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vom 26.06.2017, aktuelle Version,

Luise Ullrich

Luise Ullrich (* 31. Oktober 1910 als Aloisia Elisabeth Ullrich in Wien; † 21. Januar 1985 in München) war eine österreichische Schauspielerin.

Leben

Grabstätte von Luise Ullrich

Die Tochter eines Majors erhielt bereits mit 14 Jahren an der Wiener Akademie für Musik und Darstellende Kunst eine Ausbildung zur Schauspielerin. 1926 trat Luise Ullrich erstmals in Wien in der Volksbühne und etwas später im Burgtheater auf. 1931 übersiedelte sie nach Berlin, wo sie auf der dortigen Volksbühne stand, aber schon kurz darauf ans Staatstheater Berlin und schließlich zum Film gelangte. Nach einigen Kurzfilmen spielte sie 1932 neben Luis Trenker in Der Rebell. Es folgten Rollen in der Max-Ophüls-Verfilmung des Arthur-Schnitzler-Werkes Liebelei (1933), in Willi Forsts Schubert-Biografie Leise flehen meine Lieder und dem Film Regine (1935), in Vorstadtvarieté (1935), Schatten der Vergangenheit (1936), Ich liebe Dich (1938), Annelie (1941), Nachtwache (1949), Um Thron und Liebe (1955), Ein Student ging vorbei (1960) und Rainer Werner Fassbinders Fernseh-Fünfteiler Acht Stunden sind kein Tag (1972).

Daneben schrieb Ullrich mehrere Romane und die Autobiografie Komm auf die Schaukel, Luise (1973). 1979 wurde die Schauspielerin für ihr Lebenswerk mit dem Filmband in Gold ausgezeichnet.

Luise Ullrich war ab 1942 mit Wulf-Diether Graf zu Castell-Rüdenhausen (1905–1980) verheiratet, den sie auf einer Südamerikareise kennengelernt hatte und der von seiner ersten Ehefrau, einer geborenen Prinzessin von Hanau, geschieden war. Aus der Verbindung gingen die Töchter Gabriela (* 1944) und Michaela (1945–2011) hervor. Die zuletzt genannte war ab 1968 mit dem Arzt Bernd Rosemeyer (* 1937), dem einzigen Sohn von Bernd Rosemeyer und Elly Beinhorn, verheiratet.

Das Grab von Luise Ullrich befindet sich auf dem Waldfriedhof Grünwald bei München.[1]

Filmografie

Hörspiele

  • 1946: Gaslicht (nach Patrick Hamilton) – Regie: Curt Hampe
  • 1946: Versprich mir nichts – Regie: Hans Walter Binder
  • 1947: Geister, Gänger und Gesichter – Regie: Harald Braun
  • 1950: Das Zauberbett (nach Pedro Calderón de la Barca) – Regie: Wilm ten Haaf
  • 1950: Nocturno 1941 – Regie: Friedrich-Carl Kobbe
  • 1952: Charlotte Löwensköld (nach Selma Lagerlöf) – Regie: Rudolf Rieth
  • 1953: Der Chef kommt um sechs – Regie: Hermann Wenninger
  • 1953: Wir ziehen um (von Walter Netzsch) – Regie: Kurt Wilhelm
  • 1960: Der Familienausflug – Autor und Regie: Heinz von Cramer
  • 1962: Gäste aus Deutschland – Regie: Fritz Schröder-Jahn
  • 1964: Auftrag für Quentin Barnaby. Aus den Tagebüchern eines Branddetektivs; 3. Folge: Das Haus der Ella Martin – Regie: Walter Netzsch

Auszeichnungen

Autobiografie

  • Komm auf die Schaukel, Luise. Balance eines Lebens. Fischer Taschenbuchverlag, Frankfurt am Main 1975, ISBN 3-436-02105-9
  • Sehnsucht wohin führst du mich. Südamerikanisches Tagebuch. Propyläen, Berlin 1941

Einzelnachweise

  1. knerger.de: Das Grab von Luise Ullrich
  2. Bekanntgabe von Verleihungen des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. In: Bundesanzeiger. Jg. 25, Nr. 111, 16. Juni 1973.