unbekannter Gast
vom 20.06.2016, aktuelle Version,

Ludwig von Sobbe

Ludwig Karl Heinrich von Sobbe (* 9. März 1835 in Trier; † 7. November 1918 in Charlottenburg) war ein preußischer General der Infanterie.

Leben

Herkunft

Ludwig war der Sohn des späteren preußischen Generalmajors Dietrich Karl Heinrich von Sobbe (* 23. Juli 1796 in Kleve; † 2. September 1877 in Minden) und dessen Ehefrau Johanna, geborene von Gaertner (* 21. Mai 1903 in Neuwied; † 18. März 1843 in Bonn).[1]

Militärkarriere

Nach Besuch des Gymnasiums in Bonn und der Kadettenanstalten in Wahlstatt und Berlin trat Sobbe am 26. April 1853 als Sekondeleutnant in das Garde-Schützen-Bataillon der Preußischen Armee ein. Von Oktober 1858 bis Juni 1861 wurde er zur Kriegsakademie kommandiert und 1860 als Premierleutnant in das Jägerbataillon Nr. 2 versetzt. 1865 wurde er als Hauptmann und Kompaniechef zum Jägerbataillon Nr. 5 versetzt.

Während des Feldzuges 1866 war Sobbe an den Schlachten bei Nachod, Skalitz und Königgrätz beteiligt. 1870 erfolgte seine Verwendung als Major beim Generalstab des XI. Armee-Korps in Kassel.

Im Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 nahm Sobbe an den Schlachten von Weißenburg, Wörth und Sedan, der Beschießung von Pfalzburg sowie an der Belagerung von Paris teil.

Am 19. August 1872 kam er dann in den Generalstab der 21. Division, wurde am 31. Dezember 1873 in den Großen Generalstab versetzt und hier am 18. Januar 1875 zum Oberstleutnant befördert. Als solcher folgte am 1. Juni 1875 seine Ernennung zum Chef des Generalstabes des XIII. (Königlich Württembergisches) Armee-Korps in Stuttgart. Ein knappes Jahr nach seiner Beförderung zum Oberst wurde Sobbe am 11. Februar 1879 Kommandeur des Oldenburgischen Infanterie-Regiments Nr. 91. Am 24. Januar 1882 übernahm er als Chef den Generalstab des VIII. Armee-Korps in Koblenz und stieg dort zwei Jahre später zum Generalmajor auf. Als solcher war Sobbe vom 1. Juni 1885 bis 9. August 1888 Kommandeur der 40. Infanterie-Brigade sowie Oberbefehlshaber über die im Herzogtum Braunschweig stehenden Truppen. Noch vor Ablauf seiner Dienstzeit dort wurde Sobbe am 4. August 1888 zum Generalleutnant befördert. Er erhielt dann das Kommando über die 1. Garde-Division in Berlin. Den Großverband gab Sobbe am 3. November 1890 ab und wurde dann zum Gouverneur von Straßburg ernannt.

Am 16. Januar 1892 wurde Sobbe mit Pension zur Disposition gestellt. Wilhelm II. verlieh ihm am 2. September 1892 den Charakter als General der Infanterie. Außerdem erhielt er die Erlaubnis zum Tragen der Uniform des Garde-Schützen-Bataillons.

Seine letzte Ruhestätte befindet sich nach Umbettung auf dem Südwestkirchhof Stahnsdorf.

Auszeichnungen

Familie

Sobbe hatte sich am 22. Februar 1866 in Berlin mit Pauline Dietz (* 14. November 1844 in Berlin; † 13. Januar 1904 ebenda) verheiratet. Aus der Ehe ging mehrere Kinder hervor, darunter:

  • Diedrich Friedrich Gustav Heinrich (* 12. Februar 1868 in Berlin; † 26. Juni 1939), deutscher Generalmajor.

Literatur

Einzelnachweise

  1. Kurt von Priesdorff: Soldatisches Führertum. Band 6. Hanseatische Verlagsanstalt Hamburg. o.J. S. 337–338.