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vom 24.02.2016, aktuelle Version,

MÁV X

MÁV X / Szatmár–Nagybánya 1–3 / MÉKV 300–301
MÁV-Baureihe 20 / Popradtalbahn 1–2
KsOd X
ČSD 200.2
MÁV X 5144
MÁV X 5144
Nummerierung: MÁV 5133–5157
Szatmár–Nagybánya 1–3
MÉKV 300–301
MÁV 20,001–025
Popradtalbahn 1–2
KsOd X 501–502
ČSD 200.201
Anzahl: MÉKV:2
Popradtalbahn:2 (von MÉKV)
KsOd: 2 (von Popradtalbahn)
ČSD: 1 (von KsOd)
Szatmár–Nagybánya: 3
MÁV: 25 (3 von Szatmár–Nagybánya)
Hersteller: Budapest
Baujahr(e): 1881–1884
Bauart: B n2t und B n2vt (später tw. Umbau in B n2vt)
Spurweite: 1435 mm (Normalspur)
Länge über Puffer: 6420 mm
Höhe: 3500 mm
Breite: 2566 / 2566 / 2565 mm
Fester Radstand: 2.400 mm
Gesamtradstand: 2.400 mm
Leermasse: 12,67 / 12,8 / 13,5 t
Dienstmasse: 16,51 / 16,7 / 17,91 t
Höchstgeschwindigkeit: 30–35 km/h
Treibraddurchmesser: 850 mm
Steuerungsart: Allan-Trick
Zylinderanzahl: 2
Zylinderdurchmesser: 220 / – / 220 mm
HD-Zylinderdurchmesser: 220 mm
ND-Zylinderdurchmesser: 330 mm
Kolbenhub: 400 mm
Kesselüberdruck: 12,0 atm
Anzahl der Heizrohre: 88
Heizrohrlänge: 2.200 mm
Rostfläche: 0,69 m²
Strahlungsheizfläche: 3,3 m²
Rohrheizfläche: 28,0 m² (wasserberührt)
Verdampfungsheizfläche: 31,3 m² (wasserberührt)
Wasservorrat: 2,25 m³
Brennstoffvorrat: 0,76 / 0,76 / 1,5 m³ (Kohle)

Die Dampflokomotivreihe MÁV X war eine Tenderlokomotivreihe der ungarischen Staatsbahnen MÁV, die auch von anderen Bahngesellschaften beschafft und betrieben wurde.

Die MÁV X

1881 ließen die MÁV zunächst vier Exemplare in Budapest als Zwillingslokomotiven bauen, denen 1882/83 weitere 18 folgten. Bei dieser Lieferung war ein Stück als Verbundlokomotive ausgeführt worden. Es war dies vermutlich die MÁV' 568 (die spätere 5154, 20,022). Sie war die erste Verbundlokomotive in Ungarn. Da die Verbundvariante im Vergleich zu den Zwillingsloks bessere Leistungen erbrachte, wurden in Folge alle Maschinen dieses Typs entsprechend umgebaut. In der Tabelle sind die leicht differierenden Werte für die Verbundvariante in der zweiten Spalte angegeben.

Im dritten Bezeichnungsschema der MÁV erhielten sie die Reihenbezeichnung 20.

Szatmár–Nagybánya 1–3

1884 bestellte die Lokalbahn SzatmárNagybánya drei Zwillingsmaschinen in Budapest, die sehr ähnliche Dimensionen wie die Zwillingsloks der MÁV besaßen. Ihre Daten scheinen in der dritten Spalte der Tabelle auf.

Diese drei Maschinen kamen mit den Betriebsnummern 1076 - 1078, ab 1891 5155–5157, ab 1911 20,023–025 zu den MÁV.

MÉKV 300–301

Gleich im Anschluss an die obige Lieferung baute Budapest zwei Zwillingsmaschinen, die exakt baugleich zu den MÁV-Zwillingen waren, für die ungarische Nordostbahn (Magyar Északkeöeti Vasút, MÉKV), deren Nummern 300 und 301 sie wurden.

1889 kamen die beiden Maschinen zur Popradtalbahn. Dort trugen sie die Nummern 1 und 2.

1893 kamen sie zur Kaschau-Oderberger Bahn (KsOd) als 501 und 502.

Die 501 erhielt nach der Verstaatlichung der KsOd 1924 sogar noch eine ČSD-Nummer, nämlich 200.201 Sie wurde 1927 ausgemustert.

Literatur

  • Jindřich Bek, Zdeněk Bek: Encyklopedie Železnice Parní Lokomotivy ČSD. 1. Band. Corona, 1999, ISBN 80-86116-13-1.
  • Mihály Kubinszky (Hrsg.): Ungarische Lokomotiven und Triebwagen. Akadémiai Kiadó, Budapest 1975, ISBN 963-05-0125-2.
  • Ernő Lányi et al.: Nagyvasúti Vontatójárművek Magyarországon. Hrsg.: Közlekedési Múzeum. Közlekedési Dokumentációs Vállalat, Budapest 1985, ISBN 963-552-161-8.
  • Josef Motyčka: Encyklopedie Železnice Parní Lokomotivy ČSD. 4. Band. Corona, 2001, ISBN 80-86116-21-2.