unbekannter Gast
vom 29.05.2017, aktuelle Version,

Martin Eberhard von Jungkenn

Martin Eberhard Freiherr von Jungkenn genannt Münzer von Mohrenstamm (* um 1679 bis 1692[1] in Freinsheim; † 23. Juni 1769 in Adelmannsfelden) war ein preußischer Generalmajor und Chef des Garnisonsregiments „von Grape“.

Leben

Herkunft

Er entstammte dem reichsritterschaftlichen Geschlecht von Jungkenn. Seine Eltern waren der kurpfälzische Hauptmann der Dragoner und spätere Kaufmann in Frankenthal Johann Emanuel von Jungkenn (1648–1693) und dessen Ehefrau Anne Sophie, geborene Hildebrand. Ein Neffe von ihm war der spätere Kriegsminister von Hessen-Kassel Friedrich Christian Arnold von Jungkenn.

Militärkarriere

Jungkenn ging zunächst in die Armee des Herzogs von Württemberg und zusammen mit den Regiment „Alt-Württemberg“ nach Ungarn. Er kämpfte 1716 bei Peterwardein und 1717 bei Belgrad. Von hier ging er nach Italien und 1719 nach Sizilien. Dort kämpfte er beim Entsatz von Melazzo, bei Villafranca und Messina. 1730 kam er nach Deutschland zurück. Von 1733 bis 1735 war er in die Kämpfe gegen die Franzosen verwickelt. Er war Oberstleutnant, als sein Regiment 1741 als Infanterieregiment Nr. 46 in preußische Dienste kam. Am 17. September 1745 wurde er dort Oberst und 1745 Kommandeur im Infanterieregiment „Riedel“. 1749 Übernahm er als Chef das Infanterieregiment „Dohna“ und wurde am 24. Juni 1751 zum Generalmajor ernannt. Mit Beginn des Siebenjährigen Krieges 1757 kam er mit seinem Regiment zur alliierten Armee und stellte die Besatzung der Festung Magdeburg. Im September 1757 war er kurz bei der Armee des Herzogs von Braunschweig, als diese aber nach Sachsen marschierte, blieb Jungkenn in Magdeburg. Im Dezember marschierte er nach Halberstadt, um das Land gegen die Einfälle der Franzosen zu schützen. Als diese aber mit 10.000 Mann gegen ihn vorrückten, zog er sich in Richtung Aschersleben und Bernburg zurück. Aber im gleichen Monat kam Unterstützung durch den Prinzen Heinrich von Preußen und am 1. Februar wurde die Stadt Hornburg angegriffen und die Franzosen mussten sich letztlich bis an die Weser zurückziehen. Sein Regiment wurde anschließend nach Sachsen verlegt. Der Gesundheitszustand von Jungkenn war aber schon angegriffen und so bat er um seine Entlassung. Er erhielt zunächst noch das Garnisonsregiments „von Grape“ und dimittierte am 8. März 1759.

Daraufhin zog er sich auf sein Gut Adelmannsfelden zurück.

Familie

Jungkenn hatte sich am 17. März 1732 in Adelmannsfelden mit Eleonora Magdalena von Vohenstein (* 15. März 1712 in Vaihingen an der Enz; † 4. April 1784 in Adelmannsfelden) verheiratet. Aus der Ehe gingen acht Kinder hervor:

  • Karl Alexander Gottlieb (* 6. März 1736 in Vaihingen), preußischer Premierleutnant im Infanterieregiment Nr. 44
  • Karl Friedrich (* 27. September 1737 in Vaihingen; † 1802 in Wesel), preußischer Generalmajor
  • Franz Georg Eberhard (* 28. März 1739 in Freiburg; † 11. November 1788 in Wesel), preußischer Major im Infanterieregiment Nr. 44
  • Wolfgang Ludwig (* 1740; † 8. August 1759), preußischer Fähnrich im Infanterieregiment „von Salmuth“
  • Christiane Sophie Juliane (* 20. Mai 1741 in Wesel)
  • Friederike Christiane Luise (* 10. August 1742 in Wesel) ∞ Johann Friedrich Wilhelm Moritz von Romberg, preußischer Generalmajor
  • Karl Johann Friedrich (* 12. April 1744 in Wesel)
  • Georg Friedrich Ludwig (* 20. September 1745 in Wesel), hessischer Fähnrich

Literatur

Einzelnachweise

  1. Mebes (Lit.) nennt als Geburtsjahr "etwa 1680"; Priesdorff (Lit.) 1692. Nach Kneschke (Lit.) und König (Lit.) strab er (wenig) nach 1759 im Alter von (beinahe) 80 Jahren.