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vom 11.05.2020, aktuelle Version,

MTK Budapest FC

MTK Budapest FC
Basisdaten
Name MTK Budapest FC
Sitz Budapest, Ungarn
Gründung 1888, Fußballabteilung: 1901
Präsident Péter Deutsch[1]
Website mtkbudapest.hu
Erste Fußball-Mannschaft
Cheftrainer Michael Boris
Spielstätte Bozsik-József-Stadion,
Budapest (2014–2016)
Hidegkuti-Nándor-Stadion,
Budapest (ab 2016)
Plätze 10.000
5.500
Liga Nemzeti Bajnokság II
2018/19   11. Platz (Nemzeti Bajnokság)
Heim
Auswärts
Alternativ

Der MTK Budapest FC ist ein Sportverein aus der ungarischen Hauptstadt Budapest. Der 1888 als Magyar Testgyakorlók Köre (dt. Kreis ungarischer Körperertüchtiger) gegründete Traditionsverein gilt mit 23 Landesmeisterschaften und 12 Pokalsiegen als zweiterfolgreichster Verein des ungarischen Fußballs nach Ferencváros Budapest. Als Budapesti Vörös Lobogó war der MTK 1956 der erste Europapokalteilnehmer aus Ungarn. Die Vereinsfarben sind Blau-Weiß.

Geschichte

Der Verein wurde am 16. November 1888 unter dem Namen MTK Budapest von Mitgliedern der Bourgeoisie und des Judentums gegründet. Turnen und Fechten standen anfangs am Vordergrund. Die Fußballabteilung wurde 1901 aus der Taufe gehoben. 1904 wurde der Verein erstmals ungarischer Meister. 1905 wurde Alfréd Brüll, ein wohlhabender Unternehmer, Präsident der bis zu den Judensäuberungen im Zusammenhang mit dem Faschismus und der Auflösung des Vereins 1940 im Amt blieb. Unter seiner Leitung sollte der Verein den Sport in Ungarn dominieren und 14 weitere Meisterschaften sowie sieben Pokalsiege erringen.

Vor allem Torwart László Domonkos und Gyula Bíró sowie Izidor Kürschner und Ferenc Nagy zählten zu den hauptsächlichen Akteuren der ersten Erfolge. 1914 und 1915 schlossen sich der ungarische Rekordtorschütze Imre Schlosser und der aufstrebende junge Star Alfréd Schaffer dem MTK an. 1916 wurde der große englische Fußballpionier Jimmy Hogan Trainer des Vereins. Zu seinen Entdeckungen gehörten zwei junge Spieler, die zu den stärksten ihrer Zeit werden sollten, nämlich György Orth und József Braun. Hogan baute eine Mannschaft nach seinen Vorstellungen auf und legte die Grundlagen für die nachhaltige Dominanz von MTK im ungarischen Fußball. Auf dem Weg zu den Meistertiteln 1917 und 1918 erlitt seine Mannschaft eine einzige Niederlage.

Bereits wenige Jahre nach der Wiedergründung des MTK Budapest 1945 kehrte der Verein zu alter Stärke zurück. In den 1950er Jahren wurde MTK drei Mal Meister und auch einmal Pokalsieger. 1955 nahm MTK unter dem Namen Vörös Lobogó („Rotes Banner“) als erster ungarischer Verein am Europapokal der Landesmeister teil. Mit Nándor Hidegkuti, Mihály Lantos und József Zakariás gehörten drei MTK-Spieler zur Aranycsapat, der Goldenen Mannschaft Ungarns, die von 1952 bis zum ungarischen Volksaufstand 1956 weltweit für Furore sorgte.

Weitere Erfolge nach dem Krieg waren die Siege im Mitropapokal 1955 und 1963 und der Einzug in das Finale des Europapokal der Pokalsieger 1964. Nach einem 3:3-Unentschieden mussten sich die Budapester mit in einem Entscheidungsspiel Sporting Lissabon mit 0-1 geschlagen geben. Zudem gewann der MTK 1968 den Pokal.

Vor allem der Budapest Honvéd FC aber auch Vasas und Újpest und der Erzrivale Ferencvárosi TC dominierten das Geschehen im Allgemeinen.

Erst 1987 gewann MTK wieder einen Meistertitel. Seither sind noch vier weitere Meisterschaften sowie drei Erfolge im Pokal hinzugekommen.

In der Saison 2010/11 stieg der Verein als Tabellenvorletzter in die zweite Spielklasse ab, schaffte jedoch den direkten Wiederaufstieg.

Spielstätte

Die Heimstätte des MTK Budapest war bis 2014 das Nándor-Hidegkuti-Stadion. Es lag im VIII. Bezirk und fasste zum Schluss 12.700 Zuschauer.[2] Das Stadion wurde 1912 erbaut und trug früher den Namen Hungaria-körúti-Stadion. Nachdem es im Zweiten Weltkrieg zerstört wurde, wurde es 1947 wiederaufgebaut. Seit 2002 ist das Stadion nach dem früheren ungarischen Nationalspieler Nándor Hidegkuti benannt.

Ende 2014 begann der Abriss des alten Stadions.[3] Im Juli 2015 sollen die Abbrucharbeiten beendet werden. Danach soll innerhalb eines Jahres das neue Stadion fertig sein. Der Neubau für 4,5 Milliarden HUF (rund 14,5 Mio. Euro) wird Platz für 5.500 Besucher bereithalten und soll die Möglichkeit zur Erweiterung bieten. Den Plänen zufolge soll die neue Spielstätte des MTK Budapest im August 2016 fertiggestellt werden. Die Eröffnung ist für den 22. September 2016 vorgesehen, wenn der MTK Budapest auf Sporting Lissabon trifft, eine Neuauflage des Endspiels um den Europapokal der Pokalsieger 1963/64.[4] In der Zwischenzeit trägt der MTK seine Spiele im Bozsik-József-Stadion aus.

Namensänderungen

  • 1888–1926: Magyar Testgyakorlók Köre (nachfolgend abgekürzt zu MTK)
  • 1926–1940: Hungária MTK FC
  • 1945–1950: MTK
  • 1950–1951: Budapesti Textiles Sport Egyesület
  • 1951–1953: Budapesti Bástya Sport Egyesület
  • 1953–1956: Budapesti Vörös Lobogó Sport Egyesület
  • 1956–1975: MTK
  • 1975–1990: MTK-Vörös Meteor Sport Kör
  • 1990–1995: MTK
  • 1995–1998: MTK FC
  • 1998–2003: MTK Hungária FC
  • Seit 2003: MTK Budapest FC; der Frauenfußball hat den früheren Namen MTK Hungária FC beibehalten.[5]

Titel und Erfolge

Spieler

Trainer

  • Ungarn  Sándor Kertész (1903–1907)
  • Ungarn  Hugó Szüsz (1907–1911)
  • Schottland  John Tait Robertson (1911–1913)
  • England  Jimmy Hogan (1916–1918)
  • England  Herbert Burgess (1921–1922)
  • Ungarn  Antal Frontz (1922–1925)
  • England  Jimmy Hogan (1. Dezember 1925 – 30. Juni 1927)
  • Ungarn György Orth (1927)
  • Ungarn  Gyula Feldmann (1927–1928)
  • Ungarn  Béla Révész (1928–1929)
  • England  Billy Hibbert (1930–1931)
  • Ungarn  Imre Senkey (1931–1935)
  • Ungarn  Alfréd Schaffer (1. Juli 1933 – 30. Juni 1934), (1. Juli 1935 – 30. Juni 1937)
  • Ungarn  József Braun (1937–1939)
  • Ungarn  Gyula Feldmann (1939–1940)
  • Ungarn  Zoltán Vágó (1945)
  • Ungarn  Károly Csapkay (1946)
  • Ungarn  Zoltán Vágó (1946)
  • Ungarn  Pál Titkos (1946–1947)
  • Ungarn  Márton Bukovi (1947–1954)
  • Ungarn  Tibor Kemeny (1. Januar 1955 – 31. Dezember 1955)
  • Ungarn  Béla Volentik (1956–1957)
  • Ungarn  Márton Bukovi (1957–1959)
  • Ungarn  Nándor Hidegkuti (1959–1960)
  • Ungarn  Gyula Szűcs (1. Januar 1960 – 30. Juni 1962)
  • Ungarn  Imre Kovács (1962–1964)
  • Ungarn  Béla Volentik (191964)
  • Ungarn  Károly Lakat (1965–1966)
  • Ungarn  Nándor Hidegkuti (1967–1968)
  • Ungarn  Ferenc Kovács (1968–1969)
  • Ungarn  Tibor Palicskó (1970–1972)
  • Ungarn  János Bencsik (1972)
  • Ungarn  Géza Kalocsay (1. Juli 1972 – 30. Juni 1974)
  • Ungarn  Imre Kovács (1974–1975)
  • Ungarn  Mihály Keszthelyi (1975–1977)
  • Ungarn  György Mezey (1977–1980)
  • Ungarn  Antal Szentmihályi (1980)
  • Ungarn  László Szarvas (1980–1981)
  • Ungarn  László Sárosi (1982–1983)
  • Ungarn  Tibor Palicskó (1983–1984)
  • Ungarn  György Makai (1984–1985)
  • Ungarn  József Both (1985–1986)
  • Ungarn  József Verebes (1986–1992)
  • Ungarn  Imre Gellei (1992–1993)
  • Ungarn  Sandor Popovics (1993–1994)
  • Ungarn  Bertalan Bicskei (1995–1996)
  • Ungarn  István Kisteleki (1995–1996)
  • Ungarn  Imre Garaba (1996–1997)
  • Ungarn  József Garami (1. Juli 1996 – 30. Juni 1998)
  • Ungarn  Sándor Egervári (1. Juli 1998 – 30. Juni 1999)
  • Niederlande  Henk ten Cate (1. Juli 1999 – 30. Juni 2000)
  • Ungarn  Gábor Pölöskei (1. Juli 2000 – 30. Juni 2001)
  • Ungarn  György Bognár (2001–2002)
  • Ungarn  Sándor Egervári (1. Juli 2002 – 30. Juni 2004)
  • Ungarn  József Garami (1. Juli 2004–2015)
  • Ungarn  Csaba László (2015–2016)
  • Ungarn  Teodoru Vaszilisz (2016)
  • Ungarn  Zsolt Tamási (2016–2017)
  • Ungarn  Tamás Feczkó (2017–2019)
  • Ungarn  Tamás Lucsánszky (2019)
  • Deutschland  Michael Boris (seit 2019)

Andere Sportarten

Die Schachabteilung des Vereins nahm zwischen 1979 und 1990 fünfmal an Europapokal der Vereinsmannschaften, dem European Club Cup, teil.

Die Eishockeyabteilung des Vereins nahm in der zweiten Hälfte der 1940er Jahre an der Ungarischen Eishockeyliga teil und gewann die Ungarische Meisterschaft zwischen 1947 und 1949 dreimal in Folge. 1951 wurde der Spielbetrieb eingestellt.

Die Tennisabteilung gewann in der ungarischen Szuperliga 2014 den Titel.[6]

Commons: MTK Budapest FC  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Vorstand des MTK Budapest, laut Vereinsseite.
  2. Lage des Nandor-Hidegkuti-Stadions
  3. stadiumdb.com: Bilder vom Abriss des Stadions (englisch)
  4. stadiumdb.com: Budapest: New MTK stadium in just 360 days Artikel vom 17. Juli 2015 (englisch)
  5. Website des MTK Hungária FC.
  6. Szuperliga 2014 ungarisch (abgerufen am 15. Februar 2015)