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vom 21.03.2020, aktuelle Version,

Merbspitze

Merbspitze
Merbspitze, Glockhaus und Löffelspitze gesehen von der Rotenmannspitze

Merbspitze, Glockhaus und Löffelspitze gesehen von der Rotenmannspitze

Höhe 3090 m ü. A.
Lage Tirol, Österreich und Südtirol, Italien
Gebirge Prettaukamm, Venedigergruppe
Dominanz 1,3 km Löfflergrat
Schartenhöhe 245 m Merbscharte[1]
Koordinaten 47° 1′ 30″ N, 12° 8′ 51″ O
Merbspitze (Tirol)
Merbspitze
Erstbesteigung 21. August 1882 von durch Ludwig Purtscheller mit Georg Nöckler
Normalweg Vom Arvental zum Merbjoch und über den Südwestgrat (I)

Die Merbspitze ist ein 3090 m ü. A.[2] hoher Berggipfel des Prettaukamms in der Venedigergruppe. Der Gipfel liegt an der italienisch-österreichischen Staatsgrenze und wurde erstmals am 21. August 1882 von Ludwig Purtscheller mit Georg Nöckler über die Westflanke bestiegen. Seinen Namen erhielt der Berg durch den mürben (brüchigen) Fels, wobei die Merbspitze früher auch als Knappenspitze oder Rote Spitze bezeichnet wurde.

Lage

Die Merbspitze liegt an der Grenze zwischen der Südtiroler Gemeinde Prettau im Norden und der Osttiroler Gemeinde St. Jakob in Defereggen im Süden. Bezogen auf den Prettaukamm liegt die Merbspitze im Nordwesten. Südwestlich trennt das Merbjoch (2832 m ü. A.) die Merbspitze von der Lenkspitze (3105 m ü. A.), südöstlich markieren die Merbscharte (2845 m ü. A.) und die Rötfleckscharte (2855 m ü. A.) den Übergang zum Südwestgipfel des Löfflergrat (3132 m ü. A.). Der lange Nordwestgrat führt zum Kleinen Ötschen (2749 m ü. A.). Die Südseite der Merbspitze fällt zum Arvental mit dem Arventalbach ab, die Nordwestseite zur Merbalpe mit dem ins Ahrntal mündenden Merbbach. Nordöstlich fällt die Merbspitze zum Röttal ab. Die Bergflanken der Merbspitze sind durch den Nationalpark Hohe Tauern bzw. den Naturpark Rieserferner-Ahrn unter Schutz gestellt.

Aufstiegsmöglichkeiten

Der Normalweg auf die Merbspitze nimmt seinen Ausgang am Alpengasthaus Oberhaus und verläuft in der Folge zunächst auf der Almstraße zur Jagdhausalm und danach zur Arventalalm. Der weitere Anstieg erfolgt entlang des Arventalbachs und führt in der Folge in das Merbjoch, von wo aus die Merbspitze über den Südwestgrat in leichter Kletterei bestiegen werden kann (I). Varianten zur Besteigung der Merbspitze bestehen mit dem Anstieg über den Ostgrat von der Jagdhausalm via Merbscharte (I), der Aufstieg von der Merbalpe über die Westflanke (I) oder der Übergang vom Kleinen Ötschen über den Nordwestgrat (III-).

Einzelnachweise

  1. Clem Clements, Jonathan de Ferranti, Eberhard Jurgalski, Mark Trengove: The 3000 m SUMMITS of AUSTRIA – 242 peaks with at least 150 m of prominence, Oktober 2011, S. 15. Höhe der Bezugsscharte nach: Willi End: Alpenvereinsführer Venedigergruppe, München 2006, RZ 512.
  2. Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen Österreich: Merbspitze auf der Austrian Map online (Österreichische Karte 1:50.000). Laut Tiroler Rauminformationssystem: 3089 m.

Literatur

Commons: Merbspitze  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien