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vom 01.04.2020, aktuelle Version,

Michael Horowitz (Journalist)

Michael Horowitz (2019)

Michael Horowitz (* 1. Dezember 1950 in Wien) ist ein österreichischer Schriftsteller, Verleger und Fotograf. Der Autor wurde vor allem durch die Gründung des Kurier-Magazins „Freizeit“ bekannt, dessen Chefredakteur er 25 Jahre lang war.[1]

Leben

Horowitz ist Autor von mehr als 20 Büchern, darunter Biografien über Heimito von Doderer, Egon Erwin Kisch, Karl Kraus sowie seiner Freunde H. C. Artmann, Otto Schenk und Helmut Qualtinger. Gemeinsam mit seiner Frau Angelika gründete er 2002 den Verlag MHM – Michael Horowitz Media, in dem unter anderem das Buch Verdrängen – Vergessen – Verzeihen über das dunkelste Kapitel Österreichs mit einem Vorwort von Franz Vranitzky, erschien. In der ambivalenten Liebeserklärung an seine Heimatstadt Das Goldene Wien erinnert er sich an seine Kindheit und Jugend. Im Band Herzensschlampereien reflektiert er Arthur Schnitzlers Werk und Privatleben. Michael Horowitz schreibt darüber hinaus aber auch nach wie vor für andere Verlage: 2016 erschienen im Metro-Verlag Die Welt von Morgen und im Residenz-Verlag Das weite Land der Seele – Gesunde Psyche in einer verrückten Welt, 2017 erschien die Jubiläumsbiografie Leonard Bernstein – Magier der Musik im Amalthea Verlag. 2018 erschien im Residenz-Verlag das Buch Angst, das er gemeinsam mit dem Psychiater Georg Psota verfasst hat.

Nach der zweijährigen wöchentlichen Serie in der „Presse am Sonntag“ über Dichter & Denker - 100 große Österreicherinnen und Österreicher der letzten 100 Jahre erschien im Herbst 2019 im Molden Verlag das Buch zur Serie mit dem Titel 100 Menschen, die Österreich bewegten. Seit Dezember 2019 erscheint in der „Presse am Sonntag“ seine neue Serie AugenBlicke - die größten Künstlerinnen und Künstler Österreichs des 20. Jahrhunderts.

Michael Horowitz begann schon während seiner Gymnasialzeit zu fotografieren. Anlässlich der Expo 2000 präsentierte er gemeinsam mit Franz Hubmann die Menschen-Fotodokumentation im Österreich-Pavillon. Seine Fotos wurden in verschiedenen in- und ausländischen Galerien gezeigt, darunter in Wien, in Salzburg während der Salzburger Festspiele und in Graz während des „steirischen herbstes“. Zuletzt 2016 in der Ausstellung Horowitz. 50 Jahre Menschenbilder im Jüdischen Museum Wien. Von Februar bis April 2020 wird in der Wiener Albertina das fotografische Lebenswerk von Horowitz präsentiert.

Michael Horowitz schrieb auch Drehbücher für Film und Fernsehen, darunter Dokumentationen für den ORF über Heimito von Doderer und Karl Kraus. Sein Drehbuch für den Film Caracas wurde 1989 bei den Filmfestspielen von Cannes mit dem „Prix de la Jeunesse“ prämiert. Sein Theaterstück Heisshunger wurde im Wiener Rabenhof-Theater aufgeführt. Er erhielt mehrere österreichische Auszeichnungen, darunter das Große Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich, die Ehrenmedaille der Bundeshauptstadt Wien in Gold, das Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien sowie das Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse.

Seit er im November 2005 mit Willi Resetarits (Ostbahn-Kurti) im großen Sendesaal des Wiener Radiokulturhauses auf der Bühne stand, ist das Wienerlied seine musikalische Liebe geworden. Gemeinsam mit seiner neu gegründeten Jazzband „Die Herzensbrecher“ tritt er immer wieder im In- und Ausland auf, zuletzt bei einem Fest für das Wienerlied. Mit prominenten Partnern wie Maja Hakvoort, Julia Stemberger, Werner Schneyder, Kurt Rydl und Heinz Zednik. Gemeinsam mit Heinz Marecek liest Horowitz Wienerisches von Peter Altenberg bis Josef Weinheber und mit Petra Morzé Arthur Schnitzlers Herzensschlampereien.

Horowitz ist verheiratet und hat zwei Töchter.

Commons: Michael Horowitz  – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Kurier: 25 Jahre Freizeit: Das Leben, ein Fest; abgerufen am 4. Nov. 2019