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vom 10.12.2016, aktuelle Version,

Max Löwenthal-Chlumecky

Josef Maria Maximilian Löwenthal-Chlumecky (* 14. März 1908 in Mali Lošinj; † 27. August 1995 in Bozen) war ein österreichischer Diplomat.

Leben

Max Löwenthal-Chlumecky war der Sohn von Alice Turk von Karlovacgrad und Josef Löwenthal-Chlumecky, Bürovorstehers des Ministerratspräsidiums von Österreich-Ungarn. Die Familie von Löwenthal zog 1912 nach Wien. Max Löwenthal studierte Rechtswissenschaft, wurde zum Doktor der Rechte promoviert, wurde als Bankbeamter beschäftigt und am 18. März 1932 trat er in den auswärtigen Dienst wo er bis Februar 1935 in Prag und anschließend in Paris beschäftigt wurde. Ab 1936 wurde er im Außenamt in Wien beschäftigt, wo er 1938 das Büro des Außenministers Guido Schmidt leitete, mit dem „Anschluss Österreichs“ wurde das „Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums“ auch dort angewandt und Maximilian Löwenthal-Chlumecky wegen seiner jüdischen Herkunft in den Ruhestand versetzt. Während des Anschluss Österreichs wurde Löwenthal bei der Continentale Motorschiffahrts-AG, (COMOS) die in der Betriebsgemeinschaft der Donau-Schifffahrts-Gemeinschaften agierte, beschäftigt.

Am 5. Februar 1952 wurde er zum Botschafter in Washington, D.C. ernannt, wo er vom 13. Februar 1952 bis 1954 akkreditiert war. Mit Sitz in Washington, D.C. war er von 1952 bis 1954 auch bei den Regierungen in Ottawa, Havanna und Santo Domingo akkreditiert. Von 1954 bis 1955 war er mit Sitz in Buenos Aires, bei den Regierungen in Montevideo und Asunción akkreditiert.

Vom 16. März 1955 bis 1972 war er Botschafter in Rom. Als der Befreiungsausschuss Südtirol mit vereinzelten Sprengstoffanschlägen aktiv wurde, wurde Löwenthal am 25. Februar 1960 nach Wien zu Konsultationen gerufen. [1] 1966 residierte er in Rom und wurde bei der Regierung in Tunis als außerordentlicher und bevollmächtigter Botschafter mitbeglaubigt. [2]

Veröffentlichungen

  • Doppeladler und Hakenkreuz: Erlebnisse eines österreichischen Diplomaten, Wort und Welt, 1985[3]

Einzelnachweise

  1. Collier's year book covering the year 1960, P.F. Collier & Son., S. 76
  2. Die Zeit, 1988,
  3. Max Löwenthal, Doppeladler und Hakenkreuz: Erlebnisse eines österreichischen Diplomaten, Wort und Welt, 1985, S. 133
Vorgänger Amt Nachfolger
Ludwig Kleinwaechter österreichischer Botschafter in Washington, D.C.
1952–1954
Karl Gruber
Österreichischer Botschafter in Ottawa
1952–1954
Walther Peinsipp
Stephan Tauschitz Österreichischer Botschafter in Buenos Aires
1954–1955
Meinard Falser
Johannes Schwarzenberg Österreichischer Botschafter in Rom
1955–1972
Heribert Tschofen