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vom 29.06.2017, aktuelle Version,

Liste der denkmalgeschützten Objekte in Kauns

Die Liste der denkmalgeschützten Objekte in Kauns enthält die 11 denkmalgeschützten, unbeweglichen Objekte der Gemeinde Kauns im Bezirk Landeck.[1]

Denkmäler

Foto   Denkmal Standort Beschreibung
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ObjektID: 39509
Kauns 11
Standort
KG: Kauns
Zweigeschoßiger Bau mit flachem Satteldach des 17. Jahrhunderts mit gemauerter Freitreppe und einem Polygonalerker in der Mittelachse der Hauptfassade mit einem Fresko Mariahilf aus dem 4. Viertel des 18. Jahrhunderts.[2]
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ObjektID: 64365
Kauns 35
Standort
KG: Kauns
Das Widum wurde nach der Brandkatastrophe von 1925 wieder neubarock hergestellt. Der zweigeschoßige Bau mit Krüppelwalmdach ist traufseitig erschlossen, an der Südfassade ein markanter Erker mit geschnitzten hölzernen Fenstersäulen im Obergeschoß. Reiche Architekturmalerei und ein Herz-Jesu-Medaillon im Giebel, Fenster teilweise mit gemalten dekorativen Umrahmungen (bez. Ludwig Sturm, 1926).[3]

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Kath. Pfarrkirche hl. Jakobus d. Ä. und Kriegerdenkmal
ObjektID: 64368
Kauns 35
Standort
KG: Kauns
Der im Kern mittelalterliche Bau wurde bis auf den Turm durch einen spätgotischen Neubau ersetzt und nach einem barocken Umbau 1761 neu geweiht. 1886 und von 1899 bis 1901 war eine Regotisierung. Pfarrkirche seit 1891. Gewölbemalerei von Thomas Köhle im Anfang des 20. Jahrhunderts. Neugotischer Hochaltar von Josef Bachlechner der Ältere mit Figur Herz Jesu. Orgel von Franz Reinisch II. aus 1901.[2]

Die offene Kriegergedächtniskapelle wurde um 1900 an der Südseite der Kirchenfassade neben einem Treppenturm angebaut. Die Kapelle ist gewölbt und vom Friedhof durch ein Eisengeländer abgegrenzt. Innen Kruzifix und Namenstafel mit den Gefallenen aus dem Ersten Weltkrieg. Darüber unterhalb der Wölbung eine Wandmalerei mit dem Motiv der Auferstehung Christi.[4]

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ObjektID: 89331
bei Kauns 35
Standort
KG: Kauns
Der Friedhof umgibt die Pfarrkirche hl. Jakobus der Ältere.[2]
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ObjektID: 89332
bei Kauns 35
Standort
KG: Kauns
Die Totenkapelle wurde 1978 erbaut. Der eingeschoßige, unterkellerte Bau hat einen dreiseitigen Chorschluss im Westen. Der Keller wird als Abstellraum genutzt.[5]
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ObjektID: 89336
Kauns 41
Standort
KG: Kauns
Der Bildstock bei der Volksschule wurde Ende des 20. Jahrhunderts errichtet. Er ist ein einfacher Mauerbau über einem aus Bruchsteinen gemauertem Sockel mit einem vorgezogenen, schindelgedeckten Satteldach auf zwei Holzsäulen. In der rechteckigen Nische befindet sich ein Kruzifix.[6]
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ObjektID: 39510
Kauns 49a, 49b
Standort
KG: Kauns
Prachtvolles Oberinntaler Durchfahrtshaus mit Polygonalerker an der Stirnseite des Obergeschoßes und großem abgefasten Rundbogenportal. Seitlich ein Anbau welcher vordem ein Kornkasten war. Volkstümliche Fassadenmalerei mit 1664 bezeichnet.[2]
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ObjektID: 39511
Kauns 50
Standort
KG: Kauns
Mächtiges Durchfahrtshaus aus 1642, 1816 renoviert. Zweigeschoßiger Bau mit einem rechteckigen erkerartigen Vorbau über beide Geschoße und einem abgefasten Rundbogenhausteinportal. Gemalte Mauerumrahmungen und ein Fresko Madonna erscheint dem hl. Antonius aus 1816.[2]

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Burgruine Berneck
ObjektID: 39508
Kauns 60
Standort
KG: Kauns
Die Burgruine Berneck an einer senkrechten Felswand zum Faggenbach. Ein Geschlecht der Bernecker urkundlich 1225. Unter Hans Wilhelm und Hans Egli Mülinen war von 1435 bis 1457 ein weitgehender Umbau. Erweiterung unter Maximilian I. Ab 1880 setzt der Verfall ein, um 1930 Ruine, ab 1977 umfassende Restaurierungen. Neben dem östlichen Tor ist eine geostete Burgkapelle hl. Apostel Bartholomäus, gestiftet von Hans Egli von Mülinen. Fresken um 1437 wurden 1941 freigelegt.[2]

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Bildstöcke Richtung Kaltenbrunn
ObjektID: 89328

Standort siehe Beschreibung
KG: Kauns
Die Reihe von sechs gemauerten Nischenbildstöcken am Fußweg zur Wallfahrtskirche Kaltenbrunn stammt vermutlich vom Ende des 19. Jahrhunderts und wurde teilweise erneuert. Über säulenartigem Unterbau ein tabernakelförmiger Aufsatz mit gemauertem Pyramidendach. In den rechteckigen Nischen bemalte Bildtafeln zu den Themen Geburt Christi (Lage)[7], Geißelung Christi (Lage)[8], Schweißtuch der Veronika (?) (Lage)[9], Kreuztragung (Lage)[10] und Kreuzigungsdarstellung (Lage)[11]

Der sechste Bildstock zum Thema Christi Himmelfahrt befindet sich in der Gemeinde Kaunerberg.

Datei hochladen Kapelle Hl. Kreuz, Schranzkapelle
ObjektID: 89329

Standort
KG: Kauns
1639 gestiftet von Michael Schranz. Die hoch aufragende Kapelle mit fast quadratischen Grundriss hat eine Schindeldach und einen hölzernen Dachreiter. In der Apsis ist ein barockes Fresko aus 1683 mit Architekturmalerei, Maria und Johannes. Einbezogen ist ein geschnitzter spätgotischer Kruzifix aus dem Anfang des 16. Jahrhunderts.[2]

Legende

Quelle für die Auswahl der Objekte sind die vom BDA jährlich veröffentlichten Denkmallisten des jeweiligen Bundeslandes.[1] Die Tabelle enthält im Einzelnen folgende Informationen:

Foto: Fotografie des Denkmals. Klicken des Fotos erzeugt eine vergrößerte Ansicht. Daneben finden sich ein oder zwei Symbole:
Das Symbol bedeutet, dass weitere Fotos des Objekts verfügbar sind. Durch Klicken des Symbols werden sie angezeigt.
Durch Klicken des Symbols können weitere Fotos des Objekts in das Medienarchiv Wikimedia Commons hochgeladen werden.
Denkmal: Bezeichnung des Denkmals. Es ist die Bezeichnung angegeben, wie sie vom Bundesdenkmalamt (BDA) verwendet wird. Weiters ist die interne Objekt-Identifikationsnummer (ObjektID) angeführt.
Standort: Es ist die Adresse angegeben. Bei freistehenden Objekten ohne Adresse (zum Beispiel bei Bildstöcken) ist im Regelfall eine Adresse angegeben, die in der Nähe des Objekts liegt. Durch Aufruf des Links Standort wird die Lage des Denkmals in verschiedenen Kartenprojekten angezeigt. Darunter ist die Katastralgemeinde (KG) angegeben.
Beschreibung: Kurze Angaben zum Denkmal.

Die Tabelle ist alphabetisch nach dem Standort des Denkmals sortiert. Das Sortierkriterium ist die Katastralgemeinde und innerhalb dieser die Adresse.

Durch Klicken von „Karte mit allen Koordinaten“ (rechts oben im Artikel) wird die Lage aller Denkmale im gewählten Kartenobjekt angezeigt.

Abkürzungen des BDAs: BR … Baurecht, EZ … Einlagezahl, GB … Grundbuch, GstNr. … Grundstücksnummer, KG … Katastralgemeinde, 0G … Grundstücksnummernadresse
  Commons: Denkmalgeschützte Objekte in Kauns  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. 1 2 Tirol – unbewegliche und archäologische Denkmale unter Denkmalschutz. (PDF), (CSV). Bundesdenkmalamt, Stand: 8. Juni 2017.
  2. 1 2 3 4 5 6 7 Dehio Tirol 1980, Kauns, Seiten 402ff
  3. Falschlunger, Schmid-Pittl: Pfarrhaus. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 26. Juli 2015.
  4. Krivdic, Wiesauer: Kapellenbildstock, Kriegergedächtniskapelle. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 26. Juli 2015.
  5. Wiesauer: Friedhofskapelle, Aufbahrungshalle, Leichenhalle. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 26. Juli 2015.
  6. Wiesauer, Schmid-Pittl: Bildstock bei der Volksschule. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 13. Mai 2016.
  7. Falschlunger, Schmid-Pittl: Bildsäule am Wallfahrtsweg nach Kaltenbrunn. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 15. Juni 2015.
  8. Falschlunger, Schmid-Pittl: Bildsäule am Wallfahrtsweg nach Kaltenbrunn. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 15. Juni 2015.
  9. Falschlunger, Schmid-Pittl: Bildsäule am Wallfahrtsweg nach Kaltenbrunn. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 15. Juni 2015.
  10. Falschlunger, Schmid-Pittl: Bildsäule am Wallfahrtsweg nach Kaltenbrunn. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 15. Juni 2015.
  11. Falschlunger, Schmid-Pittl: Bildsäule am Wallfahrtsweg nach Kaltenbrunn. In: Tiroler Kunstkataster. Abgerufen am 15. Juni 2015.
  12. § 2a Denkmalschutzgesetz im Rechtsinformationssystem der Republik Österreich.