unbekannter Gast
vom 20.12.2015, aktuelle Version,

Melchior Bocksberger

Fassadenmalerei am Goliathhaus
Hinweistafel am Goliathhaus

Melchior Bocksberger (* um 1537 in Salzburg; † um 1587 in Regensburg) war ein Maler und Zeichner.

Leben

Melchior Bocksberger lernte bei seinem Onkel Hans Bocksberger dem Älteren das Malerhandwerk, wie auch dessen Sohn Hans Bocksberger der Jüngere. Kunsthistorisch wurden die beiden Cousins früher bisweilen auch als eine einzige Person eingeordnet.[1]

Vermutlich zwischen 1558 und 1573 war er Hofmaler Albrechts V., gesichert sind Aufträge für die Ausmalung des Schloss Dachau (1563), für die Kirche in Schloss Isareck bei Moosburg an der Isar (1570) und im Barfüßerkloster in München (1571).

Melchior Bocksberger war auch Fassadenmaler, es sind jedoch kaum Originale erhalten. Überrestauriert oder schlecht erhalten sind seine Arbeiten in Regensburg: Der Goliath am Goliathhaus (1573), der Ostflügel des Kreuzganges von St. Emmeram, Malereien am Bischofshof und der Neuen Waag.

Aus seinem zeichnerischen Gesamtwerk ist der Entwurf für das Regensburger Rathaus (1573) erhalten. In einem eklektischen Stil entwirft Bocksberger eine für Rathausdekorationen des 16. Jahrhunderts typische Fassade.

Von malerischen Schaffen ist das Gemälde Elias fährt gen Himmel (München, Alte Pinakothek) gesichert.

Literatur

Einzelnachweise

  1. deutsche-biographie.de: Bocksberger, Johann Melchior (Hans)