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vom 28.06.2020, aktuelle Version,

Lothar Lockl

Lothar Lockl, 2017

Lothar Lockl (* 5. Dezember 1968 in Wien)[1] ist ein österreichischer Strategie- und Politikberater. Bekanntheit erlangte er als Wahlkampfmanager von Alexander Van der Bellen bei der österreichischen Bundespräsidentenwahl 2016. Er ist weiterhin als externer Berater für diesen tätig.[2]

Werdegang

Schon in jungen Jahren beteiligte sich Lockl bei der Besetzung der Stopfenreuther Au. Er studierte Politik- und Kommunikationswissenschaft an der Universität Wien.[3] Währenddessen war er zwischen 1989 und 1999 bei der österreichischen Umweltschutzorganisation Global 2000 unter anderem als Pressesprecher und politischer Koordinator tätig.[4] Dabei organisierte er Kampagnen gegen die Atomkraftwerke Bohunice und Mochovce, die sich nahe an der österreichischen Grenze befinden.[5]

Im April 1997 war Lockl Mitorganisator des österreichischen Gentechnik-Volksbegehrens, dem mit über 1,2 Mio. Unterschriften bis heute zweiterfolgreichsten Volksbegehren in Österreich.[6][7]

2000 wechselte er in die Politik zu den Grünen. Dort war er zuerst als Kampagnenleiter, dann als Kommunikationschef und ab Herbst 2006 als Bundesparteisekretär tätig. Er war unter anderem für die Nationalratswahlkampagne 2006 verantwortlich, bei der die Grünen auf Bundesebene erstmals drittstärkste Kraft wurden.[8]

2009 verließ er die Politik, machte sich als Kommunikations-, Strategie- und Politikberater selbständig und gründete die „Lothar Lockl Strategie GmbH“,[9] seit Herbst 2019 „Lockl & Keck GmbH“.[10] „Brainbows Informationsmanagement GmbH“ ist mit 15 % an Lockls Agentur beteiligt.[11]

Von 2010 bis 2012 war Lockl Generalsekretär der International Advertising Association (IAA) Österreich.[12] Seit 2018 ist er Mitglied im Verwaltungsrat des Fußballklubs FK Austria Wien.[13] Im März 2020 wurde er von der Bundesregierung als Mitglied des ORF-Stiftungsrates bestellt.[14]

Lothar Lockl galt im Vorfeld der Regierungsverhandlungen zwischen ÖVP und Grünen 2019 als potenzieller Kandidat der Grünen für ein Ministeramt.[15][16]

Familie

Lockl ist Vater eines Sohnes. Seit dem Frühjahr 2019 lebt er getrennt von der österreichischen Journalistin Claudia Reiterer.[17]

Commons: Lothar Lockl  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Van der Bellen-Vertrauensmann verlässt die Politik. In: derStandard.at. 6. Februar 2009, abgerufen am 9. November 2019.
  2. Lockl wechselt nicht in die Hofburg. In: kurier.at. 23. Januar 2017, abgerufen am 9. November 2019.
  3. Lothar Lockl – der Präsidentenmacher. In: trend.at. 16. Dezember 2016, abgerufen am 9. November 2019.
  4. Van der Bellen-Vertrauensmann verlässt die Politik. In: derStandard.at. 6. Februar 2009, abgerufen am 9. November 2019.
  5. Von Global 2000 zu den Grünen. In: orf.at. Abgerufen am 9. November 2019.
  6. Alle Volksbegehren der zweiten Republik. In: Bundesministerium für Inneres. Abgerufen am 9. November 2019.
  7. Lothar Lockl, der türkis-grüne Pendeldiplomat. In: trend.at. 8. November 2019, abgerufen am 9. November 2019.
  8. Lothar Lockl, der türkis-grüne Pendeldiplomat. In: trend.at. 8. November 2019, abgerufen am 9. November 2019.
  9. Lothar Lockl: Beim Schachspiel Strategie gelernt. In: diepresse.com. 14. Juli 2009, abgerufen am 9. November 2019.
  10. kompany – global company intelligence. Abgerufen am 12. November 2019.
  11. Grünes Know-how im türkis-schwarzen Mantel – derStandard.at. Abgerufen am 12. November 2019 (österreichisches Deutsch).
  12. Der Jahresauftakt der Branche. In: horizont.at. 4. Februar 2013, abgerufen am 9. November 2019.
  13. FK Austria Wien – Verein. In: FK Austria Wien. Abgerufen am 9. November 2019.
  14. Regierung bestellte neue ORF-Stiftungsräte. In: orf.at. 11. März 2020, abgerufen am 5. April 2020.
  15. oe24.at – Österreich. 11. November 2019, abgerufen am 12. November 2019.
  16. Elisalex Henckel: Österreichs Wahlsieger: Wagt Sebastian Kurz jetzt das schwarz-grüne Experiment? 31. Oktober 2019 (welt.de [abgerufen am 12. November 2019]).
  17. Claudia Reiterer und Lockl seit Frühjahr getrennt. Abgerufen am 14. November 2019.