unbekannter Gast
vom 29.10.2017, aktuelle Version,

Martin Hell

Martin Hell (* 6. April 1885 in Liefering bei Salzburg; † 29. Jänner 1975 in Salzburg) war ein österreichischer Ingenieur und Prähistoriker.

Leben

Hell studierte an der Technischen Hochschule in Wien das Bauingenieurfach, betrieb daneben aber auch Studien zur Geologie und Paläontologie. Von 1920 bis 1923 studierte er an der Universität Wien bei Oswald Menghin Ur- und Frühgeschichte.

Petersfriedhof Salzburg, Grab von Martin Hell

Nach Abschluss des Ingenieurstudiums trat Hell als Dipl. Ing. in den Dienst der Salzburger Landesregierung, wo er durch mehr als 30 Jahre im Straßen- und Wasserbau tätig war. Seine Freizeit widmete er – gemeinsam mit seiner Frau Lina – der Erforschung der ältesten Geschichte Salzburgs und Nordbayerns. Weitere Arbeitsgebiete waren Geologie- und Höhlenkunde sowie Volks- und Heimatkunde.

Rund 500 wissenschaftliche Veröffentlichungen liegen von ihm vor, daneben gibt es noch zahllose Berichte in den verschiedensten fachlichen, aber auch in populären Organen. Prof. Martin Hell erhielt mehrere Ehrungen, darunter von der Universität München und der Universität Wien den Dr. phil. honoris causa.

Martin Hell ist auf dem Petersfriedhof Salzburg beigesetzt.

Veröffentlichungen (Auswahl)

  • Zwei spätrömische Gräber aus Gröding bei Salzburg. In: Jahreshefte des Österreichischen Archäologischen Institutes. 44, 1959, ISSN 0078-3579, Sp. 139–146.
  • Neufund eines Bronzeschwertes aus der Salzach. In: Archaeologia Austriaca. 27, 1960, ISSN 0003-8008, S. 76–79.
  • Eine Gebetschnur der Karolingerzeit aus Anger bei Reichenhall. In: Bayerische Vorgeschichtsblätter. 23, 1960, S. 210–212.
  • Antike Steinsärge in der Abteikirche St. Peter zu Salzburg. In: Jahresschrift des Salzburger Museums Carolino Augusteum. 11, 1965, ISSN 0558-3438, S. 23–32.
  • Zur Frage keltischer Münzprägung auf dem Halleiner Dürrnberg. In: Archaeologia Austriaca. 47, 1970, S. 44–48.
  • Eine bronzezeitliche Wohnstelle in Salzburg-Taxham. In: Archaeologia Austriaca. 53, 1973, S. 1–7.

Literatur

  • Fritz Moosleitner: Martin Heil. In: Gedenkschrift für Martin Hell (= Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde. Bd. 115, Nr. 2, ISSN 0435-8279). Gesellschaft für Salzburger Landeskunde, Salzburg 1975, S. 257–264.