
3,43
1,72
000000000001070.00000000001.070
000000000000024.000000000024
000000000000051.000000000051
000000000001809.00000000001.809
000000000000656.0000000000656
000000000000099.000000000099
000000000000046.000000000046

1971
1971

1922
1969
1969
3100 3104 3107 3151 (3109[5]) Kernbezirk, der sich nach Westen ausdehnt. Hier befinden sich die historische Altstadt mit Behörden, Museen und dem Sitz des Bischofs von St. Pölten. Im Stadtteil sind das Universitätsklinikum St. Pölten, die HTBLuVA St. Pölten und die Fachhochschule St. Pölten beheimatet. Neben dem Landhausviertel als Sitz der niederösterreichischen Landesregierung beherbergt der Stadtteil die meisten Einwohner der Stadt. Mit der Voith und der vor kurzem geschlossenen Glanzstoff Austria befindet sich hier auch Großindustrie. Die Orte Hafing, Nadelbach und Witzendorf sind eigenständige Dörfer.
Stattersdorf 000000000001973.00000000001.973 4,92 000000000000401.0000000000401 1939 3100 3104 Mit der Papierfabrik Salzer und einer Außenstelle der Harlander Coats ehemaliges Industriedorf im Osten der Stadt. Heute vor allem Wohnort. Stattersdorf ist im Norden mit Wagram verwachsen und von St. Pölten und Spratzern nur durch die Traisen getrennt.
Viehofen
 Ragelsdorf
 Viehofen
 Weitern
000000000005421.00000000005.421
000000000000522.0000000000522
000000000004677.00000000004.677
000000000000222.0000000000222
8,12
3,70
2,58
1,84
000000000000668.0000000000668
000000000000141.0000000000141
000000000001813.00000000001.813
000000000000121.0000000000121

1969
1922
1969
3107 3100 Ehemaliges Industriedorf im Nordwesten der Stadt. Neben Wohnbezirken beherbergt es ein Gewerbegebiet mit dem Traisenpark im Zentrum und mit den Viehofner Seen ein wichtiges Naherholungsgebiet der Stadt. Ragelsdorf und Weitern sind eigenständige Dörfer, Viehofen ist mit St. Pölten verschmolzen.
Wagram
 Oberwagram
 OberzwischenbrunnA
 Unterwagram
 UnterzwischenbrunnA
000000000006433.00000000006.433
000000000004143.00000000004.143
000000000000071.000000000071
000000000002177.00000000002.177
000000000000042.000000000042
10,41
3,46
2,06
2,43
2,46
000000000000618.0000000000618
000000000001197.00000000001.197
000000000000034.000000000034
000000000000896.0000000000896
000000000000017.000000000017

1922
(1939‑55) 1971
1922
(1939‑55) 1971
3108 3100 Beliebter Wohnstadtteil im Osten der Stadt. Hier befindet sich das größte Kino der Stadt und die Niederösterreichische Landessportschule. Ober- und Unterzwischenbrunn sind eigenständige Dörfer, Ober- und Unterwagram sind hingegen nur durch die Traisen vom Stadtgebiet entfernt.
Stadt St. Pölten 000000000053619.000000000053.619 108,52 000000000000494.0000000000494

Einzelnachweise

A Abweichende Schreibweise von Ortschaftsnamen:
  • KG Dörfl bei Ochsenburg: Dörfl
  • KG St. Georgen am Steinfelde: Sankt Georgen am Steinfelde
  • KG St. Pölten: Sankt Pölten
  1. Kurt Klein (Bearb.): Historisches Ortslexikon. Statistische Dokumentation zur Bevölkerungs- und Siedlungsgeschichte. Hrsg.: Vienna Institute of Demography [VID] d. Österreichische Akademie der Wissenschaften. Niederösterreich Teil 1, St. Pölten (Stadt) - Stadtteile, S. 10 (Onlinedokument, Erläuterungen. Suppl.; beide PDF o.D. [aktual.]).
    Spezielle Quellenangaben: St. Pölten. Statistischer Jahresbericht 2006
  2. 1 2 Magistrat der Stadt St. Pölten: Statistischer Jahresbericht 2015.
  3. Historische Stadtentwicklung
  4. Ortschaften mit Postleitzahlen auf statistik.at, erstellt am 12. Jänner 2017
  5. Die NÖ Landesregierung hat eine eigene Postleitzahl