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vom 25.04.2020, aktuelle Version,

Miriam Stein

Miriam Stein (2015)

Miriam Stein (* 10. Mai 1988 in Wien)[1] ist eine österreichisch-schweizerische Schauspielerin.[2]

Leben

Miriam Stein ist Tochter aus erster Ehe des Schweizer Fernsehmoderators Dieter Moor mit der österreichischen Theaterregisseurin Marie-Louise Stein und wuchs in Wien auf. Ursprünglich wollte sie Tänzerin werden und besuchte hierfür ein spezielles Gymnasium, das mit der Oper zusammenarbeitete. Gesundheitliche Probleme zwangen sie aber, diese Karriere aufzugeben und an ein öffentliches Gymnasium zu wechseln, wo sie ihre Matura ablegte.[3]

Stein stand das erste Mal im Alter von elf Jahren für die Titelrolle in Peter Reichenbachs Das Mädchen aus der Fremde (1999) mit Christian Kohlund und Mareike Carrière vor der Kamera. Für ihre schauspielerische Leistung als verstörtes Flüchtlingskind aus dem Kosovo erhielt sie im Jahr 2001 den Förderpreis des Deutschen Fernsehpreises.[4] Von 2006 bis 2009 erwarb sie in einem Studium an der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) den Master of Arts in Theater (Vertiefung Schauspiel) und verbrachte ein Auslandsjahr am Pariser Conservatoire national supérieur d’art dramatique.

Einem breiteren Publikum wurde Miriam Stein als Hauptdarstellerin im romantischen Drama Goethe! (2010) an der Seite von Titelheld Alexander Fehling und Moritz Bleibtreu bekannt, das in Deutschland über 600.000 Kinozuschauer erreichte.[5] Der Part der Lotte Buff brachte ihr 2011 den New Faces Award als beste Nachwuchsschauspielerin ein. In dem aufwändigen deutschen Fernseh-Dreiteiler Unsere Mütter, unsere Väter (2013) über die Generation der damals 20-Jährigen im Zweiten Weltkrieg spielte Stein eine der fünf Hauptrollen, die Charlotte.

In der ZDF-Verfilmung Unterleuten – Das zerrissene Dorf von Juli Zeh spielte sie Linda Franzen, die Lebensgefährtin des Spiele-Entwicklers Frederick Wachs (Jacob Matschenz), die gemeinsam in das brandenburgische Unterleuten ziehen, wo sie ein kleines Grundstück samt Villa erworben haben.[6]

Miriam Stein lebt in Berlin[2] und ist seit 2009 mit dem Schauspieler Volker Bruch liiert, der ebenfalls später in Unsere Mütter, unsere Väter mitwirkte.[7] Im März 2017 wurde bekannt, dass die beiden kurze Zeit zuvor ein Kind bekommen hatten.[8]

Filmografie (Auswahl)

Miriam Stein bei der Romyverleihung 2014

Auszeichnungen

Commons: Miriam Stein  – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

  1. Porträt (Memento vom 3. Januar 2016 im Internet Archive), Zürcher Hochschule der Künste
  2. 1 2 Sie hätte sich für den Dichter entschieden. In: Tages-Anzeiger, 12. Oktober 2010.
  3. vgl. Roberta Fischli: Sie will es unbedingt schaffen. In: Tages-Anzeiger, 3. Juni 2009, S. 52.
  4. Die Preisträger des Deutschen Fernsehpreises 2001
  5. Besucherzahlen deutscher Filme des Jahres 2010 bei insidekino
  6. Stein, hier Nr. 5.
  7. „Unsere Mütter, unsere Väter“-Stars sind ein Paar. Focus Online, 21. März 2013.
  8. Bernd Peters: Schauspielerin verrät's: Plötzlich Mama! Miriam Stein hielt ihr Baby geheim. 10. März 2017, abgerufen am 12. Juli 2019.
  9. Schweizer Filmpreis 2020: Je zwei Preise für «Le milieu de l’horizon» und «Immer und ewig». In: Bundesamt für Kultur. 23. März 2020, abgerufen am 23. März 2020.
  10. Georges Wyrsch: Schweizer Filmpreis 2020: «Le milieu de l’horizon» ist der beste Schweizer Film des Jahres. In: Srf.ch. 23. März 2020, abgerufen am 23. März 2020.