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vom 24.10.2017, aktuelle Version,

Liste der denkmalgeschützten Objekte in Ampass

Die Liste der denkmalgeschützten Objekte in Ampass enthält die 12 denkmalgeschützten, unbeweglichen Objekte der Gemeinde Ampass.[1]

Denkmäler

Foto   Denkmal Standort Beschreibung
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ObjektID: 125067
Haller Innbrücke
Standort
KG: Ampaß
Die qualitätsvolle polychrome Holzfigur des hl. Johannes Nepomuk stammt aus dem 19. Jahrhundert und steckt nahe der Haller Innbrücke in einem erneuerten, hölzernen Bildstock.[2]
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ObjektID: 38658
Haller Innbrücke 17
Standort
KG: Ampaß
Der Ansitz Taschenlehen liegt auf einer leichten Anhöhe südöstlich der Haller Innbrücke. Der Baukern stammt vom Ende des 15. Jahrhunderts, in der 1. Hälfte des 17. Jahrhunderts wurde der Ansitz barockisiert, 1609–1628 durch den Ausbau der zum südlich gelegenen Wirtschaftsgebäude führenden Nebentrakte zu einer Hofanlage mit Holzgalerien erweitert. 1696 wurde ein pagodenartiger Aufbau auf dem Haupthaus mit Umgang und eingeschweiftem Helm errichtet. Seit 1694 trägt der Ansitz den heutigen Name, davor wurde er Lehen in der Achleite genannt. Um 1835 erfolgte der Ausbau des Westtraktes mit gedecktem Hof über der Einfahrt. Im Obergeschoß ein barocker Festsaal.[3]
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ObjektID: 125015
bei Haller Innbrücke 17
Standort
KG: Ampaß
Die zwischen Ansitz Taschenlehen und Wirtschaftsgebäude eingebundene Kapelle wurde im Zuge der Erweiterungsphase des Haller Damenstiftes zwischen 1609 und 1628 errichtet. Es handelt sich um einen zweigeschoßigen Kapellenbau mit dreiseitigem Chorschluss und gemauertem Giebelreiter mit Zeltdach.[4]
Datei hochladen Ehem. Ansitz Schwanenfeld/Stachler
ObjektID: 38660
Häusern 10
Standort
KG: Ampaß
Das heute als Wohnhaus eines Bauernhofs genutzte Gebäude geht ins 16. und 17. Jahrhundert zurück und diente als Sommersitz der geadelten Haller Handwerksfamilie Wallpach. Der zweigeschoßige Bau weist eine unregelmäßige Achsengliederung und Eckerker unter einem allseits vorkragenden Pfettendach auf. Die Fassade ist mit Fenster- und Türfaschen gegliedert. Im Inneren haben sich ein gratiger, stichkappengewölbter breiter Erdgeschoßflur und eine stichkappengewölbte Küche erhalten.[5]

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Kath. Pfarrkirche hl. Johannes der Täufer und Friedhof
ObjektID: 63840
Kirchweg
Standort
KG: Ampaß
Die spätgotische Kirche wurde 1574 erbaut und 1744 barockisiert. An das vierjochige, durch Strebepfeiler gegliederte Langhaus schließt ein zweijochiger Chor mit dreiseitigem Chorschluss an. Der Nordturm ist mit einer barocken Zwiebelhaube gedeckt. An der Westfassade befindet sich ein mehrfach gekehltes Rundbogenportal mit einer Eisenplattentür, darüber ein Wandbild des hl. Johannes des Täufers von Wolfram Köberl von 1955, an der Chorsüdseite ein Christophorusfresko aus der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts. Der Innenraum weist eine Stichkappentonne, Pilastergliederung, Rokokostuck sowie Deckenmalereien von Johann Michael Strickner von 1744 auf.[6]
Datei hochladen Kath. Filialkirche hl. Veit und ehem. Friedhofsfläche
ObjektID: 63841
Kirchweg
Standort
KG: Ampaß
Die spätgotische Kirche wurde von der Haller Bauhütte errichtet und 1521 geweiht. Der dreijochige, schlichte Bau weist einen dreiseitig geschlossenen Chor und einen Nordturm mit Giebelspitzhelm auf. Der Innenraum ist mit einem Netzrippengewölbe mit spätgotischer Rankenmalerei und gemalten Wappen von 1521 versehen.[7]
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ObjektID: 99367
Kirchweg
Standort
KG: Ampaß
Der Glockenturm wurde 1739 für eine 1717 von Johann Paul Schellener in Hötting gegossene Glocke errichtet. Der gedrungene Bau weist einen Zwiebelhelm und eine gemauerte, korbbogige Vorhalle auf. Im Erdgeschoß befindet sich eine Kapelle mit Stichkappengewölbe und Deckenbildern, die um 1740 geschaffen wurden und Josef Ignaz Mildorfer zugeschrieben werden. Gemalte Altararchitektur umgibt ein Mariahilfbild in stuckierter Rahmung.[8]
Datei hochladen Neuer Friedhof mit Kapellen
ObjektID: 99375
Kirchweg
Standort
KG: Ampaß
Der neue Friedhof wurde um 1987 südöstlich unterhalb der Pfarrkirche angelegt und ist mit dem alten Friedhof über einen Stiegenaufgang mit tabernakelartigen Steinlaternen verbunden.[9] In der Anlage befinden sich eine sechseckige gemauerte Totenkapelle mit Walmdach über Hohlkehle und geschwungener Eingangsseite auf Steinsäulen[10], eine gemauerte Nischenkapelle mit Kruzifix in Formen des 19. Jahrhunderts[11] sowie eine gemauerte Nischenkapelle mit einem von Siegfried Obleitner 1988 geschaffenen Keramikrelief des Auferstandenen[12].
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ObjektID: 99393
Kirchweg
Standort
KG: Ampaß
Der gotisierende Bildstock mit viereckigem Tabernakelaufsatz stammt vom Ende des 17. Jahrhunderts. In den Aufsatznischen Bilder von Carl Rieder aus dem Jahre 1936.[13]
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ObjektID: 63839
Kirchweg 11
Standort
KG: Ampaß
Das im Kern spätgotische, 1674 barock erweiterte Widum ist von einer Umfassungsmauer mit barockem, von Steinkugeln besetzten Portal umgeben. Die Fassade des zweigeschoßigen Gebäudes ist mit einem geschwungenen Blendgiebel, einem zweifach gekehltem Rundbogenportal, teilweise profilierten Fenstergewänden, barocker Architekturmalerei und einem Giebelreiter gestaltet. Der eingezogene Südosttrakt weist Eckerker und in der Mitte einen polygonal hervorspringenden Kapellenanbau auf. Im Inneren haben sich ein Keller mit einer Mittelsäule aus Haustein, eine gotische Balkendecke sowie ein Saal mit Fächergewölbe und intarsierter Portalrahmung erhalten.[14]
Datei hochladen Prähistorisch-frühgeschichtlicher Siedlungs- und Kultplatz am Palmbühel
ObjektID: 125092
Palmbühel/Kirchbühel
Standort
KG: Ampaß
Die markante, strategisch günstig gelegene Kuppe des Palmbühels/Kirchbühels war vermutlich von der Bronzezeit bis in die römische Kaiserzeit besiedelt, worauf zahlreiche Funde von Schmuck- und Gebrauchsgegenständen aus Metall und Keramik sowie von Gräbern hindeuten.[15]
Datei hochladen Sonnenkapelle
ObjektID: 46640

Standort
KG: Ampaß
Die offene barocke Wegkapelle an der alten Straße von Hall nach Ampass stammt aus der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts. Annähernd quadratischer Mauerbau mit rundem Chorschluss. Die offene Vorhalle ruht auf zwei marmornen Rundsäulen, das Dach ist leicht eingezogen und geschweift, seitlich befindet sich je ein Rechteckfenster mit Karniesbogenabschluss. Im Bogenfeld über dem Schmiedeeisengitter barockes Wandbild des Anderl von Rinn. Der Innenraum ist tonnengewölbt.[16]

Ehemalige Denkmäler

Foto   Denkmal Standort Beschreibung
Datei hochladen Mariahilf-Fresko
ObjektID: 38661

bis 2016[17]

bei Haller Innbrücke 3
Standort
KG: Ampaß

Legende

Quelle für die Auswahl der Objekte sind die vom BDA jährlich veröffentlichten Denkmallisten des jeweiligen Bundeslandes.[1] Die Tabelle enthält im Einzelnen folgende Informationen:

Foto: Fotografie des Denkmals. Klicken des Fotos erzeugt eine vergrößerte Ansicht. Daneben finden sich ein oder zwei Symbole:
Das Symbol bedeutet, dass weitere Fotos des Objekts verfügbar sind. Durch Klicken des Symbols werden sie angezeigt.
Durch Klicken des Symbols können weitere Fotos des Objekts in das Medienarchiv Wikimedia Commons hochgeladen werden.
Denkmal: Bezeichnung des Denkmals. Es ist die Bezeichnung angegeben, wie sie vom Bundesdenkmalamt (BDA) verwendet wird. Weiters ist die interne Objekt-Identifikationsnummer (ObjektID) angeführt.
Standort: Es ist die Adresse angegeben. Bei freistehenden Objekten ohne Adresse (zum Beispiel bei Bildstöcken) ist im Regelfall eine Adresse angegeben, die in der Nähe des Objekts liegt. Durch Aufruf des Links Standort wird die Lage des Denkmals in verschiedenen Kartenprojekten angezeigt. Darunter ist die Katastralgemeinde (KG) angegeben.
Beschreibung: Kurze Angaben zum Denkmal.

Die Tabelle ist alphabetisch nach dem Standort des Denkmals sortiert. Das Sortierkriterium ist die Katastralgemeinde und innerhalb dieser die Adresse.

Durch Klicken von „Karte mit allen Koordinaten“ (rechts oben im Artikel) wird die Lage aller Denkmale im gewählten Kartenobjekt angezeigt.

Abkürzungen des BDAs: BR … Baurecht, EZ … Einlagezahl, GB … Grundbuch, GstNr. … Grundstücksnummer, KG … Katastralgemeinde, 0G … Grundstücksnummernadresse
  Commons: Denkmalgeschützte Objekte in Ampass  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. 1 2 Tirol – unbewegliche und archäologische Denkmale unter Denkmalschutz. (PDF), (CSV). Bundesdenkmalamt, Stand: 8. Juni 2017.
  2. Frick: Bildstock hl. Johannes Nepomuk, Johannes-Nepomuk-Bildstock. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 4. Mai 2014.
  3. Frick: Ansitz Taschenlehen, Schloß Taschenlehen. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 4. Mai 2014.
  4. Frick: Hauskapelle, Kapelle Taschenlehen. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 4. Mai 2014.
  5. Krinzinger, Wiesauer: Wohngebäude, ehemaliger Ansitz Schwanenfeld, Stacheler. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 17. Juli 2017.
  6. Krinzinger, Wiesauer: Pfarrkirche hl. Johannes. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 17. Juli 2017.
  7. Krinzinger, Wiesauer: Filialkirche hl. Veit, Veitskirche. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 17. Juli 2017.
  8. Krinzinger, Wiesauer: Glockenturm. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 17. Juli 2017.
  9. Frick, Wiesauer: Neuer Friedhof. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 17. Juli 2017.
  10. Frick, Wiesauer: Friedhofskapelle, Totenkapelle. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 17. Juli 2017.
  11. Frick, Wiesauer: Nischenbildstock, Kreuzkapelle. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 17. Juli 2017.
  12. Frick, Wiesauer: Nischenbildstock, Auferstehungskapelle. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 17. Juli 2017.
  13. Frick: Bildsäule, Bildstock am Burgsteig. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 4. Mai 2014.
  14. Krinzinger, Wiesauer: Pfarrhaus, Pfarramt. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 17. Juli 2017.
  15. Dorothea Mair: Grenzgebiet und Zentrum: Eine Zusammenschau ausgewählter Funde von der römischen Kaiserzeit bis in das frühe Mittelalter sowie Auszüge aus den Grabungen am Widumfeld der Jahre 1999 und 2000. Fundtopographie KG Ampass (VB Innsbruck-Land), Institut für Archäologien, Universität Innsbruck
  16. Frick: Kapellenbildstock, Sonnenkapelle, Schonwöhrerkapelle. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 4. Mai 2014.
  17. Tirol – unbewegliche und archäologische Denkmale unter Denkmalschutz.. Archiviert vom Original im Mai 2016. Bundesdenkmalamt, Stand: 21. Juni 2016 (PDF).
  18. § 2a Denkmalschutzgesetz im Rechtsinformationssystem der Republik Österreich.