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vom 28.01.2018, aktuelle Version,

Mirko Dickhaut

Mirko Dickhaut
Autogrammkarte von Mirko Dickhaut aus der Saison 2000/01
Personalia
Geburtstag 11. Januar 1971
Geburtsort Kassel, Deutschland
Größe 176 cm
Position Abwehr, Mittelfeld
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
1989–1992 KSV Baunatal 65 (18)
1992–1993 KSV Hessen Kassel 30 0(4)
1993–1997 Eintracht Frankfurt 120 0(9)
1997–2002 VfL Bochum 111 0(5)
2003–2005 SC Schwarz-Weiß Bregenz 52 0(0)
2005–2008 KSV Hessen Kassel 32 0(2)
Stationen als Trainer
Jahre Station
2007–2008 KSV Hessen Kassel II
2008–2011 KSV Hessen Kassel
2011–2013 KSV Hessen Kassel II
2013–2015 SpVgg Greuther Fürth (Co-Trainer)
2015–2016 SC Paderborn 07 U–23
2016–2017 SpVgg Greuther Fürth (Co-Trainer)
2017 SpVgg Greuther Fürth (interim)
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.
Spielzeit Verein Spiele Tore
1993/94 Eintracht Frankfurt 32 3
1994/95 Eintracht Frankfurt 29 3
1995/96 Eintracht Frankfurt 28 1
1996/97 Eintracht Frankfurt 31 2
1997/98 VfL Bochum 30 3
1998/99 VfL Bochum 3 0
1999/00 VfL Bochum 31 2
2000/01 VfL Bochum 20 0
2001/02 VfL Bochum 26 0
bis Dez. 02 VfL Bochum 1 0
ab Jan. 03 SC Schwarz-Weiß Bregenz 13 0
2003/04 SC Schwarz-Weiß Bregenz 23 0
2004/05 SC Schwarz-Weiß Bregenz 16 0
2005/06 KSV Hessen Kassel 19 1
2006/07 KSV Hessen Kassel 13 1
Bundesliga=grün; 2. Bundesliga=rot;
Oberliga=gelb; 1. Bundesliga Österreich=grau;
Regionalliga=blau

Mirko Dickhaut (* 11. Januar 1971 in Kassel) ist ein früherer deutscher Fußballspieler und heutiger -trainer.

Karriere

Nachdem er zunächst in den Jugendmannschaften und in der Oberliga für den KSV Baunatal und KSV Hessen Kassel gespielt hatte, kam Mirko Dickkaut 1993 zur Frankfurter Eintracht. Auf seiner Position im zentralen defensiven Mittelfeld war in der Saison 1993/94 eigentlich Ralf Falkenmayer gesetzt, bedingt durch dessen Verletzungspech brachte er es allerdings schon in seiner ersten Bundesligasaison auf 32 Einsätze (und sechs Einsätze im UEFA Cup mit einem Tor) und war fortan Stammspieler. Besonders seine Beidfüßigkeit und seine Spielübersicht zeichneten ihn aus, auch seine Fairness (er erhielt in keinem seiner über 300 Einsätze als Profi einen Platzverweis) wurde oft gelobt. In der Saison 1994/95 blieb er auf seiner Position gesetzt und absolvierte 29 Liga-Spiele sowie sieben UEFA-Cup-Spiele, in welchen er auch ein Tor erzielte. In der Vorbereitung auf die Europameisterschaft 1996 in England stand er unter Beobachtung von Bundestrainer Berti Vogts, erhielt aber nie eine Berufung in die Nationalelf. Nach dem Abstieg der Eintracht 1996 blieb er dem Verein treu, folgte ihm in die 2. Bundesliga und übernahm als Kapitän eine Führungsrolle.

Nachdem allerdings der direkte Wiederaufstieg misslang, wechselte er zur Saison 1997/98 zum VfL Bochum. Hier spielte er zunehmend eine defensivere taktische Position und wurde auch als Libero eingesetzt. Trotz zweimaligem Abstieg und sofortigem Wiederaufstieg blieb er bis zur Saison 2002/03 in Bochum. Aufgrund seines Engagements für den Verein und der Unterstützung von Fan-Projekten ist er dort noch immer beliebt.

In der Winterpause 2002/03 wechselte er, nachdem er sich mit der Reservistenrolle begnügen musste, für 250.000 € nach Österreich zum SC Schwarz-Weiß Bregenz. Hier blieb er bis ins Jahr 2005. 2005/06-2008 ließ er seine Karriere als Spieler in seiner Heimat beim jetzigen Regionalligisten KSV Hessen Kassel ausklingen; nebenbei trainierte er dort 2007/08 die zweite Mannschaft, mit der er den Aufstieg in die Hessenliga schaffte.

Nach der Entlassung von Trainer Matthias Hamann übernahm er zudem die erste Mannschaft des KSV Hessen Kassel. In der Saison 2008/2009 erreichte er mit der ersten Mannschaft die Vizemeisterschaft in der Regionalliga Süd.

Nachdem es in der Hinrunde der Saison 2010/11 nach einem Durchmarsch in die 3. Liga ausgesehen hatte, verspielte der KSV Hessen in der Rückrunde sein komfortables Punktpolster. Am 21. April 2011 wurde Mirko Dickhaut nach einer Niederlage gegen Aufstiegskonkurrent SV Darmstadt 98 und einem Unentschieden zuhause gegen die Reserve des Karlsruher SC beurlaubt. Kurz vor dem entscheidenden Aufstiegsspiel gegen die Stuttgarter Kickers übernahmen Co-Trainer Christoph Keim und Torwarttrainer Pascal Formann als Interimslösung das Training.[1]

Im Juni 2013 unterschrieb Dickhaut einen Zwei-Jahres-Vertrag bei der SpVgg Greuther Fürth, bei der er als Co-Trainer die Nachfolge von Interimstrainer Ludwig Preis antrat und an der Seite von Frank Kramer die 1. Mannschaft in der 2. Bundesliga betreute.[2]

Nach dem Auslaufen seines Vertrages in Fürth trat er im Sommer 2015 die Nachfolge von Markus Krösche als Trainer der U-23 vom SC Paderborn 07 an.[3] Im November 2016 wechselte Dickhaut erneut als Co-Trainer zur SpVgg Greuther Fürth.[4]

Nach der vierten Niederlage im vierten Spiel der Saison 2017/18 wurde Fürths Cheftrainer Janos Radoki entlassen und Dickhaut kurzzeitig als Interimstrainer eingesetzt.[5] Schon nach einer Partie, in der Dickhaut Fürths ersten Punkt der Saison erringen konnte[6], unterschrieb Damir Buric als neuer Cheftrainer in Fürth und Dickhaut nahm sich wieder seiner üblichen Rolle als Co-Trainer an.

Erfolge als Spieler

  • Einzug ins Viertelfinale des UEFA Cups 1994/95
  • Zweimal Aufstieg mit dem VfL Bochum in die 1. Bundesliga
  • 143 Einsätze in der 1. Bundesliga, dabei zehn Tore
  • 88 Einsätze in der 2. Bundesliga, dabei vier Tore
  • 52 Einsätze in der 1. Liga Österreichs
  • 19 UEFA-Cup-Spiele, dabei drei Tore

Erfolge als Trainer

  • Aufstieg mit der 2. Mannschaft des KSV Hessen Kassel in die Hessenliga (2008)
  • Vizemeister mit der 1. Mannschaft des KSV Hessen Kassel in der Regionalliga Süd (2009)

Einzelnachweise

  1. Mirko Dickhaut nicht mehr Trainer des KSV Hessen Kassel
  2. Mirko Dickhaut wird neuer Co-Trainer
  3. Mirko Dickhaut übernimmt U23
  4. Warum Mirko Dickhaut gerne Co-Trainer in Fürth ist
  5. SpVgg Greuther Fürth: KLEEBLATT UND RADOKI TRENNEN SICH, abgerufen am 28. August 2017
  6. Joker Hofmann sichert Fürth den ersten Punkt. Abgerufen im 17. September 2017.