Wir freuen uns über jede Rückmeldung. Ihre Botschaft geht nur an das Administrator Team. Danke fürs Mitmachen, das zur Verbesserung des Systems oder der Inhalte beitragen kann. Ihre Nachricht (optional mit Ihrer E-Mail):
unbekannter Gast
vom 26.10.2017, aktuelle Version,

Martin Arnold (Filmemacher)

Martin Arnold (* 1959 in Wien) ist ein österreichischer Filmemacher und Künstler, der es mit seinen obsessiven Found Footage-Dekonstruktionen zu internationaler Bekanntheit brachte.

Leben

Martin Arnold studierte Psychology/Kunstgeschichte Universität Wien.[1] Er hatte zahlreiche Gastprofessuren inne, u. a. am San Francisco Art Institute (1996/97), an der Städelschule in Frankfurt (1998/99), am Bard College in New York (2000/01), an der Binghamton University, NY (2004-07), bei CalArts in Los Angeles und an der Famu in Prag (2009/10).

Werk

In seiner Found-Footage-Trilogie „pièce touchée“ (1989), „passage à l’acte“ (1993) und „Alone. Life Wastes Andy Hardy“ (1998) manipuliert Arnold im ständigen Vor- und Rücklauf kurze Bildfolgen aus verschiedenen Hollywoodfilmen und bricht damit Einstellungen, Sequenzen und ganze Szenen in vibrierenden, kleinen Exzessen auf. In einer Reihe zuletzt hergestellter Film-Loops, wie oft „Palate“ (2010) oder „Whistle Stop“ (2014) entdeckt er die düsteren Aspekte des Cartoons, einer der klassischsten Formen familientauglicher Kino-Unterhaltung.

Auszeichnungen

Ausstellungen

  • 2000: Performing Bodies, Tate Modern, London
  • 2002: Kunsthalle Wien
  • 2005: Screentests, Nederlands Fotomuseum, Rotterdam
  • 2006: BOZAR Centre for Fine Arts, Brüssel
  • 2006: The Expanded Eye, Kunsthaus Zürich, Zurich
  • 2006: THATS NOT ENTERTAINMENT!, CCCB Barcelona
  • 2007: BODYPOLITICX, Witte de With, Rotterdam
  • 2008: CALL + RESPONSE Musée d´Art Moderne Grand-Duc Jean, Luxemburg City
  • 2009: The Porn Identity, Kunsthalle Wien, Vienna
  • 2013: Ruhe-Störung. Streifzüge durch die Welten der Collage. MARTa Herford

Literatur

  • Gerald Matt/Thomas Miessgang: Martin Arnold, deanimated. Ausstellungskatalog Kunsthalle Wien, Springer, Wien/New York 2002, ISBN 3-211-83830-9
  • Martina Janda: Martin Arnold, Gross anatomies. Verl. für Moderne Kunst, Nürnberg, 2014, ISBN 978-3-86984-524-1

Einzelnachweise

  1. Arnold bei kunstaspekte.de