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vom 20.06.2017, aktuelle Version,

Lucas Auer

Lucas Auer
Nation: Osterreich Österreich
DTM
Erstes Rennen: Hockenheim I 2015
Teams (Hersteller)
2015 ART • 2016 Mücke • 2017 HWA (alle Mercedes)
Statistik
Starts Siege Poles SR
35 3 4
Podestplätze: 3
Gesamtsiege:
Punkte: 28
Stand: Rennen 1/18, 2017

Lucas Auer (* 11. September 1994 in Tirol) ist ein österreichischer Automobilrennfahrer. Er gewann 2011 den Meistertitel in der JK Racing Asia Series. 2012 wurde er Vizemeister der deutschen Formel 3. 2013 und 2014 startete er in der europäischen Formel-3-Meisterschaft. Seit 2015 tritt er in der DTM an.

Karriere

Auer begann seine Motorsportkarriere 2001 im Alter von sieben Jahren im Kartsport. In seinen ersten beiden Jahren fuhr er in der tirolerischen Kartmeisterschaft, die er mit dem zweiten Platz (2001) und dem Meistertitel (2002) abschloss. Im Jahr 2003 wechselte er in die bayrische Kart-Meisterschaft, die er mit dem achten Platz absolvierte. Von 2004 bis 2007 fuhr er in der deutschen DMV Kart-Meisterschaft. Dort steigerte er sich vom vierten Platz in 2004 auf den zweiten in 2005 und schlussendlich gewann er in den Jahren 2006 und 2007 die Meisterschaft in dieser Serie. In den Jahren 2009 und 2010 fuhr er in der deutschen Junioren-Kartmeisterschaft, die er 2010 mit dem zweiten Platz hinter Christian Sørensen beendete.[1]

2011 wechselte Auer in den Formelsport in die JK Racing Asia Series, der Nachfolgeserie der pazifischen Formel BMW, zu EuroInternational. Er gewann 7 von 18 Rennen und stand nur einmal nicht auf dem Podest. Mit 292 zu 285 Punkten gewann er den Meistertitel vor Afiq Ikhwan Yazid. Außerdem nahm er an zwei Rennen der Formula Pilota China Series teil und erzielte dabei eine Podest-Platzierung. Nach der Saison, bestritt Auer vom 12. bis zum 14. Dezember in Valencia für Van Amersfoort Racing Testfahrten im deutschen Formel-3-Cup.[2] Anfang 2012 ging Auer in der Toyota Racing Series, der höchsten Monoposto-Serie in Neuseeland, für Giles Motorsport an den Start.[3] Er startete die ersten zwei Rennen von der Pole-Position, erreichte jedoch beide Male nicht das Ziel und fiel dadurch in der Gesamtwertung zurück. An den folgenden Rennen erzielte er bessere Resultate und beendete schließlich die letzten sieben Rennen innerhalb der ersten fünf Piloten. Ein zweiter Platz war sein bestes Resultat. Während seine Teamkollegen Nick Cassidy und Hannes van Asseldonk die ersten zwei Positionen belegten, schloss Auer die Saison als drittbester Pilot seines Teams auf dem sechsten Rang der Fahrerwertung ab. Zudem gewann er die Rookie-Wertung. Anschließend nahm Auer 2012 für Van Amersfoort Racing am deutschen Formel-3-Cup 2012 teil.[4] Auer gewann zwei Rennen und stand insgesamt elf Mal auf dem Podium. Mit 298 zu 408 unterlag er Jimmy Eriksson und wurde als bester Neuling Vizemeister. Darüber hinaus absolvierte er für Van Amersvoort Racing drei Gaststarts in der Formel-3-Euroserie und nahm am Macau Grand Prix teil.

Anfang 2013 startete Auer erneut für Giles Motorsport in der neuseeländischen Toyota Racing Series.[5] Mit zwei Siegen führte Auer die Gesamtwertung zwischenzeitlich an. Am Ende der Saison lag er mit insgesamt sechs Podest-Platzierungen auf dem dritten Gesamtrang. Anschließend trat er 2013 in der europäischen Formel-3-Meisterschaft für das Prema Powerteam, dem Meisterrennstall des Vorjahres, an.[6] Mit einem Sieg und neun weiteren Podest-Platzierungen schloss Auer die Saison als Vierter der Gesamtwertung ab. Damit unterlag er teamintern Raffaele Marciello und Alex Lynn. Darüber hinaus debütierte Auer 2013 in der FIA-Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) und nahm für das von Kodewa betreute Lotus-Team an einem Rennen in der LMP2-Klasse teil. 2014 wechselte Auer innerhalb der europäischen Formel-3-Meisterschaft zu Mücke Motorsport.[7] Er gewann drei Rennen und stand bei weiteren zehn auf dem Podium. Als bester Fahrer seines Teams wurde er erneut Vierter in der Fahrerwertung. Außerdem wurde er hinter seinem Teamkollegen Felix Rosenqvist Zweiter beim Macau Grand Prix. Darüber hinaus ging Auer 2014 in der WEC für Lotus bei drei Rennen in der LMP1-Klasse an den Start. Dabei wurde er 24. in der Fahrerweltmeisterschaft.

2015 wechselte Auer in die DTM. Er erhielt ein Mercedes-Cockpit bei ART Grand Prix und wählte die 22 als seine Startnummer.[8] Am Saisonende belegte er als schlechtester Mercedes-Pilot den 23. Gesamtrang. Zur DTM-Saison 2016 kehrte Auer zu Mücke Motorsport zurück. Auf dem Lausitzring erzielte er seinen ersten DTM-Sieg, der zugleich auch der erste Sieg für Mücke Motorsport in der DTM war. Er beendete die Saison auf dem zwölften Platz der Fahrerwertung. 2017 tritt Auer für HWA in der DTM an. Beim Auftaktrennen am Hockenheimring feierte er seinen ersten Saison- und zweiten DTM-Sieg. In der Fahrerwertung belegt er derzeit den ersten Platz.

Persönliches

Lucas Auer ist der Neffe des ehemaligen Formel-1-Rennfahrers Gerhard Berger. Er ist der Sohn von Bergers Schwester Claudia, die ein Transportunternehmen in Wörgl in Tirol leitet.[9]

Statistik

Karrierestationen

  • 2014: Europäische Formel 3 (Platz 4)
  • 2014: WEC (Platz 24)
  • 2015: DTM (Platz 23)
  • 2016: DTM (Platz 12)

Einzelergebnisse in der Toyota-Racing-Series

Jahr Team 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 Punkte Rang
2012 Giles Motorsport Neuseeland INV Neuseeland TIM Neuseeland TAU Neuseeland HMP Neuseeland MAN 589 6.
DNF DNF 14 6 15 14 7 6 5 4 2 5 4 4 3
2013 Giles Motorsport Neuseeland INV Neuseeland TIM Neuseeland TAU Neuseeland HMP Neuseeland MAN 797 3.
1 5 2 1 5 2 5 3 16 5 3 4 4 14 6

Einzelergebnisse im deutschen Formel-3-Cup

Jahr Team Motor 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 Punkte Rang
2012 Van Amersfoort Racing Volkswagen Niederlande ZAN Deutschland SAC Deutschland OSC Belgien SPA Niederlande ASS Osterreich SPI Deutschland LAU Deutschland NÜR Deutschland HOC 298 2.
2 DNS 4 6 DNF 2 4 9 2 5 DNF 5 9 4 2 5 1 2 4 4 1 2 4 2 8 2 3

Einzelergebnisse in der europäischen Formel-3-Meisterschaft

Jahr Team Motor 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 Punkte Rang
2013 Prema Powerteam Mercedes Italien MON Vereinigtes Konigreich SIL Deutschland HO1 Vereinigtes Konigreich BRH Osterreich SPI Deutschland NOR Deutschland NÜR Niederlande ZAN Italien VAL Deutschland HO2       277 4.
2 DNF 4 4 3 7 7 4 12 3 3 1 10 4 3 13 13 6 5 5 2 7 12 7 7 5 DNF 26 3 3      
2014 kfzteile24 Mücke Motorsport Mercedes Vereinigtes Konigreich SIL Deutschland HO1 Frankreich PAU Ungarn HUN Belgien SPA Deutschland NOR Russland MOS Osterreich SPI Deutschland NÜR Italien IMO Deutschland HO2 365 4.
5 12 8 1 4 4 2 7 6 4 3 3 2 DNF 21 3 3 8 5 4 DNF 10 3 3 7 5 1 6 5 8 2 3 1

Einzelergebnisse in der DTM

Saison Team Hersteller 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 Punkte Rang
2015 ART Grand Prix Mercedes Deutschland HO1 Deutschland LAU Deutschland NOR Niederlande ZAN Osterreich SPI Russland MOS Deutschland OSC Deutschland NÜR Deutschland HO2 18 23.
DNF DNS 21 21* 15 9 17 20 21 6 13 19 15 17 6 19 17 20
2016 Mücke Motorsport Mercedes Deutschland HO1 Osterreich SPI Deutschland LAU Deutschland NOR Niederlande ZAN Russland MOS Deutschland NÜR Ungarn HUN Deutschland HO2 68 12.
17* 15* 21 16 7 1 13 5 12 9 18 10 7 2 16 15 18 16
2017 HWA Mercedes Deutschland HO1 Deutschland LAU Ungarn HUN Deutschland NOR Russland MOS Niederlande ZAN Deutschland NÜR Osterreich SPI Deutschland HO2 69 2.
1 4 1 10 12 DNF
Legende
Farbe Abkürzung Bedeutung
Gold Sieg
Silber 2. Platz
Bronze 3. Platz
Grün Platzierung in den Punkten
Blau Klassifiziert außerhalb der Punkteränge
Violett DNF Rennen nicht beendet (did not finish)
NC nicht klassifiziert (not classified)
Rot DNQ nicht qualifiziert (did not qualify)
DNPQ in Vorqualifikation gescheitert (did not pre-qualify)
Schwarz DSQ disqualifiziert (disqualified)
Weiß DNS nicht am Start (did not start)
WD zurückgezogen (withdrawn)
Hellblau PO nur am Training teilgenommen (practiced only)
TD Freitags-Testfahrer (test driver)
ohne DNP nicht am Training teilgenommen (did not practice)
INJ verletzt oder krank (injured)
EX ausgeschlossen (excluded)
DNA nicht erschienen (did not arrive)
C Rennen abgesagt (cancelled)
  keine WM-Teilnahme
sonstige P/fett Pole-Position
SR/kursiv Schnellste Rennrunde
* nicht im Ziel, aufgrund der zurückgelegten
Distanz aber gewertet
() Streichresultate
unterstrichen Führender in der Gesamtwertung

Einzelnachweise

  1. „Lucas Auer“ (afos.com; abgerufen am 17. Dezember 2011)
  2. „Bergers Neffe testet Formel 3“ (Motorsport-Total.com am 16. Dezember 2011)
  3. “RECORD INTERNATIONAL TRS ENTRY” (toyotaracing.co.nz am 12. Dezember 2011)
  4. „Bergers Neffe debütiert im Formel-3-Cup“ (Motorsport-Total.com am 12. Januar 2012)
  5. “LUCAS AUER TO RETURN FOR 2013 TOYOTA RACING SERIES”. toyotaracing.co.nz, 2. November 2012, abgerufen am 4. März 2013 (englisch).
  6. Robert Seiwert: „Formel 3 EM - Perfekt: Auer fährt 2013 für Prema Powerteam“. Meister-Nachfolger gefunden. Motorsport-Magazin.com, 15. Januar 2013, abgerufen am 3. März 2013.
  7. Christian Schrader: „Mücke setzt auf Auer“. Motorsport-Total.com, 10. Dezember 2013, abgerufen am 17. Januar 2014.
  8. DTM - Lucas Auer startet 2015 für Mercedes. Vom Macau-Podium in die DTM. Motorsport-Magazin.com, 29. Januar 2015, abgerufen am 29. Januar 2015.
  9. “Behind the scenes at Sepang” (autosport.com; abgerufen am 17. Dezember 2011)