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vom 29.06.2017, aktuelle Version,

Liste der denkmalgeschützten Objekte in Gaweinstal

Die Liste der denkmalgeschützten Objekte in Gaweinstal enthält die 32 denkmalgeschützten, unbeweglichen Objekte der niederösterreichischen Marktgemeinde Gaweinstal.[1]

Denkmäler

Foto   Denkmal Standort Beschreibung

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Ortskapelle
ObjektID: 9464
Dorfstraße, Atzelsdorf
Standort
KG: Atzelsdorf
Die Ortskapelle von Atzelsdorf ist ein kleiner Bau des 19. Jahrhunderts, mit Satteldach und östlichem Turm. In der Turmfassade befindet sich eine Figurennische mit einer farbig gefassten Figur des hl. Florian aus der Zeit um 1700. Außen an der nördlichen Kapellenwand befindet sich ein barockes Kreuz, bezeichnet mit 1713.
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ObjektID: 97213

Standort
KG: Atzelsdorf
Am südlichen Ortsausgang steht eine kleine Wegkapelle aus der zweiten Hälfte 19. Jahrhunderts, geweiht dem hl. Antonius von Padua, mit spitzbogiger Öffnung.
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ObjektID: 9467
Brünnerstraße, Gaweinstal
Standort
KG: Gaweinstal
Die Dreifaltigkeitssäule mit Gnadenstuhl-Figurengruppe in der Brünnerstraße ist mit 1861 bezeichnet. Gestiftet wurde sie von Marina Anger. Ursprünglich wurde die Säule auf dem Platz vor der heutigen Apotheke errichtet, wo bis 1858 der Pranger gestanden hatte.[2]
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ObjektID: 9471
Friedhof
Standort
KG: Gaweinstal
Am Friedhof von Gaweinstal befindet sich die neugotische Grabkapelle der Familie Withalm. Bestattet ist dort u. a. auch der Politiker Hermann Withalm.
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ObjektID: 9473
Hauptplatz 27
Standort
KG: Gaweinstal
Das ehemalige Posthaus, vermutlich das älteste Bürgerhaus Gaweinstals, wurde nach dem Schwedeneinfall 1645 errichtet und von Postmeister Lettner im Jahre 1706 umgebaut. Hohes Schopfwalmdach, an den Schmalseiten Volutengiebel und Pinienzapfen. Profiliertes Kordongesims, Obergeschoß mit Pilastergliederung über pilastergerahmten Tor. In der Fassade sind die barocken Statuen der Heiligen Florian und Nepomuk integriert.
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ObjektID: 9474
Hauptplatz 29
Standort
KG: Gaweinstal
Das ehemalige Rathaus ist ein spätbiedermeierlicher Bau ersten Hälfte 18. Jahrhunderts. Es hat einen übergiebelten Mittelrisalit mit Doppeladler im Giebelfeld sowie einen Balkon auf geschwungenen Konsolen mit toskanischen Säulen über einem Stichbogenportal. Das ehemalige Gebäude dient heute als Gasthaus und Hotel.

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Kath. Pfarrkirche hl. Georg
ObjektID: 9465
Kirchenplatz
Standort
KG: Gaweinstal
Die Pfarrkirche hl. Georg in Gaweinstal ist eine hochbarocke Saalkirche mit einem vierjochigen Langhaus, überspannt von einem Tonnengewölbe mit Stichkappen, an das sich ein zweijochiges Presbyterium mit geradem Chorschluss anschließt. Ein erstes Kirchengebäude wurde an dieser Stelle schon vor Beginn 13. Jahrhunderts errichtet. Die erste gesicherte Erwähnung stammt aus dem Jahr 1444. Die Kirche wurde durch den Schwedeneinfall 1645 zerstört, um 1650 wiederhergestellt und 1692 wegen Baufälligkeit neu erbaut. 1702 erfolgte der Anbau eines Presbyteriums und des Kirchturms. 1704 ist die Kirche bis auf die Grundmauern abgebrannt und wurde anschließend in der heutigen Form neu erbaut.
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ObjektID: 9477
Kirchenplatz 1
Standort
KG: Gaweinstal
Der Pfarrhof wurde 1645 durch einen Schwedeneinfall zerstört, anschließend neu erbaut und 1731–1744 umgebaut. Der früh- bis hochbarocke zweigeschoßiger Vierflügelbau umschließt einen rechteckigen Hof. Das südliche Hauptgebäude enthält beeindruckende Räume mit reichen Stuckdecken. Der Südflügel ist dreigeschoßig und grenzt in Richtung Withalmstraße an einen ehemaligen Wehrgraben.

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Gemeindeamt, ehemalige Schule
ObjektID: 9466
Kirchenplatz 4
Standort
KG: Gaweinstal
Das ehemalige Volksschulgebäude wird seit 2007 Gemeindeamt genutzt. Es ist ein späthistoristischer Bau von 1894/1895.
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ObjektID: 97196
Stadlplatz
Standort
KG: Gaweinstal
Die Lichtsäule mit Pestkreuz trägt eine Inschrift von 1682.
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ObjektID: 9470
bei Wienerstraße 5
Standort
KG: Gaweinstal
Die barocke Steinfigur des hl. Nepomuk ist mit 1725 bezeichnet.
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ObjektID: 9469
Wienerstraße
Standort
KG: Gaweinstal
Der Raubritter Gamareth Fronauer überfiel 1460 Gaweinstal, es gab ein Gemetzel mit vielen Toten, jedoch konnte Fronauer zurückgeschlagen werden. Dieses Kreuz wurde den in diesem Kampf Gefallenen zum ewigen Gedächtnis errichtet. Da es in der Nähe der alten Schenkenmühle aufgestellt wurde, erhielt es den Namen „Schenkerkreuz“.[3][4]
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ObjektID: 9478

Standort
KG: Gaweinstal
Der Kirchhof verfügt über eine Dreifaltigkeitssäule (Gnadenstuhl auf toskanischer Säule), bezeichnet mit „Johann Wendler 1686“, der ursprünglich gegenüber dem heutigen Feuerwehrhaus stand.[5] Dahinter befindet sich ein Kriegerdenkmal für die Gefallenen des Ersten und Zweiten Weltkriegs (ursprüngliche Aufstellung am Hauptplatz). Weitere Außenplastiken rund um die Kirche: Statue des hl. Benedikt auf Volutensockel im nördlichen Turmwinkel, bezeichnet 1715; sowie das klassizistische Grabmal der Postmeisterin Elisabeth Dachler, um 1820, östlich der Kirche auf dem aufgelassenen Friedhof.
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ObjektID: 9468

Standort
KG: Gaweinstal
Die barocke Figurengruppe wurde 1718 von Postmeister Johann Lettner gestiftet und von Steinmetzmeister Oxner errichtet. Die Gruppe besteht aus den hll. Maria Magdalena, Maria und Johannes zu Füßen des gekreuzigten Jesus Christus und ist von einer Steinbalustrade mit Schlinggitter umgeben.
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ObjektID: 9472

Standort
KG: Gaweinstal
Die Wegkapelle aus dem späten 19. Jahrhundert verfügt über einen neugotischen Altar und eine spitzbogige Öffnung.
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ObjektID: 9475

Standort
KG: Gaweinstal
Die Klingerkapelle ist ein spätbarocker Bau. An Stelle eines zerfallenen hölzernen Kreuzes wurde 1676 eine Kapelle mit der Statue des gegeißelten Jesus Christus erbaut. Benannt ist sie vermutlich nach dem Erbauer Lorenz Klinger aus Aigen-Gaunersdorf.[6]
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ObjektID: 98411

Standort
KG: Gaweinstal
Während der Kuruzenaufstände wurde 1704 auch Gaweinstal bedroht. Die Einwohner zogen sich auf den Wachtberg zurück, wo sie sich verschanzten und auf die anrückenden Kuruzen das Feuer eröffneten. Diese hatten offenbar keinen organisierten Widerstand erwartet und zogen sich zurück. Zum Andenken an diese Ereignisse wurde dieser Bildstock errichtet.[7]

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Kath. Pfarrkirche hl. Laurentius
ObjektID: 9481
Kirchengasse, Höbersbrunn 2a
Standort
KG: Höbersbrunn
Die Pfarrkirche hl. Laurentius in Höbersbrunn ist ein barocker Bau aus den Jahren 1748–1754. Ihr dreijochiges Langhaus ist mit einem einjochigen, rundgeschlossenen Presbyterium und einem Fassadenturm ausgestattet. Die Westfassade verfügt über eine Lisenengliederung sowie einen Giebel über Gesims. In der Mitte erhebt sich ein leicht vorgezogener Turm, bezeichnet 1750, mit rundbogigen Schallfenstern und Zwiebelhelm.
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ObjektID: 9482
vor Obere Landstraße, Höbersbrunn 29
Standort
KG: Höbersbrunn
Eine barocke, neu gefasste Steinfigur des hl. Nepomuk steht vor Haus Nummer 62.
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ObjektID: 9479

Standort
KG: Höbersbrunn
Das sogenannte Urlauberkreuz in Höbersbrunn ist eine Wegkapelle mit Satteldach und Rundbogenöffnung aus der zweiten Hälfte 19. Jahrhunderts. Innen befinden sich Votivbilder, die mit 1773 bezeichnet sind.
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ObjektID: 9480

Standort
KG: Höbersbrunn
Der Bildstock Drei Brüder ist ein barocker Bildstock von 1783.[8]

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Kath. Pfarrkirche hl. Martin mit ummauertem Kirchhof
ObjektID: 54944
Morandusplatz, Martinsdorf
Standort
KG: Martinsdorf
In erhöhter Lage am westlichen Ortsrand von Martinsdorf befindet sich, umgeben von einem Friedhof, die Pfarrkirche hl. Martin. Ihr barockes Langhaus stammt aus dem 17. Jahrhundert, verfügt jedoch über einen älteren Kern. So sind am Dachboden noch romanische Fenster in tiefen Laibungen erhalten. Dem Langhaus ist ein Westturm vorgestellt. Querhaus und Chor stammen aus dem Jahr 1864.

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Volksschule
ObjektID: 9486
Morandusplatz, Martinsdorf 1
Standort
KG: Martinsdorf
Die östlich der Kirche gelegene Volksschule ist ein zweigeschoßiger, mit 1893 bezeichneter Bau. Das Erdgeschoß weist eine Putzbänderung auf.

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Ehem. Pfarrhof
ObjektID: 9485
Morandusplatz, Martinsdorf 2
Standort
KG: Martinsdorf
Der ehemalige Pfarrhof von Martinsdorf befindet sich westlich der Kirche. Der zweigeschoßige Bau stammt aus dem dritten Viertel des 19. Jahrhunderts. Sein Putz weist eine Eckquaderung auf. Der einachsige übergiebelte Mittelrisalit zeigt ebenfalls eine Eckquaderung. Das Haus ist durch eine Rechteckportal zugänglich, das über eine Steinrahmung mit Ohren und Keilstein verfügt.

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Schloss Pellendorf
ObjektID: 9489
Am Schloßberg, Pellendorf 1
Standort
KG: Pellendorf
Auf einer Anhöhe in Norden des Ortes Pellendorf befindet sich die mächtige dreiflügelige Anlage um einen rechteckigen Hof. 1319 von Simon von Pellendorf gegründet, seit 1753 im Besitz der Familie Khevenhüller-Metsch. Die ältere Anlage wurde im 17. Jahrhundert ausgebaut; um 18. Jahrhundert wurden der Süd- und der Westflügel umgestaltet; 1915 der südöstliche Eckrisalit angebaut. Das Schloss hat eine schlichte, frühbarocke Fassade des 17. Jahrhunderts.
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ObjektID: 9491
Am Schloßberg, Pellendorf 9
Standort
KG: Pellendorf
Barocker Bau, vor 1780.
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ObjektID: 9487

Standort
KG: Pellendorf
Die Statue aus dem zweiten Viertel des 18. Jahrhunderts steht auf einem geschwungenen Sockel mit Putten.

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Dreifaltigkeitssäule
ObjektID: 9496
gegenüber Anton Stöckl-Gasse, Schrick 37
Standort
KG: Schrick
Der Gnadenstuhl, der auf einem achtseitigen Pfeiler mit hohem Sockel ruht, ist bezeichnet mit 1850.

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Figurenbildstock hl. Johannes Nepomuk
ObjektID: 9497
Johannesgasse, Schrick 19, gegenüber Haus Nr. 112
Standort
KG: Schrick
Der Nepomuk-Bildstock gegenüber dem Haus Nummer 112 stammt aus der Mitte des 17. Jahrhunderts.

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Pestkreuz
ObjektID: 97206
Johannesgasse, Schrick 44
Standort
KG: Schrick
Laut einer am Denkmal angebrachten Tafel wurde die Pestsäule in Schrick um 1850 errichtet und 1999 renoviert.

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Kath. Pfarrkirche hl. Margaretha mit Kirchhof und Grabsteinen
ObjektID: 9493

Standort
KG: Schrick
Die Pfarrkirche hl. Margaretha in Schrick ist ein zwischen 1688 und 1691 erbauter barocker Saalbau mit eingezogener Rundapsis. Der Turm hat einen eingeschwungenen Pyramidenhelm vor einer Volutengiebelfassade. Am Langhaus befinden sich Strebepfeiler und Rundbogenfenster; in der Apsis Segmentbogenfenster.

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Krauthügelkapelle
ObjektID: 97205

Standort
KG: Schrick
Die Krauthügelkapelle ist ein nördlich des Ortes gelegener, schlichter neugotischer Rohziegelbau mit Eckpilastern von Ende des 19. Jahrhunderts.
Anmerkung: In der Nähe von Höbersbrunn (ebenfalls Gemeinde Gaweinstal) steht die nahezu baugleiche Kreuzkapelle (Lage)

Legende

Quelle für die Auswahl der Objekte sind die vom BDA jährlich veröffentlichten Denkmallisten des jeweiligen Bundeslandes.[1] Die Tabelle enthält im Einzelnen folgende Informationen:

Foto: Fotografie des Denkmals. Klicken des Fotos erzeugt eine vergrößerte Ansicht. Daneben finden sich ein oder zwei Symbole:
Das Symbol bedeutet, dass weitere Fotos des Objekts verfügbar sind. Durch Klicken des Symbols werden sie angezeigt.
Durch Klicken des Symbols können weitere Fotos des Objekts in das Medienarchiv Wikimedia Commons hochgeladen werden.
Denkmal: Bezeichnung des Denkmals. Es ist die Bezeichnung angegeben, wie sie vom Bundesdenkmalamt (BDA) verwendet wird. Weiters ist die interne Objekt-Identifikationsnummer (ObjektID) angeführt.
Standort: Es ist die Adresse angegeben. Bei freistehenden Objekten ohne Adresse (zum Beispiel bei Bildstöcken) ist im Regelfall eine Adresse angegeben, die in der Nähe des Objekts liegt. Durch Aufruf des Links Standort wird die Lage des Denkmals in verschiedenen Kartenprojekten angezeigt. Darunter ist die Katastralgemeinde (KG) angegeben.
Beschreibung: Kurze Angaben zum Denkmal.

Die Tabelle ist alphabetisch nach dem Standort des Denkmals sortiert. Das Sortierkriterium ist die Katastralgemeinde und innerhalb dieser die Adresse.

Durch Klicken von „Karte mit allen Koordinaten“ (rechts oben im Artikel) wird die Lage aller Denkmale im gewählten Kartenobjekt angezeigt.

Abkürzungen des BDAs: BR … Baurecht, EZ … Einlagezahl, GB … Grundbuch, GstNr. … Grundstücksnummer, KG … Katastralgemeinde, 0G … Grundstücksnummernadresse

Literatur

  Commons: Denkmalgeschützte Objekte in Gaweinstal  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. 1 2 Niederösterreich – unbewegliche und archäologische Denkmale unter Denkmalschutz. (PDF), (CSV). Bundesdenkmalamt, Stand: 9. Juni 2017.
  2. Dreifaltigkeitssäule. In: Chronik-Gaweinstal. Abgerufen am 15. Februar 2013.
  3. Das Schenkerkreuz. In: Chronik-Gaweinstal. Abgerufen am 15. Februar 2013.
  4. Projekt: Renovierung Schenkerkreuz. In: Chronik-Gaweinstal. Abgerufen am 15. Februar 2013.
  5. Dreifaltigkeitssäule Martinsdorferweg. In: Chronik-Gaweinstal. Abgerufen am 15. Februar 2013.
  6. Klingerkapelle. In: Chronik-Gaweinstal. Abgerufen am 15. Februar 2013.
  7. Kuruzendenkmal. In: Chronik-Gaweinstal. Abgerufen am 15. Februar 2013.
  8. Franz Xaver Schweickhardt: Darstellung des Erzherzogtums Österreich unter der Enns. 3. Band: Viertel unterm Manhartsberg. Wien 1834, S. 19 (Volltext in der Google-Buchsuche [abgerufen am 15. Februar 2013]).
  9. § 2a Denkmalschutzgesetz im Rechtsinformationssystem der Republik Österreich.