unbekannter Gast
vom 30.06.2017, aktuelle Version,

Millennium-Express

Millennium-Express I
Standort: Hermagor, Österreich
Bauart: Einseilumlaufbahn
Baujahr: 1999
Berg: Gmanberg
Talstation: Tröpolach, 614 m
Höhendifferenz: 406 m
Bergstation: Gmanberg, 1020 m
Streckenlänge: 1630 m
Fahrdauer: 4,5 min
Anzahl der Gondeln: 158 Stk.
Anzahl der Stützen: 11 Stk.
Kapazität: 15 Pers./Gondel, 3600 Pers./Stunde
Hersteller: Doppelmayr
Millennium-Express II
Standort: Hermagor, Österreich
Bauart: Einseilumlaufbahn
Baujahr: 1999
Berg: Gmanberg-Madritsche
Talstation: Gmanberg, 1020 m
Höhendifferenz: 565 m
Bergstation: Tressdorfer Alm, 1585 m
Streckenlänge: 2772 m
Fahrdauer: 7,7 min
Anzahl der Gondeln: 158 Stk.
Anzahl der Stützen: 17 Stk.
Kapazität: 15 Pers./Gondel, 3600 Pers./Stunde
Hersteller: Doppelmayr
Millennium-Express III
Standort: Hermagor, Österreich
Bauart: Einseilumlaufbahn
Baujahr: 2000
Berg: Madritsche
Talstation: Tressdorfer Alm, 1592 m
Höhendifferenz: 315 m
Bergstation: Skiplatz Madritsche, 1907 m
Streckenlänge: 1599 m
Fahrdauer: 4,4 min
Anzahl der Gondeln: 158 Stk.
Anzahl der Stützen: 11 Stk.
Kapazität: 15 Pers./Gondel, 3600 Pers./Stunde
Hersteller: Doppelmayr
Betreiber: Nassfeld - Liftgesellschaft m.b.H
Webpräsenz: www.nassfeld.at

Der Millennium-Express ist eine kuppelbare Kabinenseilbahn, die seit dem Winter 1999/2000 das Gailtal mit dem Nassfeld verbindet und in drei Sektionen von Tröpolach in 17 Minuten mitten in das Skigebiet Nassfeld führt. Mit einer Gesamtlänge von 6.001 m ist sie die längste Seilbahn in Österreich und die zweitlängste Seilbahn der Alpen. Vor dem Bau der Bahn konnte das Schigebiet nur mit dem Auto über die Passstraße erreicht werden. Geplant ist auch seit mehreren Jahren eine ähnliche Zubringerseilbahn, die auf der italienischen Seite von Pontebba auf den Berg führt.[1]

Technik

Die Kabinen der Bahn fassen wie ihre Schwesterbahnen (Trogkofelbahn und Zweikofelbahn) bis zu 15 Personen und werden in den zwei Zwischenstationen automatisch von einem Seil auf das nächste umgekuppelt. Damit ist eine durchgehende Fahrt bis zur Gipfelstation ohne Umsteigen möglich. Die Sektionen können aber auch getrennt betrieben werden. Damit ist dann zum Beispiel bei gesperrter Talabfahrt eine Anpassung an ungleichmäßige Auslastung möglich. Im Prinzip handelt es sich also um drei hintereinander errichtete Seilbahnen, auf denen die Gondeln weitergereicht werden können. In jeder Zwischenstation öffnen sich die Türen, sodass zu- und ausgestiegen werden kann.

Der Antrieb befindet sich bei allen drei Sektionen jeweils in der Bergstation. Die Garagierung erfolgt in der Talstation Tröpolach.

Strecke

Die erste Sektion führt vom Tal auf den Gmanberg, von wo eine Abfahrt ins Tal möglich ist. Die darunterliegende Piste wird auch für den Nachtschilauf genutzt.

Die zweite Sektion überquert den Rudniggraben und führt ins Schizentrum auf der Tressdorfer Alm. Im Gebäude dieser Zwischenstation sind auch die Schischule, ein Sportartikelgeschäft mit Schidepot und ein Restaurant untergebracht. Da dieser Abschnitt nicht direkt mit Schiern befahren werden kann, wird die Sektion auch für die Heimfahrt am Abend intensiv genutzt.

Die dritte Sektion ist jener Teil, der tagsüber für den Schibetrieb hauptsächlich verwendet wird. Auf diesem Abschnitt gibt es im Winter kaum Talfahrten.

Einzelnachweise

  1. Nassfeld-Ausbau: Grünes Licht aus Italien, ORF.at am 16. Oktober 2012